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26.1.2001

Bank Austria/Creditanstalt Group Treasury: Zins- und Wechselkursprognose 2001

Unsicherheit bleibt in den nächsten Wochen marktbestimmend
Deutliche Zinssenkungen in den USA (erster Schritt 31. Jänner), kleine Senkung im Euroland
EURO erreicht Parität im Prognosehorizont und legt gegen alle anderen Hauptwährungen zu

Um die Jahreswende haben sich die US-Aktienmärkte in Weltuntergangsstimmung präsentiert. Wirtschaftsprognosen wurden laufend nach unten revidiert und die Stimmen, die eine Rezession heraufbeschworen, wurden immer lauter. Kracht es in der US-Wirtschaft tatsächlich und welche Auswirkungen müssen auf Zinsen und Wechselkurse erwarten werden ?

Die meisten Prognosen gehen für das Jahr 2001 von einer deutlichen Wachstumsabschwächung aber von keiner Rezession aus. Diese Verlangsamung wird aber – offensichtlich –umso schwerwiegender empfunden, als die USA seit etwa 1992 auf einen steileren Wachstumspfad eingeschwenkt sind und gleichzeitig die Wachstumsraten stabiler waren.

Eine Prognose von 2,5 % Wirtschaftswachstum real (BACA – Prognose) wäre in den Jahren vor 1992 als keine berauschende aber doch als gute Konjunktur gesehen worden. Nach den Raten der letzten Jahre wird diese Zahl von den Kapitalmarktteilnehmern als schwerwiegende Störung empfunden. Die unmittelbaren Auswirkungen auf den EUR/USD und die Zinskurve waren drastisch: stärkerer EUR, Verschiebung der Kurve nach unten und das Einpreisen von deutlichen Zinssenkungen durch die FOMC (die "US-Zentralbank").

"Auch wir gehen von erheblichen Zinssenkungen durch die FED aus. Die erste sollte bereits Mitte nächster Woche erfolgen. Insgesamt sollte die FED in unserem Soft-Landing Szenario die Leitzinsen noch um einen dreiviertel Prozentpunkt in der ersten Jahreshälfte senken", so Mag. Heinz Bednar, Global Head of Fixed Income Research (Bank Austria Creditanstalt Group Treasury).

Auch im Euroland hat sich die Konjunktur eingetrübt, allerdings wird die Wachstumsverlangsamung wesentlich geringer ausfallen als in den USA. Dementsprechend gehen wir von einer kleinen Zinssenkung im Euroland aus, insbesondere auch deshalb, weil sich durch den stärkeren EURO und die wieder niedrigeren Ölpreise im Verbund mit schwächerer Konjunktur die Inflationsrisiken deutlich reduziert haben. Die Renditen für Staatsanleihen sollten in der zweiten Jahreshälfte – mit Blick auf die stärkere Konjunktur 2002 - wieder leicht anziehen.

Grundsätzlich werden die nächsten Wochen und Monate von hoher Volatilität auf den Märkten geprägt bleiben. Erst wenn sich die Anzeichen einer konjunkturellen Stabilisierung mehren, ist auch mit eindeutigeren Trends zu rechnen. Ein gutes Beispiel ist der EUR/USD, der seine Trendwende mit schwachen US-Wirtschaftsdaten begonnen hat, und nicht zuletzt durch die einbrechenden US-Aktienmärkte an Fahrt gewonnen hat. Die, zumindest kurzfristige, Erholung der US-Aktienmärkte hat u.a. dem USD wieder etwas geholfen. Daraus resultiert eine Berg- und Talfahrt (von 0.82 auf 0.96 und zuletzt 0.92) für die früher ganze Konjunkturzyklen notwendig waren. Letztlich werden sich aber die fundamentalen Entwicklungen durchsetzen und EUR/USD Auftrieb verleihen. Der EUR dürfte heuer insgesamt zum Gewinner gegenüber den anderen Hauptwährungen werden.

Rückfragen: Bank Austria Group Public Relations

Roman Jost, Tel. 711 91, DW 56150

E-Mail: roman.jost@bankaustria.com