3.1.2001

News aus dem Bank Austria Treasury: Neueste US-Wirtschaftsdaten erhöhen Rezessions-Wahrscheinlichkeit

Bevorstehende Zinssenkungen als Mittel zu "soft landing"
EURO-Kurs weiterhin moderat steigend

Gestern, Dienstag, hat ein drastischer Rückgang eines wichtigen US-Konjunkturindikators, des Einkaufsmanagerindex (NAPM), die Befürchtungen hinsichtlich einer Rezession in den USA verstärkt. Konkret deutet der NAPM auf eine deutlich Abschwächung der Wirtschaft im Fertigungsbereich in der zweiten Jahreshälfte 2000. "Bereits seit einem Monat haben mehrere schwache Wirtschaftsindikatoren als auch der Bärenmarkt bei den Aktien die Rezessions-Wahrscheinlichkeit drastisch erhöht", so Gerhard Winzer, Bond-Analyst aus dem Bank Austria-Treasury.

Märkte reagieren sehr sensibel – Euro fester

Das hat zur Folge, dass die Märkte zur Zeit sehr sensibel auf wichtige Konjunkturindikatoren reagieren: Während die Aktienmärkte Einbrüche zeigten vollzogen die Bondmärkte eine Kursrallye. Der Euro, für den das US-BIP-Wachstums der wichtigste Einflußfaktor ist, reagierte auf die gestrigen Daten mit einer Fortsetzung des Festigungstrends und durchbrach die 0,95 USD-Marke.

Druck auf die Fed steigt – Zinssenkung von 50 Basispunkten (BP) auf 6% erwartet

Nach dem jüngsten NAPM-Bericht steigt der Druck auf die Fed, die Leitzinsen beim nächsten FOMC-Treffen Ende Jänner zu senken. Winzer: "Unklar scheint nur das Ausmaß. Wir gehen nunmehr in unserem Basisszenario von einer Leitzinssenkung im Ausmaß von 50 BP auf 6 % aus." Mit einem derartigen Schritt und möglicherweise weiteren aggressiven Zinssenkungen sollte nach Aussage des BA-Treasurys eine Rezession abgewendet werden können. Die Renditen am Bondmarkt sollten daher in der 2. Jahreshälfte wieder steigen und der Euro die Parität zum USD erreichen. "Als Obergrenze sehen wir den Euro bei 1,10 US-Dollar", so Bond-Experte Winzer abschließend

Rückfragen: Bank Austria Group Public Relations

Roman Jost, Tel. 711 91 DW 56150;

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