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2.7.2001

Wirtschaft hat EU-Osterweiterung längst vorweggenommen

Hohe Handelsverflechtung: 2/3 der CEE-Exporte gehen bereits in die EU
Wirtschaftswachstum der Beitrittsländer doppelt so hoch wie das der EU
Ex-Finanzminister Lacina: "Politik hinkt wirtschaftlicher Realität nach"

Die Wirtschaft folgt eigenen Gesetzen. Während bei den politischen Rahmenbedingungen für eine EU-Osterweiterung noch keine Klarheit herrscht, ist die wirtschaftliche Integration bereits weit vorangeschritten. Der erfolgreiche Transformationsprozess in den Reformländern Mittel- und Osteuropas, die hohe Handelsverflechtung mit der EU und das anhaltende Interesse internationaler Investoren hat die Beitrittskandidaten an die Schwelle zum EU-Beitritt gebracht.Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse der Bank Austria, die im Rahmen des Weltwirtschaftsgipfels in Salzburg präsentiert wurde. "Die Wirtschaft hat die EU-Osterweiterung längst vorweggenommen", resümiert die Chefökonomin der Bank Austria, Marianne Kager.

Mit einem rasanten Tempo nähern sich die Beitrittskandidaten seit der Überwindung der Transformationskrise der EU. Mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von nahezu 5 Prozent (real) wachsen sie etwa doppelt so schnell wie die EU. In der gleichen Zeit ist es auch gelungen, die Inflationsraten, die 1990 noch zwischen zehn und 600 Prozent lagen, auf heute im Durchschnitt zwischen vier und neuen Prozent zu stabilisieren. "Was Mitte der 90er Jahre noch als Utopie bezeichnet wurde, ist heute Realität", sagt Kager.

Internationale Investoren als "Integrationstreiber"

Diese Realität haben internationale Unternehmen schon längst erkannt. Die Bank Austria Studie zeigt, daß sich der Stand an Auslandsdirektinvestitionen in Mittel- und Osteuropa von praktisch null auf nahezu 110 Milliarden Euro in den letzten zehn Jahren erhöht hat. Zwei Drittel dieser Investitionen kommen dabei aus der EU. "Die internationalen Investoren sind die Integrationstreiber der Osterweiterung", meint die Chefökonomin der Bank Austria.

Die meisten Länder Mittel- und Osteuropas sind heute bereits stark in die EU integriert. Zumindest aus wirtschaftlicher Sicht. Für alle Beitrittskandidaten ist die EU bereits zum wichtigsten Handelspartner geworden. Der Anteil der Exporte dieser Länder in die EU erreicht durchschnittlich 70 Prozent. "Der Intra-EU-Handel liegt dagegen mit 62 Prozent deutlich darunter", analysiert die Bank Austria Ost-Expertin.

Auf beeindruckende Weise gelang es den Reformländern auch ihre Wirtschaft umzugestalten: Sie weisen heute annähernd gleiche Strukturen wie die der EU auf. Der Anteil der Landwirtschaft wurde von fast zehn Prozent auf rund sechs Prozent reduziert. Dagegen hat der Dienstleistungssektor stark expandiert. Wie in der EU werden bereits zwei Drittel der gesamten Wirtschaftsleitung in diesem Sektor erbracht.

Politik hinkt wirtschaftlicher Realität nach

"Freilich sind noch Rückschläge und Hindernisse zu überwinden, wie die jüngste Volksabstimmung in Irland gezeigt hat. Dennoch liegt ein guter Teil der Zukunft Europas in der Überwindung seiner Spaltung", meint Ex-Finanzminister und Osteuropa Berater der Bank Austria Ferdinand Lacina. "Die Politik hinkt jedoch der wirtschaftlichen Realität nach", so Lacina weiter.

Mit rund neun Milliarden Euro zählt Österreich zu den wichtigsten Investoren in Mittel- und Osteuropa. Hinsichtlich der Vorbereitung auf die EU-Osterweiterung ist Österreich jedoch noch zu wenig aktiv. Im Vermarkten des Finanzplatzes Österreichs ortet Lacina sowohl im In- als Auch im Ausland Aufholbedarf: "Die geopolitischen Vorteile sollte Österreich besser nutzen, um seine Funktion als Drehscheibe zwischen Ost und West aufrechtzuerhalten", so der ehemalige Spitzenpolitiker Lacina.

Übertriebene Sorgen...

"Die Sorgen bezüglich ökonomischer Nachteile der EU-Länder sind übertrieben", meint Lacina. Die Arbeitskräftewanderung wurde bereits bei der Südöffnung überschätzt. Die EU beziffert das Zuwanderungspotential bis 2010 mit etwa 140.000 Personen. In Österreich würden laut EU gerade einmal 17.700 landen. Das die Befürchtungen übertrieben sind, zeigt auch ein Vergleich der österreichischen Regionen mit jenen der Nachbarländer: So weist die Wirtschaftregion Prag oder Bratislava ein höheres BIP pro Kopf (zu Kaufkraftparitäten) auf, als unter anderem Kärnten oder das Burgenland.

BA/CA-Gruppe Unterstützer erster Stunde bei der EU-Osterweiterung

Die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe sieht sich als Unterstützer erster Stunde bei der EU-Osterweiterung. Seit der Öffnung der Grenzen ist die größte Bankengruppe Österreichs in Mittel- und Osteuropa aktiv. Die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe ist nun innerhalb der HVB Group für diese Länder verantwortlich. Sie steuert das führende Netzwerk in der Region und begleitet und berät westeuropäische Exporteure, Importeure und Investoren auf dem Weg in die Reformstaaten. Gemeinsam mit der HVB Group ist die BA/CA mit einer Summe von 320 Millionen Euro der größte Partner der EBRD (European Bank of Reconstruction and Development) bei Projektfinanzierungen in Mittel- und Osteuropa. Mit der EIB (European Investmentbank) und der Weltbank kooperiert die Gruppe zudem stark, wenn es um den Aufbau von Finanzierungssystemen für Klein- und Mittelbetrieben geht. Die Investmentbank der BA/CA-Gruppe, die CA IB Investmentbank, unterstützt die Entwicklung der jeweiligen Kapitalmärkte und vermittelt Direkt- und Portfolioinvestoren.

Mit einer Vielzahl an eigenen Informationsveranstaltungen im In- und Ausland versucht die Bank Austria seit Ende der 80er Jahren die Spaltung Europas in Ost und West zu überwinden. Mit dem "BA/CA Europa Forum", welches am 20. September 2001 zum zweiten Mal in Wien stattfinden wird, hat die Gruppe eine Plattform zum internationalen Gedankenaustausch etabliert. Internationale Spitzenpolitiker und Wirtschaftkapitäne aus dem In- und Ausland werden heuer zum Thema "Das neue Europa. Aufbruch in eine gemeinsame Zukunft" diskutieren. Darunter Benita Ferrero-Waldner, Ramón de Miguel y Egea, Slavko Linic, Klaus Liebscher, Mitja Gaspari oder György Szapáry.

Rückfragen: Bank Austria Group Public Relations

Peter N. Thier, Tel. 71191 DW 57126;

E-Mail: peter.thier@bankaustria.com