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29.3.2001

Rekordergebnis der Bank Austria im Jahr 2000: Vorsteuergewinn auf über 9 Milliarden Schilling gesteigert

Jahresüberschuss vor Steuern steigt um 12,8 Prozent auf 662 Millionen Euro
Konzernjahresüberschuss steigt um 16 Prozent auf 592 Millionen Euro
ROE von 11,9 auf 13,1 Prozent erhöht, 2001-Ziel bereits übertroffen
Inländisches Kundengeschäft stark verbessert
CEE-Töchter steigern Gewinn um 40 Prozent
Ziele für CEE-Töchter bis 2005: Steigerung des ROE auf 30 Prozent, Erhöhung des Anteils am Gewinn der Bank Austria-Gruppe auf 50 Prozent

Die Bank Austria-Gruppe hat im Jahr 2000 das Rekordergebnis des Vorjahres deutlich verbessert und einen Vorsteuergewinn von 662 Millionen Euro erzielt. Sehr erfreulich hat sich vor allem das Kundengeschäft in Österreich und Mittel- und Osteuropa entwickelt: Es konnte den Gewinn mehr als verdoppeln. Bank Austria-Vorstandsvorsitzender Gerhard Randa: "Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Wir werden nun – mit der Kraft des drittgrößten Bankkonzerns Europas im Rücken – unsere führende Stellung in unseren Heimatmärkten Österreich und CEE weiter kräftig ausbauen."

Die Nummer eins in Österreich und Mittel- und Osteuropa

Die Bank Austria-Gruppe hat im Jahr 2000 eine wichtige Weichenstellung getroffen. Durch das Zusammengehen mit der HypoVereinsbank (HVB) hat die Bank Austria-Gruppe ihre Ressourcen für eine expansive Strategie auf ihren Kernmärkten erheblich erhöht. "Der Merger mit der HVB ist ein offensiver Schritt", so Bank Austria-Vorstandsvorsitzender Gerhard Randa. "Als Teil der HVB Group haben wir jetzt noch mehr Know-how und noch mehr Kapitalkraft für unsere Wachstumsstrategie in Österreich und CEE."

Das Expansionskonzept der Bank Austria-Gruppe besteht aus drei Kernelementen:

Umsetzung des Bank der Regionen-Konzeptes
Die Bank Austria übernimmt innerhalb der HVB Group die Rolle der Leitgesellschaft für Österreich und den CEE-Raum. Ihre Aktivitäten außerhalb dieser Kernregion gibt die Bank Austria an die HVB ab. Im Zuge dieser Arbeitsteilung werden die Einheiten von Bank Austria und HVB in den einzelnen Märkten zusammengeführt, Überlappungen bereinigt und Synergien gehoben. In Österreich hält die Bank Austria-Gruppe an der erfolgreichen Zwei-Marken-Strategie fest. Sie konzentriert sich stark auf das ertragreiche Provisionsgeschäft – Stichwort: Asset Management – und setzt im Privatkundengeschäft auf ein innovatives Multi-Channel-Konzept.
Wachstumsoffensive in Mittel- und Osteuropa
Die Bank Austria ist ein Osteuropa-Pionier. Sie ist seit mehr als 10 Jahren in dieser Region aktiv und verfügt über große Erfahrung und dementsprechendes Management-Know-how. Sie hat ihr Netzwerk in Mittel- und Osteuropa konsequent, Schritt für Schritt ausgebaut. Dieses Netzwerk arbeitet professionell nach westlichen Standards - und: Es ist bereits hochprofitabel. Im vergangenen Jahr steigerten die CEE-Töchter der Bank Austria den Vorsteuergewinn um 39 Prozent auf 138 Millionen Euro und erzielten einen ROE von über 21 Prozent. Mit den Einheiten der HVB umfasst das CEE-Netz der Bank Austria 751 Niederlassungen und beschäftigt 18.600 Mitarbeiter. Die Marktanteile in den einzelnen Ländern liegen zwischen 5 und 10 Prozent. Die Bilanzsumme beträgt mehr als 18 Milliarden Euro.

Die Bank Austria fährt in Mittel- und Osteuropa einen fokussierten Universalbank-Ansatz: Sie konzentriert sich auf gehobene Privat- und Geschäftskunden, überregional agierende Großkunden und dynamische Mittelstands-Unternehmen. Das Segment International Markets bietet institutionellen Großkunden in der Region den Zugang zu den globalen Finanzmärkten.

