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27.7.2001

Halbjahresergebnis 2001: Bank Austria trotz ungünstiger Rahmenbedingungen erfolgreich

Betriebsergebnis in schwierigem Umfeld um 5,1 Prozent gesteigert
Kosten in Österreich um 5 Prozent gesenkt
Bank der Regionen-Vertrag wird zügig umgesetzt: Die neue Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe entsteht
Kernregion Österreich und CEE liefert bereits 80 Prozent des Ergebnisses
Wachstumsziel für CEE: Verdreifachung der Bilanzsumme auf 40 Milliarden Euro

Der Bank Austria/Creditanstalt-Teilkonzern der HVB Group war im ersten Halbjahr 2001 in einem schwierigen Umfeld erfolgreich. Trotz der anhaltenden Baisse auf den internationalen Kapitalmärkten und der Abschwächung der Konjunktur hat die Gruppe das Betriebsergebnis um 5,1 Prozent auf 307 Millionen Euro gesteigert. Der Vorsteuergewinn von 276 Millionen Euro lag zwar um rund 18 Prozent unter dem Rekordergebnis des Vorjahres (2000: 338 Millionen Euro). Hier schlagen aber die einmaligen Aufwendungen für die Integration in die HVB Group durch. Bereinigt um den Integrationsaufwand beträgt der Vorsteuergewinn 310 Millionen Euro. Bank Austria-Vorstandsvorsitzender Gerhard Randa: "Wenn man die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen betrachtet, haben wir uns ordentlich geschlagen. Wir haben weiterhin das Ziel, im Gesamtjahr 2001 das Spitzenergebnis des Vorjahres wieder zu erreichen."

Die Integration der Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe in die HVB Group verläuft planmäßig. Der Bank der Regionen-Vertrag wird zügig umgesetzt. Die regionalen Zuständigkeiten werden in der HVB Group wie vereinbart abgegrenzt, was die wechselseitige Übertragung zahlreicher Auslandseinheiten mit sich bringt. Im Zuge dieser Transfers hat sich im ersten Halbjahr der Konsolidierungskreis der Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe bereits verändert, und dies wird sich im zweiten Halbjahr weiter beschleunigen. Die aktuellen Quartalsergebnisse lassen sich daher nicht unmittelbar mit den Vorjahreswerten, die auf der alten Konzernstruktur basieren, vergleichen.

Der neue Konzern nimmt Gestalt an

Die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe trägt innerhalb der HVB Group die Verantwortung für das Geschäft in Österreich sowie in Mittel- und Osteuropa. Sie übernimmt daher die Tochterbanken der HypoVereinsbank in dieser Region und übergibt ihre Aktivitäten in Westeuropa und Übersee. Im ersten Halbjahr hat die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe bereits die Filialen in Hongkong, Singapur und London sowie die BA/CA-Deutschland übergeben und die BA/CA-Schweiz verkauft. Auf der anderen Seite hat die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe die SKWB Schoellerbank übernommen und konsolidiert erstmals das Ergebnis der polnischen Tochterbank PBK voll in die Gewinn- und Verlustrechnung. Im zweiten Halbjahr werden die Osteuropa-Töchter der HypoVereinsbank in das Netzwerk der Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe integriert.

Bereits im ersten Halbjahr hat der BA/CA-Teilkonzern 80 Prozent seines Vorsteuergewinns in seiner Kernregion in Österreich und Mittel- und Osteuropa erzielt. Die Gruppe ist in dieser Kernregion bereits heute führend. Sie ist die klare Nummer eins am österreichischem Markt und steuert im Rahmen der HVB Group das führende internationale Netzwerk in Mittel- und Osteuropa, das rund 750 Niederlassungen in insgesamt 13 Ländern umfasst. Die Gruppe setzt auf einen modernen Multi-Channel-Ansatz im Privatkundengeschäft und auf einen konsequenten Integrated Corporate Finance-Ansatz im Firmenkundengeschäft.

