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13.4.2001

Internationaler Fahrzeugbau 2000 mit leichter Konjunkturabkühlung

Österreichische Zulieferbetriebe behauptet, Plus bei Beschäftigung
Schwache Autojahre 2001 und 2002 erwartet

Nach dem kontinuierlichen Anstieg der letzten Jahre hat sich die internationale Fahrzeugkonjunktur 2000 erstmals wieder etwas verlangsamt. Dies geht aus dem aktuellen Branchenbericht der Bank Austria Volkswirtschaft über die Fahrzeugzuliefer- und Fahrzeugindustrie hervor. Demnach sank die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im vergangenen Jahr EU-weit um 2,2 Prozent auf 4,3 Millionen Pkw und in Österreich um 1,5 Prozent auf 309.400 Pkw. Vor dem Hintergrund der kräftigen Pkw-Nachfrage in Westeuropa in der zweiten Hälfte der 90er-Jahre markiert diese jüngste Entwicklung vorerst eine Wende.

Seit einem Jahrzehnt werden in Österreich jährlich etwa 280 bis 320.000 neue Pkw angemeldet. Von 1995 bis 1999 sind die Neuzulassungen um durchschnittlich 3 Prozent pro Jahr gestiegen. Gegenwärtig kommen auf 1.000 Einwohner Österreichs 507 Pkw. Die Pkw-Dichte ist dabei in den meisten westeuropäischen Ländern und in den USA etwa gleich hoch. Insgesamt sind in der EU 172 Millionen Pkw sowie 24 Millionen Lkw und Busse registriert, davon 4,1 Millionen Pkw sowie 330.000 Lkw und Busse in Österreich. Seit 1996 haben sich die Umsätze heimischer Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen um 50 Prozent, jene des sonstigen Fahrzeugbaus um 41 Prozent erhöht.

Im Vorjahr hat sich dann das Wachstumstempo (Umsatz: plus 9 Prozent, Produktionsleistung: plus 7 Prozent) geringfügig verringert, wobei die europäische Autoindustrie und somit auch die heimischen Hersteller von Motoren, Getrieben und sonstigen Kfz-Teilen weiterhin von einer kräftigen Exportnachfrage profitierten.

Österreichische Zulieferbetriebe behauptet, Plus bei Beschäftigung

Die Beschäftigungsentwicklung und die Investitionspläne belegen, dass die österreichischen Zulieferer stark positioniert sind und vom Abschwung der internationalen Fahrzeugkonjunktur bis dato verschont blieben. Noch 2000 ist die Zahl der Beschäftigten in der Erzeugung von Kraftwagen(-teilen) und im sonstigen Fahrzeugbau um durchschnittlich 4 Prozent gestiegen (Sachgütererzeugung: minus 1 Prozent). Das Tempo des Beschäftigungswachstums hat im Jahresverlauf zwar etwas nachgelassen, allerdings wurde im Februar 2001 wieder ein Plus von durchschnittlich 4 Prozent in der Fahrzeugerzeugung registriert.Die Investitionspläne der Unternehmen für 2001 kündigen ebenfalls keinen nennenswerten Konjunkturabschwung an. Nach einer deutlichen Ausweitung von 5 Milliarden Schilling auf 6,6 Milliarden Schilling im Jahr 2000, zeigen sich die Unternehmen heuer bei den geplanten Investitionen nur vereinzelt vorsichtiger.

Schwache Autojahre 2001 und 2002 erwartet

Aufgrund ihres engen Kontaktes zur deutschen Kfz-Industrie, die rund die Hälfte aller österreichischen Exporte in den EU-Raum abnimmt und die ihre Produktionsleistung um insgesamt 10 Prozent gesteigert hat, konnte sich die heimische Zulieferindustrie 2000 relativ erfolgreich von den Schwächeanfällen der internationalen Automobilkonjunktur abkoppeln. Dabei dürfte die stabile und hoch produktive Struktur der Branche mit Ausschlag gebend für den Erfolg der österreichischen Zulieferindustrie sein. Es ist aber unwahrscheinlich, dass sich die heimischen Zulieferer der schlechten Marktentwicklung, die 2001 in Westeuropa erwartet wird, zur Gänze wird entziehen können.

In Westeuropa muss 2001/02 mit einem Absatzrückgang bei Pkw von durchschnittlich 5 Prozent gerechnet werden. Zusätzliche Probleme bereitet die kränkelnde US-Konjunktur, wo ein Verkaufsrückgang bei Pkw von bis zu 10 Prozent 2001 und weiteren 8 Prozent 2002 prognostiziert wird. Nordamerika und Japan nehmen 43 Prozent bzw. 10 Prozent der automobilen Exporte aus der EU ab. Zudem erwarten die amerikanischen Lkw-Erzeuger im laufenden Jahr ein Absatzminus von 15 bis 20 Prozent. Die Märkte in Osteuropa und Asien werden die Einbußen 2001/02 nicht kompensieren können.

Rückfragen: Bank Austria Group Public Relations

Tiemon Kiesenhofer, Tel. 711 91 DW 528 19;

E-Mail: tiemon.kiesenhofer@bankaustria.com