Der Markt für Bankgeschäfte entwickelt sich in der gesamten CEE-Region dynamisch. Dadurch bietet sich der Bank Austria ein enormes Wachstumspotenzial: Allein in Polen – mit knapp 40 Millionen Einwohnern, der mit Abstand größte Markt der Region, an dem die Bank Austria bereits einen Anteil von 10 Prozent hält – wächst das Bankgeschäft über 15 Prozent pro Jahr. Das CEE-Netzwerk soll bis zum Jahr 2005 seinen Anteil am Gewinn der Bank Austria-Gruppe von derzeit 20 Prozent auf 50 Prozent steigern. Der ROE vor Steuern soll bis 2005 von rund 20 Prozent auf 30 Prozent verbessert werden.
Synergien im IT-Bereich
Eine gemeinsame Systementwicklung für die gesamte HVB Group wird beträchtliche Synergien im IT-Bereich bringen. Die Expertise, über die die Bank Austria im IT-Bereich verfügt, wird im Konzern weiter gestärkt: Ab Mitte dieses Jahres werden in Wien und an einem zweiten Standort der Bank Austria-Gruppe in Mittel- und Osteuropa Kompetenzzentren für die Entwicklung von Software für die gesamte HVB Group angesiedelt. Eine ganze Reihe von Verantwortungen werden in diesem Zusammenhang von München nach Wien verlagert.
 
Jahresabschluss 2000 der Bank Austria Gruppe

Jahresüberschuss vor Steuern steigt um 12,8 Prozent auf 662 Millionen Euro

Die Bank Austria-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2000 ein Rekordergebnis erzielt und den Jahresüberschuss vor Steuern um 12,8 Prozent auf 662 Millionen Euro gesteigert (1999: 587 Millionen Euro). Der Konzernjahresüberschuss stieg sogar um 15,6 Prozent auf 592 Millionen Euro (1999: 512 Millionen Euro).

ROE-Ziel für 2001 bereits übertroffen

Die Bank Austria-Gruppe hat im Jahr 2000 ihr ROE-Ziel für das Jahr 2001 übertroffen: Der Return-on-Equitiy (ROE) nach Steuern stieg von 11,9 Prozent im Jahr 1999 auf 13,1 Prozent (2001-Ziel: über 12 Prozent). Die Cost-Income-Ratio sank von 71,7 Prozent auf 66,7 Prozent (2001-Ziel: unter 65 Prozent). Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich von 4,45 Euro auf 5,17 Euro (2001-Ziel: 5,8 Euro).

Ergebnisstruktur verbessert sich deutlich

Sehr positiv hat sich die Ergebnisstruktur entwickelt, da sich die nachhaltigen Ertragspositionen deutlich verbessert haben: Der Nettozinsertrag – also das Zinsergebnis aus dem operativen Geschäft – stieg um 7,8 Prozent auf 1.784 Millionen Euro (1999: 1.654 Millionen Euro). Der Zinsüberschuss erhöhte sich insgesamt sogar um 10,1 Prozent auf 2.240 Millionen Euro (1999: 2.034 Millionen Euro), besonders gestützt von höheren Dividendenerträgen.

Provisionsüberschuss steigt um 11 Prozent

Die gute Entwicklung im Asset Management führte zu einer deutlichen Steigerung des Provisionsüberschusses um 11 Prozent auf 862 Millionen Euro (1999: 777 Millionen Euro). Bank Austria-Vorstandsvorsitzender Randa: "Unser Maßnahmenpaket zur Steigerung der Erträge hat gegriffen. Wir liegen über dem Plan."

Starkes Kundengeschäft in den Kernmärkten

Die Verbesserung der Ergebnisstruktur wurde von einer hervorragenden Entwicklung im Kundengeschäft in den Kernmärkten der Gruppe getragen: Das inländische Privatkundengeschäft konnte den Jahresüberschuss vor Steuern von 10 Millionen Euro auf 157 Millionen Euro steigern, das Segment der Inlands-Firmenkunden legte um 51 Prozent auf107 Millionen Euro zu und die CEE-Töchter verbesserten den Vorsteuergewinn um 39 Prozent auf 138 Millionen Euro. Insgesamt haben diese drei Geschäftsbereiche den Vorsteuergewinn auf 402 Millionen Euro mehr als verdoppelt (1999: 181 Millionen Euro) und mehr als 60 Prozent zum Ergebnis der Bank Austria-Gruppe beigesteuert.