Mit diesem klaren strategischen Konzept wird die Profitabilität weiter deutlich verbessert. In den vergangenen sechs Jahren ist das nachhaltig gelungen. Die Gruppe steigerte den Jahresüberschuss um 450 Prozent, den ROE um 150 Prozent und den Gewinn je Aktie um 200 Prozent. Wesentlich für diesen Erfolg war ein konsequentes Kostenmanagement: Der Verwaltungsaufwand der Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe stieg von 1996 bis 2000 insgesamt nur um 4,0 Prozent, während parallel das Geschäftsvolumen kräftig wuchs. Der Anteil der Verwaltungskosten an der Bilanzsumme sank in dieser Zeit daher von 2 auf 1,3 Prozent. Im Inland sind die Kosten sogar rückläufig. Wie erfolgreich das Kostenmanagement der Gruppe war, zeigt ein Vergleich mit der Entwicklung der Kosten in der gesamten österreichischen Bankenbranche: Sie stiegen in den fünf Jahren von 1996 bis 2000 um 16 Prozent.

Um diese erfolgreiche Entwicklung auf Dauer fortsetzen zu können, werden Bank Austria und Creditanstalt bis Sommer 2002 zu einer gesellschaftsrechtlichen Einheit – der Bank Austria Creditanstalt AG – integriert. Das Integrationsprojekt wurde bereits gestartet, die Vorarbeiten für den Zusammenschluss laufen. Der Merger wird die Schlagkraft der Gruppe am Markt weiter verstärken und ein Synergiepotenzial von weiteren mindestens 100 Millionen Euro pro Jahr heben.

Das erste Halbjahr: Ertragskraft im operativen Geschäft behauptet

Die Erfolgsrechnung war im ersten Halbjahr durch den Effekt der Erstkonsolidierung der polnischen Tochterbank PBK gekennzeichnet, die in allen Positionen zu deutlichen Anstiegen führte. Der Zinsüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahreswert um 14,7 Prozent auf 1.194 Millionen Euro (2000: 1.041 Millionen Euro). Der Provisionsüberschuss stieg um 13,6 Prozent auf 516 Millionen Euro (2000: 454 Millionen Euro). Das Handelsergebnis sank gegenüber dem sehr starken 1. Halbjahr des Vorjahres um 40 Prozent auf 69 Millionen Euro (2000: 115 Millionen Euro). Insgesamt stiegen die operativen Erträge um 10,6 Prozent auf 1.779 Millionen Euro (2000: 1.610 Millionen Euro).

Die Entwicklung des Kreditrisikos war von der Verschlechterung des Wirtschaftsklimas geprägt. In Österreich schlugen sich vor allem die Großinsolvenzen Libro, Steiner und Forstinger auf das Ergebnis nieder. Die Kreditrisikovorsorge erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreswert um 30 Prozent auf 289 Millionen Euro (2000: 222 Millionen Euro). Der Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorge stieg dennoch deutlich um 10,6 Prozent auf 905 Millionen Euro (2000: 818 Millionen Euro).

Kosten in Österreich um 5 Prozent gesenkt

Der Verwaltungsaufwand stieg insgesamt um 11,8 Prozent auf 1.221 Millionen Euro (2000: 1.092 Millionen Euro). Dieser Anstieg ist auf die erstmalige Konsolidierung der PBK zurückzuführen. In Österreich sank der Verwaltungsaufwand dank des straffen Kostenmanagements deutlich um knapp 5 Prozent auf 876 Millionen Euro (2000: 919,5 Millionen Euro). Der Personalstand in Bank Austria und Creditanstalt im Inland wird bis Jahresende unter 12.000 Mitarbeiterkapazitäten sinken.

Betriebsergebnis um 5,1 Prozent gesteigert

Das Betriebsergebnis stieg um 5,1 Prozent auf 307 Millionen Euro (2000: 292 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Steuern betrug 276 Millionen Euro und lag um 18,3 Prozent unter dem Wert, den die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe in der alten Struktur im ersten Halbjahr des Vorjahres erzielt hatte (2000: 338 Millionen Euro). Bereinigt um einmalige Integrationskosten von 34 Millionen Euro lag der Vorsteuergewinn mit 310 Millionen Euro um 8,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der ROE nach Steuern lag im ersten Halbjahr 2001 – ohne Integrationsaufwand und vor Goodwillabschreibungen – bei 10,6 Prozent. Die Cost/Income-Ratio betrug 67,2 Prozent. Beide Kennzahlen sollten bis zum Jahresende noch spürbar verbessert werden.

