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20.2.2001

News aus dem Asset Management der Bank Austria: Positive Signale für den US-Markt dringend erwartet

US-Markt kann die Gewinne von Jänner nicht halten
Einzelhandelswerte als mögliche Wegweiser
Langfristig sollte sich Bild wieder aufhellen
US-Markt konnte Tempo nicht halten

Nach einem äußerst starken Start in das neue Jahr – die Nasdaq legte im Jänner 12 % zu – konnte das Tempo an der Wall Street im Februar nicht gehalten werden.

Zu den etwas enttäuschten Zinshoffnungen kommen noch die anhaltenden Spannungen im Nahen und Mittleren Osten, die einer nachhaltigen Entspannung beim Ölpreis im Weg stehen. Die makro-ökonomischen Faktoren sprechen also im Moment nicht unbedingt für den Markt.

Als zusätzliche Belastungsfaktoren wirkten auch die teilweise enttäuschenden Unternehmensergebnisse (Cisco, Nortel), die weiterhin auf eine Verlangsamung bei den Investitionen in Technologie hinweisen.

Somit werden die Gewinnerwartungen für das laufende Jahr ständig nach unten revidiert: für den S&P 500 geht man im Moment von Zuwachsraten um die 5-6 % für 2001 aus, in der Technologie liegen die Erwartungen für das erste Halbjahr bei einem Rückgang von 10 %. Noch im Jänner waren viele Marktteilnehmer davon ausgegangen, dass die Erholung der Wirtschaft in der 2. Jahreshälfte rasch und nachhaltig sein werde - mittlerweile herrscht schon mehr Skepsis, vor allem bezüglich des Timing. Man fürchtet, dass die Abkühlung länger dauern könnte als ursprünglich angenommen.

Einzelhandelstitel als sensible Indikatoren für den Gesamtmarkt

Zwischen der Performance von amerikanischen Einzelhandelsaktien und der des Marktes insgesamt ist ein interessanter Zusammenhang zu verzeichnen: Die 35 Einzelhandelsaktien im S&P 500 (dazu gehören Namen wie WalMart, Sears oder Gap) haben zwischen April und Oktober letzten Jahres 30% verloren – sie nahmen damit die schlechte Performance des Marktes im 4. Quartal 2000 vorweg. Seit dem Tief im Oktober haben die Einzelhandelsaktien aber 24% zugelegt – und jetzt hoffen die Anleger, dass die Branche auch auf dem Weg nach oben eine Vorreiterrolle übernimmt.

Einzelhändler gehören zu den sog. frühzyklischen Aktien, das heißt, sie reagieren besonders früh auf eine wirtschaftliche Abkühlung, aber auch auf Zinssenkungen. Somit lautet also eine mögliche Annahme: Die Einzelhandelswerte haben auf dem Weg in die Korrektur früher als der Gesamtmarkt reagiert, sie könnten es auch auf dem Weg in die Erholung tun.

Fazit:

Im Februar gelang den amerikanischen Aktienmärkten keine wirklich überzeugende Performance, die Gewinne vom Jänner wurden rasch wieder abgegeben. Im Moment fehlen etwas die positiven Katalysatoren: Eine Zinssenkung steht nicht unmittelbar im Raum, obwohl wir mit weiteren Senkungen rechnen und die Ergebnisse für das 4. Quartal 2000 sind im wesentlichen gemeldet.

Der Markt braucht jetzt Hinweise, dass sich die Lage aufhellt, sei es, weil die Wirtschaft wieder Tritt fasst, oder sei es im Rahmen einzelner positiver Unternehmensmeldungen.

Wir bleiben bei unserer grundsätzlich positiven Haltung zum US-Markt und sind auch langfristig von einer Wiederbelebung der Technologie überzeugt. Man muss allerdings sehen, dass das Umfeld im Moment noch von hohen Unsicherheiten geprägt ist, die nachhaltige Kursavancen immer wieder stoppen.

Rückfragen: Bank Austria Asset Management

Monika Rosen, Tel. 33 147 DW 5403