Handelsergebnis: unter dem Vorjahreswert

Das Handelsergebnis lag aufgrund der Turbulenzen auf den internationalen Kapitalmärkten gegen Ende des Jahres um 26,9 Prozent unter dem guten Wert des Jahres 1999 (1999: 187 Millionen Euro). Es lieferte mit 137 Millionen Euro aber dennoch einen signifikanten Ergebnisbeitrag.

Sonstige betrieblicher Erfolg: deutlicher Anstieg

Um 80,3 Prozent auf 248 Millionen Euro erhöhte sich die Position "Sonstiger betrieblicher Erfolg" (1999: 138 Millionen Euro). In dieser Position sind Erlöse aus Beteiligungsverkäufen enthalten. Die Bank Austria-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2000 ihre Strategie, sich gezielt von Nicht-Bank-Beteiligungen zu trennen, konsequent fortgeführt.

Kosten im Griff: Verwaltungsaufwand stabil

Der Personalaufwand stieg im Jahr 2000 leicht um 2,6 Prozent auf 1.242 Millionen Euro. Der Personalstand in den drei AGs Bank Austria, Creditanstalt und BA/CA-International wurde um weitere 3 Prozent auf 12.762 Mitarbeiterkapazitäten reduziert.

Der sonstige Verwaltungsaufwand sank um 2,3 Prozent auf 782 Millionen Euro. Insgesamt blieb der Verwaltungsaufwand mit einem minimalen Anstieg von 0,5 Prozent auf 2.159 Millionen Euro (1999: 2.149 Millionen Euro) praktisch stabil. Im Jahr 2001 wird der Verwaltungsaufwand auf diesem Niveau weiter stabilisiert. Seit 1996 ist der Verwaltungsaufwand in der Bank Austria-Gruppe durch ein konsequentes Kostenmanagement insgesamt nur um 4,5 Prozent gestiegen. Der Anteil des Verwaltungsaufwandes an der Bilanzsumme wurde in dieser Zeit von 2 Prozent auf 1,3 Prozent heruntergeschraubt. Randa: "Das ist ein Wert, der sich sehen lassen kann. Die harte Arbeit der vergangenen Jahre hat sich ausgezahlt, wir haben die Kosten im Griff."

Risikovorsorgen: differenzierte Entwicklung in den einzelnen Märkten

Nachdem die erfolgswirksamen Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 1999 deutlich um 354 Millionen Euro zurückgeführt wurden, stiegen sie im Geschäftsjahr 2000 wieder um 266 Millionen Euro oder 66,5 Prozent auf 666 Millionen Euro an (1999: 400 Millionen Euro). Der Aufwand betraf fast ausschließlich das bilanzwirksame Kreditgeschäft. Die tendenziell verschlechterte Risikolage führte im Inland zu einem Anstieg der Vorsorgen um 238 Millionen Euro auf 519 Millionen Euro. Im Ausland ergab sich, entsprechend der unterschiedlichen konjunkturellen Entwicklung in den einzelnen Märkten, ein differenziertes Bild: Während in den USA die Verschlechterung des Wirtschaftsklimas, unter der auch namhafte US-Großbanken gelitten haben, zu einer Erhöhung des Risikoaufwandes um 55 Millionen Euro auf 143 Millionen Euro führte, blieb der Vorsorgebedarf in den CEE-Ländern auf dem niedrigen Stand von 8 Millionen Euro.

Solide Eigenmittelausstattung

Das Kernkapital der Bank Austria-Gruppe erhöhte sich um 8,9 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro (1999: 4,5 Milliarden Euro). Die Eigenmittel stiegen um 24,7 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro (1999: 7,3 Milliarden Euro). Damit verfügt die Gruppe über eine solide Eigenmittelausstattung. Die Kernkapitalquote beträgt nun 6,1 Prozent, die Eigenmittelquote liegt bei 10,3 Prozent.

Gezielter Wachstumskurs

Die Bank Austria-Gruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr einen gezielten Wachstumskurs verfolgt und die Bilanzsumme um 17,9 Prozent erhöht – wobei rund 4 Prozentpunkte auf die erstmalige Konsolidierung der polnischen Tochterbank PBK entfallen. Die Bilanzsumme der Gruppe betrug zum 31. Dezember 2000 165 Milliarden Euro, gegenüber 140 Milliarden Euro im Jahr davor.