Die Bilanz der Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe

In der Bilanz spiegelt sich der Umbau der Konzernstruktur wider: Die Übertragung der Auslandsfilialen in Hongkong, Singapur und London führte dazu, dass die Bilanzsumme im ersten Halbjahr um 11,7 Prozent auf 145,6 Milliarden Euro zurückging (Ende 2000: 165 Milliarden Euro). Im operativen Geschäft entwickelte sich die Gruppe gut. Bereinigt um den Einmal-Effekt durch den Übertrag stieg die Bilanzsumme gegenüber dem Ende des Vorjahres um rund 3 Prozent. Mit einer Bilanzsumme von umgerechnet 2.000 Milliarden Schilling ist die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe doppelt so groß wie die Nummer zwei am Markt und bleibt unangefochten die führende österreichische Bankengruppe.

Auf der Aktivseite der Bilanz sanken die Handelsaktiva um 43,8 Prozent auf 8 Milliarden Euro (Ende 2000: 14,3 Milliarden Euro). Die Forderungen an Kreditinstitute reduzierten sich um 21,3 Prozent auf 31 Milliarden Euro (Ende 2000: 39,4 Milliarden Euro). Beides hängt mit der Abgabe der Auslandsfilialen zusammen, deren Geschäft besonders interbanklastig waren. Die Forderungen an Kunden blieben dagegen praktisch stabil bei 80,9 Milliarden Euro (Ende 2000: 82,3 Milliarden Euro). Die Finanzanlagen sanken um 11,6 Prozent auf 22,8 Milliarden Euro (Ende 2000: 25,8 Milliarden Euro).

Auf der Passivseite zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich deutlich um 19,3 Prozent auf 47,7 Milliarden Euro (Ende 2000: 59,1 Milliarden Euro). Das Kundengeschäft blieb dagegen praktisch stabil: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gingen nur minimal um 2,5 Prozent auf 51,7 Milliarden Euro zurück (Ende 2000: 53 Milliarden Euro). Die Verbrieften Verbindlichkeiten sanken um 24,4 Prozent auf 23,6 Milliarden Euro (Ende 2000: 31,3 Milliarden Euro). Die Eigenmittel erhöhten sich aufgrund des höheren Nachrangkapitals von 8,2 Milliarden Euro auf 8,7 Milliarden Euro.

Die Entwicklung der einzelnen Geschäftsfelder

Mit der Eingliederung in die HVB Group hat die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe die Struktur ihrer Geschäftsfeldrechnung an die Konzernstandards (Bewertungen und Abgrenzungen) angepasst. Daher ist ein Vergleich mit den im Vorjahr veröffentlichten Halbjahreszahlen nicht aussagekräftig.

Firmenkunden Inland

Das Geschäftsfeld Firmenkunden Inland war mit einer Verschlechterung des Wirtschaftsklimas konfrontiert, die zu einem spürbaren Anstieg der Risikovorsorge führte. Insgesamt erwirtschaftete das Firmenkundengeschäft ein Vorsteuerergebnis von 32 Millionen Euro. Die Cost/Income-Ratio – die die Ertragskraft im operativen Geschäft widerspiegelt – lag zwar auf dem ausgezeichneten Wert von 52,9 Prozent, der ROE betrug wegen der höheren Risikovorsorge aber nur 3,5 Prozent. Mittelfristig peilt die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe auch im Firmenkundengeschäft einen zweistelligen ROE an.

Die Gruppe treibt in diesem Geschäftsfeld ihren Integrated Corporate Finance-Ansatz voran. Das heißt: Sie bietet ihren Kunden nicht nur einzelne Produkte. In den Vordergrund rücken vielmehr die Analyse und Optimierung der gesamten Finanzierungsstruktur des Unternehmens. Bei der Umsetzung dieses ganzheitlichen Konzepts kommen moderne Kapitalmarkt-Lösungen, wie strukturierte Finanzierungen, Zins- und Währungsmanagement, Asset Backed Securities oder Projektfinanzierungen zum Einsatz.

Die Gruppe ist im Bereich der innovativen Kapitalmarktslösungen bereits jetzt klarer Markt- und Know-how-Führer in Österreich. Auf dem Gebiet der internationalen Projekt-finanzierungen gehört die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe mit einem Finanzierungs-volumen von 6 Milliarden Euro sogar weltweit zu den fünf größten Anbietern. Bank Austria Vorstandsvorsitzender Randa: "Die Zukunft des Firmenkundengeschäfts liegt in den innovativen Kapitalmarkt-Lösungen. Wir sind hier bereits jetzt die erste Adresse in Österreich und werden mit der HVB Group im Rücken unseren Vorsprung weiter ausbauen."

