31.5.2001

Startschuss für die Bank Austria Creditanstalt AG

Projektteam bereitet gesellschaftsrechtliches Zusammengehen von Bank Austria und Creditanstalt unter dem Namen "Bank Austria Creditanstalt" vor
Offensives Konzept: forcierter Ausbau der Marktposition geplant

Die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe hat ein Projektteam beauftragt, die notwendigen Maßnahmen für das gesellschaftsrechtliche Zusammengehen von Bank Austria und Creditanstalt zur "Bank Austria Creditanstalt AG" vorzubereiten. Diese Integration soll im Laufe des ersten Halbjahres 2002 realisiert werden. Die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe verfolgt mit dieser Neustrukturierung zwei wesentliche Ziele: eine weitere nachhaltige Reduktion der Kostenbasis und eine Erhöhung der Schlagkraft am Markt. Bank Austria-Vorstandsvorsitzender Gerhard Randa: "Das Zusammengehen ist ein offensiver Schritt."

Durch den gesellschaftsrechtlichen Zusammenschluss von Bank Austria und Creditanstalt wird es möglich, sämtliche – trotz aller Integrationsmaßnahmen, die seit 1997 erfolgt sind – noch bestehenden Überlappungen in kundenfernen Bereichen zu beseitigen.

Die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe hat in den vergangenen vier Jahren bereits konsequent Produktions- und Abwicklungsfunktionen zusammengelegt. Zahlreiche Bereiche, wie Treasury, Asset Management, Zahlungsverkehr, Wertpapierabwicklung, Rechnungswesen und Controlling sowie die gesamte IT, wurden in Konzernfunktionen integriert. Dadurch wurden das Gruppen-Know how gebündelt und die Kosten gesenkt.

Seit 1996 ist die Position des Verwaltungsaufwandes praktisch stabil, obwohl das Geschäftsvolumen kräftig gesteigert werden konnte. Der Anteil des Verwaltungsaufwandes an der Bilanzsumme konnte um ein Drittel gesenkt werden und die Cost/Income-Ratio wurde von über 74 Prozent auf unter 67 Prozent gedrückt. Die Eigenkapitalrentabilität (ROE) stieg in dieser Zeit von 4 Prozent auf über 13 Prozent im Jahr 2000. Damit wird die Bank Austria die für den Zeitraum von 1997 bis 2002 angestrebten Kostensynergien von 175 Millionen Euro plangemäß erreichen.

Dieser erfolgreiche Weg war allerdings auch durch die Hochkonjunktur der vergangenen Jahre begünstigt. Dieser Rückenwind der letzten Jahre hat sich mittlerweile deutlich abgeschwächt. Der Preiswettbewerb wird – soweit das überhaupt möglich ist – noch härter.

Um die erfolgreiche Entwicklung der letzten Jahre auch in Zukunft sicherzustellen, müssen daher alle noch bestehenden Synergiepotentiale realisiert werden. Gerhard Randa: "Wir müssen jetzt Maßnahmen setzen, um die Ergebnisse für die kommenden Jahre nachhaltig abzusichern." Der geplante Integrationsschritt soll im Anschluss an das Synergiepaket von 175 Millionen Euro, das bis zum Jahr 2002 realisiert wird, die Kostenbasis in den Folgejahren weiter um mindestens 100 Millionen Euro pro Jahr senken.

Es wurde nun ein Projektteam beauftragt, die notwendigen Maßnahmen für das gesellschaftsrechtliche Zusammengehen zur Bank Austria Creditanstalt AG zu erarbeiten. Das Projektteam besteht aus Karl Samstag, Ewald Nageler, Wolfgang Haller, Jürgen Danzmayr und Jochen-Michael Speek.

Die Beseitigung aller noch bestehenden Überlappungen, insbesondere in den kundenfernen Bereichen, wird neben den damit verbundenen Kosteneinsparungen auch schnellere Abläufe und Entscheidungswege bringen. Davon werden vor allem die Kunden der Gruppe profitieren. Die bisherigen Betreuungsstrukturen bleiben unverändert. Im Vordergrund steht eine weitere Verbesserung der Betreuungsqualität und eine Erweiterung der Produktpalette. Vor allem im Bereich der anspruchsvollen Produktlösungen für Firmenkunden und gehobene Privatkunden ergeben sich durch die Bündelung große Vorteile. Creditanstalt-Generaldirektor Erich Hampel: "Unsere Kunden werden die Gewinner sein."

Rückfragen: Bank Austria Group Public Relations

Martin Hehemann, Tel. +43 1/711 91 - 57007

E-Mail: martin.hehemann@bankaustria.com