Auf der Aktivseite der Bilanz verteilt sich diese Steigerung folgendermaßen: Die Forderungen an Kreditinstitute stiegen um 34,1 Prozent auf 39,4 Milliarden Euro (1999: 29,4 Milliarden Euro). Die Forderungen an Kunden erhöhten sich um 10,3 Prozent auf 82,3 Milliarden Euro (1999: 74,6 Milliarden Euro).

Die Position Risikovorsorge erhöhte sich um 21,6 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro (1999: 2,3 Milliarden Euro). Die zu aktuellen Marktpreisen bewerteten Handelsaktiva nahmen um 42,8 Prozent auf 14,3 Milliarden Euro zu (1999: 10 Milliarden Euro).

Auf der Passivseite der Bilanz stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 10,6 Prozent auf 59,1 Milliarden Euro (1999: 53,4 Milliarden Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erhöhten sich in Folge einer stärkeren Inanspruchnahme des Geldmarktes relativ stark um 26,6 Prozent auf 53 Milliarden Euro (1999: 41,9 Milliarden Euro). Die verbrieften Verbindlichkeiten stiegen ebenfalls zweistellig um 20,7 Prozent auf 31,3 Milliarden Euro (1999: 25,9 Milliarden Euro).

Transparente Segmentberichterstattung

Gemäß den IAS-Vorschriften veröffentlicht die Bank Austria-Gruppe detaillierte Ergebniszahlen ihrer fünf Geschäftsfelder: Inländische Privatkunden, Inländische Firmenkunden, Internationales Geschäft, Financial Markets, Beteiligungen.

Inländische Privatkunden    

Dieses Geschäftsfeld umfasst die Privatkundenbereiche von Bank Austria und Creditanstalt, die vollkonsolidierten Kapitalanlagegesellschaften, die BANKPRIVAT, die Kreditkartengesellschaft VISA und die Wohnbaubanken.

Das Inländische Privatkundengeschäft hat sich im vergangenen Jahr enorm gesteigert. Dies bestätigt den Erfolg der Zwei-Marken-Strategie, die die Gruppe seit 1997 konsequent umsetzt. Der Jahresüberschuss stieg mehr als deutlich von 10 Millionen Euro auf 157 Millionen Euro. Das Geschäftsfeld hat damit 24 Prozent zum Vorsteuergewinn der Bank Austria-Gruppe beigesteuert – dies ist ein hervorragender Wert, wenn man berücksichtigt, dass nur 10 Prozent des Eigenkapitals im Privatkundengeschäft gebunden sind.

Der ROE vor Steuern lag dementsprechend auf dem sehr guten Wert von fast 36 Prozent. Die Cost/Income-Ratio – im Privatkundengeschäft eine sehr wichtige Kennzahl – konnte ebenfalls deutlich verbessert werden: sie sank von über 90 Prozent auf unter 80 Prozent. In den kommenden Jahren soll dieser Wert weiter gesenkt werden.

Das gute Ergebnis im Jahr 2000 wurde vor allem durch die hervorragende Entwicklung im Zinsgeschäft und im Provisionsgeschäft getragen. Der Zinsüberschuss stieg um 26 Prozent auf 825 Millionen Euro (1999: 656 Millionen Euro). Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 16 Prozent auf 439 Millionen Euro (1999: 377 Millionen Euro).

Der Anstieg des Provisionsüberschusses spiegelt den Trend zu Wertpapierveranlagungen wider, der mittlerweile auch am österreichischen Markt deutlich zu spüren ist. Die Bank Austria-Gruppe konnte im vergangenen Jahr die "assets under management" – also das Volumen der im Auftrag von Kunden verwalteten Wertpapiere – um 17 Prozent auf 28,3 Milliarden Euro steigern. Damit ist die Gruppe Marktführer in Österreich.

Die Bank Austria-Gruppe setzt im Privatkundengeschäft auf ein innovatives Multi-Channel-Konzept. Die Kunden haben hier die Möglichkeit, ihre Bankgeschäfte über drei verschiedene Vertriebskanäle abzuwickeln – den stationären Vertrieb (Filialen), den mobilen Vertrieb (mobile Berater) und den Direktvertrieb (Internet, Telefon). Das Konzept der Bank Austria geht davon aus, dass sich das Privatkundengeschäft in den kommenden Jahren zunehmend in Richtung mobiler Vertrieb und Direktvertrieb verschieben wird.