Die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe bietet ihren Kunden ein leistungsfähiges Portal zu den internationalen Kapitalmärkten. Überdies hat sie Zugriff auf ein flächendeckendes internationales Netzwerk von Tochterbanken: Die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe steuert von Wien aus das führende Bankennetzwerk in Mittel- und Osteuropa. In Westeuropa und in Übersee kooperiert sie eng mit den Einheiten der HVB Group. Es wurden spezielle Austrian + CEE-Desks eingerichtet, um die österreichischen Kunden weiterhin umfassend betreuen zu können.

Privatkunden Inland

Das Geschäftsfeld Privatkunden Inland erzielte ein gutes Ergebnis von 57 Millionen Euro. Obwohl sich die Zins- und Margensituation am österreichischen Markt nicht positiv entwickelte, konnte das Privatkundengeschäft einen ROE von 18,9 Prozent erzielen. Die Cost/Income-Ratio lag bei 83,4 Prozent.

Der Zusammenschluss von Bank Austria und Creditanstalt wird insbesondere im Privatkundengeschäft zu spürbaren Kostensenkungen führen. Durch die Integration können Überlappungen im Back-Office, also in kundenfernen Bereichen, beseitigt, Abläufe beschleunigt und Kosten reduziert werden. Im Mittelpunkt steht dabei, die Servicequalität für den Kunden weiter zu verbessern. Das Geschäftsfeld deckt die Bedürfnisse des Kunden mit einem modernen "Multi-Channel-Ansatz" ab. Dieser Ansatz verbindet die Stärken des Filialnetzes mit den Möglichkeiten der neuen alternativen Vertriebswege (Mobiler Vertrieb, 24-Stunden-Online-Banking).

Das Multi-Channel-Konzept versteht die alternativen Vertriebsformen nicht als Konkurrenz zur Filiale, sondern als ideale Ergänzung. Die Grundidee dabei: Jeder Kunde hat die Wahl, welchen Vertriebsweg er wofür benutzt – für einfache, standardisierbare Dienstleistungen wird er eher die alternativen Vertriebsformen wählen, in anspruchsvolleren Fragen lässt er sich in der Filiale beraten. Im Bereich des Online-Bankings ist die Gruppe bereits jetzt klarer Marktführer in Österreich: Zum 30. Juni 2001 waren in Bank Austria und Creditanstalt insgesamt 645.000 Konten online-fähig. Dies ist gegenüber dem Vorjahreswert eine Steigerung von mehr als 100 Prozent.

Asset Management

Das Geschäftsfeld Asset Management wird im laufenden Geschäftsjahr erstmals ausgewiesen. Es umfasst die Kapitalanlagegesellschaften der Gruppe. Im ersten Halbjahr erzielte dieses Geschäftsfeld ein Ergebnis von 5 Millionen Euro. Die Cost/Income-Ratio betrug 75,8 Prozent. Der ROE lag weit über 100 Prozent, die Kennzahl ist in diesem Geschäftsfeld allerdings nicht aussagekräftig. Die Gruppe verwaltet insgesamt ein Vermögen von 22 Milliarden Euro. Damit ist sie Marktführer in Österreich.

International Markets

Das Geschäftsfeld International Markets – es besteht im Wesentlichen aus dem Treasury der Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe, dem Aktienhandel und dem Investmentbanking – erzielte im ersten Halbjahr ein ausgesprochen gutes Ergebnis. Mit einem Vorsteuergewinn von 108 Millionen Euro lag das Geschäftsfeld deutlich über den Planungen und rund 70 Prozent über dem Vorjahreswert. Es erzielt einen ROE von 58,4 Prozent bei einer Cost/Income-Ratio von 55,1 Prozent. Besonders erfolgreich waren das Geldmarkt- und FX-Geschäft sowie die Emerging-Markets-Investments, die ungeachtet der von Argentinien ausgehenden Verunsicherungen erneut ein hervorragendes Ergebnis erzielten.