Bereits jetzt entwickelt sich das Internet-Banking der Gruppe sehr dynamisch: Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der privaten Online-User in Bank Austria und Creditanstalt um über 100 Prozent von 80.000 auf 179.000. Inklusive der Firmenkunden waren es sogar 205.000 User. Die Zahl der Online-Konten lag Ende des Jahres 2000 bereits bei 510.000. Das klassische Online-Banking wird durch maßgeschneiderte Online-Brokerage-Services ergänzt. Den Kunden der Bank Austria steht hier der "Bank Austria Online Tr@der" zur Verfügung. Die CA-Kunden können ihre Wertpapiergeschäfte über den "CA-DiskountBroker" abwickeln. In Mittel- und Osteuropa besitzt die Bank Austria-Gruppe mit ihrer Tochter Caibon über den führenden Online-Broker.

Inländische Firmenkunden

Auch im Firmenkundengeschäft hat sich die Zwei-Marken-Strategie im Vorjahr bewährt. Die Bank Austria-Gruppe hat ihre dominante Marktstellung im österreichischen Firmenkundengeschäft festigen und ihre Profitabilität steigern können.

Der Jahresüberschuss vor Steuern erhöhte sich um 51 Prozent auf 107 Millionen Euro (1999: 71 Millionen Euro). Der ROE vor Steuern stieg von 5 auf 7,2 Prozent.

Dieser Wert ist im Hinblick auf die Vorgaben für die gesamte Gruppe sicher noch verbesserungs-würdig. Durchaus zufriedenstellend ist jedoch die Entwicklung der Cost/Income-Ratio, die auf unter 60 Prozent gesenkt werden konnte.

Die hervorragende Marktstellung der Gruppe zeigt sich praktisch in sämtlichen Marktsegmenten: Zum Jahresende betreuten die beiden Banken rund 38.000 Kunden.

Jeder zweite österreichische Mittelbetrieb ist Kunde der Bank Austria-Gruppe, bei den Großbetrieben sind es sogar 85 Prozent. Im Bereich der Projektfinanzierungen kommt die Gruppe auf einen Marktanteil von über 60 Prozent. Ähnlich ist es bei den Exportfinanzierungen.

Durch den Zusammenschluss mit der HVB wird das Firmenkundengeschäft der Bank Austria weiter gestärkt. Der Bank Austria steht nun das gebündelte Know-how und die Finanzkraft der drittgrößten Bankengruppe Europas zur Verfügung. Wie die HVB wird auch die Bank Austria in Zukunft einen Integrated Corporate Finance-Ansatz verfolgen. Dies bedeutet, dass den Firmenkunden der Gruppe sämtliche Dienstleistungen – vom klassischen Kreditgeschäft bis zu strukturierten Produkten auf der Emissionsseite oder innovativen Projektfinanzierungen – aus einer Hand geboten werden. Damit wird sich die Service-Qualität für die Kunden spürbar erhöhen.

Internationales Geschäft

Das Segment "Internationales Geschäft" umfasst die Auslandsfilialen und -töchter der Bank Austria im Kommerzgeschäft – darunter die CEE-Tochterbanken – sowie das internationale Geschäft der BA/CA-Leasing und die CA IB Investmentbank; nicht aber die Treasury-Filialen, die in das Geschäftsfeld Financial Markets einbezogen sind.

Das Internationale Geschäft lag mit einem Jahresüberschuss vor Steuern von 107 Millionen Euro deutlich unter dem ausgezeichneten Vorjahresergebnis von 249 Millionen Euro. Hierfür waren mehrere Faktoren verantwortlich: Einerseits blieb der Zinsüberschuss um 45 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahres. Anderseits waren – vor allem in den USA – deutlich höhere Risikovorsorgen notwendig. Die brasilianische Banco BBA, an der die Bank Austria 48 Prozent hält, erzielte zwar erneut ein gutes Ergebnis, blieb aber unter dem Rekordgewinn des Vorjahres.

CEE-Töchter steigern Gewinn um 39 Prozent

Die Tochterbanken in Mittel- und Osteuropa – sie bilden das Herzstück der internationalen Aktivitäten der Gruppe – konnten dagegen ihr Ergebnis deutlich verbessern. Der Jahres-überschuss vor Steuern stieg um 39 Prozent auf 138,2 Millionen Euro. Der ROE vor Steuern lag erneut über 20 Prozent. Die Cost/Income-Ratio wurde von 55 Prozent auf den sehr kompetitiven Wert von 51 Prozent gesenkt. Das gute Ergebnis wurde durch die ausgezeichnete Entwicklung beim Zinsüberschuss mit einem Plus von 13 Prozent auf 187 Millionen Euro getragen. Auch das Handelsergebnis lag in dieser Region mit 41 Millionen Euro und einem Plus von 46 Prozent signifikant über dem Vorjahr.

Die Bank Austria wird bis zum Sommer des laufenden Jahres ihre eigenen Tochterbanken mit den Aktivitäten der HVB zusammenführen (in Polen bis Anfang 2003). Sie betreibt dann das führende Bankennetz in der Region mit 751 Geschäftsstellen und 18.600 Mitarbeitern. Die Marktanteile in den einzelnen Ländern liegen zwischen 5 und 10 Prozent. Die Bilanzsumme beträgt mehr als 18 Milliarden Euro. Das Ziel ist, diese hervorragende Position in CEE in den nächsten Jahren kräftig auszubauen und dabei die Profitabilität weiter zu steigern. Bis zum Jahr 2005 soll der ROE vor Steuern auf 30 Prozent erhöht werden.

Financial Markets

Dieses Geschäftsfeld umfasst in erster Linie das Group Treasury der Bank Austria mit dem Handel auf den Devisen-, Geld- und Fixed-Income-Märkten. Darüber hinaus sind auch der Aktienhandel sowie die Führung der Aktienpositionen des Handelsbestandes und des sonstigen Finanzumlaufvermögens in diesem Segment enthalten.

Der Jahresüberschuss vor Steuern ging – bedingt vor allem durch das schwierige letzte Quartal des Jahrs 2000 – um 20 Prozent auf 90 Millionen Euro zurück. Auch der Zinsüberschuss lag mit 111 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 217 Millionen Euro. Erfreulich war hingegen die Steigerung des Provisionsüberschusses um 30 Prozent, das Handelsergebnis lag demgegenüber wieder um 30 Prozent unter dem Wert für 1999.

Die überdurchschnittlich hohe Cost/Income-Ratio von 112 Prozent ist betriebswirtschaftlich insofern verzerrt, als die Verkaufserlöse im sonstigen Finanzumlaufvermögen (d. s. jene Bestände, die weder Handelsbestand noch Finanzanlagevermögen darstellen) nicht in dieser Kennzahl enthalten sind. Aufgrund der gegenüber 1999 deutlich geänderten Zinskurve wurde das geringere Ergebnis im kurzfristigen Zinsgeschäft im Jahr 2000 durch Veräußerungen aus dem sonstigen Finanzumlaufvermögen kompensiert. Bei Berücksichtigung dieser Ertragskomponente würde die Cost/Income-Ratio im Jahr 2000 dieselbe Höhe wie für 1999 betragen.

Insgesamt waren die Devisen-, Geld- und Kapitalmärkte 2000 geprägt von der Euroschwäche, einem radikalen Stimmungswechsel gegenüber der New Economy und einer restriktiven Zinspolitik der Notenbanken. Auf den Rentenmärkten stand das Jahr 2000 wieder im Zeichen großvolumiger Corporate-Bond-Emissionen. Dabei konnten sowohl bei den Bank- als auch Unternehmensanleihen sehr gute Ergebnisse erzielt werden. Insgesamt konnte die Bank Austria-Gruppe ihre gute Position im internationalen Syndikats- und Emissionsgeschäft behaupten.

Beteiligungen

Diesem Segment sind die Nicht-Bank-Beteiligungen der Bank Austria-Gruppe zugeordnet; Unternehmen, deren Geschäftsinhalt nicht zum Kerngeschäft der Bank gehört. Die Bank Austria-Gruppe verfolgt seit Jahren die Strategie, sich aus derartigen Beteiligungen zurückzuziehen. Diese Strategie hat sie auch im Jahr 2000 konsequent umgesetzt.

Die Erträge, die in diesem Geschäftsfeld erzielt werden, stammen aus den laufenden Ausschüttungen der Beteiligungen sowie aus Erlösen aus Beteiligungsverkäufen. Im abgelaufenen Jahr hat das Segment wesentlich zum Geschäftserfolg der Gruppe beigetragen. Der Jahresüberschuss lag mit 359 Millionen Euro um 58 Prozent über dem Vorjahreswert von 227 Millionen Euro.

Rückfragen: Bank Austria Group Public Relations

Martin Hehemann, Tel. 711 91 DW 57007;

E-Mail: martin.hehemann@bankaustria.com