Seit dem 1. Juli 2001 sind die Capital Markets Aktivitäten von HypoVereinsbank und Bank Austria gebündelt. Sämtliche Handelsaktivitäten – Aktien, Devisen und Anleihen – sind unter gemeinsamen Management-Committees zusammengefasst. Damit wird eine international schlagkräftige Struktur geschaffen, die die Aufgabe hat, den einzelnen Banken der Regionen innerhalb der HVB Group als Portal zu den internationalen Kapitalmärkten zu dienen. Der Auftritt als Kapitalmarkteinheit der drittgrößten Bank Europas verbessert das Standing und die Preisgestaltungskraft für das Kundengeschäft. Die Kunden der Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe werden davon profitieren.

Internationales Geschäft

Im Segment Internationales Geschäft kam es durch die Neuverteilung der regionalen Verantwortungen zwischen HypoVereinsbank und Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe bereits im ersten Halbjahr zu Verschiebungen. Das Geschäftsfeld erzielte einen Vorsteuergewinn von 102 Millionen Euro bei einem ROE von 20,7 Prozent und einer Cost/Income-Ratio von 68,5 Prozent. Der Großteil des Ergebnisses entfiel auf das CEE-Netzwerk: Hier wirkte sich der Erstkonsolidierungseffekt der PBK aus. Das CEE-Netzwerk konnte den Vorsteuergewinn gegenüber dem Vorjahr um 75 Prozent auf 97,9 Millionen Euro steigern. Es steuerte damit ein Drittel zum Gesamtresultat bei. Der ROE lag bei 16,3 Prozent, die Cost/Income-Ratio betrug 61 Prozent. Die Bilanzsumme stieg im ersten Halbjahr um 27 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro (Ende 2000: 9,8 Milliarden Euro).

Das laufende Geschäftsjahr ist in der Region CEE von Investitionen in den Ausbau des Netzwerkes und in die Integration der Einheiten von HypoVereinsbank und Bank Austria/Creditanstalt geprägt. Diese Integrationsarbeiten sind voll im Plan. Bereits im zweiten Quartal wurde die erste Fusion in der Region mit den beiden Einheiten in Kroatien erfolgreich abgeschlossen. Im dritten Quartal folgen Tschechien, Ungarn und die Slowakei. Bis Ende des Jahres wird der rechtliche Zusammenschluss in Polen vollzogen sein.

Durch die Integration entsteht das führende Netzwerk in der Region mit einer Bilanzsumme von rund 21 Milliarden Euro und 750 Filialen in 13 Ländern. Die Staaten in Mittel- und Osteuropa bieten in den nächsten Jahren noch ein enormes Wachstumspotenzial. Der Bankenmarkt in der Region hatte – gemessen an der Bilanzsumme – im Jahr 2000 ein Volumen von knapp 300 Milliarden Euro. Die Experten der Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe gehen davon aus, dass dieser Markt bis zum Jahr 2005 auf über 500 Milliarden Euro wachsen wird. Dies entspricht einem Wachstumssprung von 80 Prozent.

Die Gruppe hat das klare Ziel, dieses Wachstumspotenzial voll auszuschöpfen. Dabei wird sie ihre CEE-Niederlassungen im weltweiten Netzwerk der HVB Group zur Geltung bringen. Die Bilanzsumme soll bis zum Jahr 2005 von 12 Milliarden Euro Ende 2000 auf 40 Milliarden Euro mehr als verdreifacht werden. Die Profitabilität soll auf einen ROE vor Steuern von 30 Prozent erhöht, die Cost/Income-Ratio unter 50 Prozent gesenkt und der Anteil des CEE-Geschäftes am Gewinn der Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe auf 50 Prozent gesteigert werden.

Den nächsten Expansionsschritt setzt die Gruppe in Jugoslawien. Sie hat vor wenigen Tagen die Lizenz zur Gründung einer Tochterbank in Belgrad erhalten. Bereits nach dem Sommer wird die Bank den operativen Betrieb aufnehmen. Sie wird mit einem Eigenkapital von 15 Millionen US-Dollar ausgestattet sein und rasch Filialen in den wichtigsten Städten des Landes aufbauen.

Rückfragen: Bank Austria Group Public Relations

Martin Hehemann, Tel. 711 91 DW 57007

E-Mail: martin.hehemann@bankaustria.com