03.09.1999

Bank Austria heuer erstmals Hauptsponsor der Beteiligungsmesse

  • Private Equity stärkt die Eigenkapitalbasis
  • Beteiligungsmarkt in Österreich mit hohen Zuwachsraten

Verglichen mit anderen europäischen Ländern und den Vereinigten Staaten steckt der Beteiligungsmarkt in Österreich zwar noch in den Kinderschuhen, wie eine Studie von Price Waterhouse Cooper deutlich macht. 1998 machten die Private-Equity-Investments nur 0,03 % des österreichischen BIP aus. Das ist lediglich ein Sechstel des europäischen Durchschnitts.

"Die Steigerungsraten im heimischen Private Equity-Geschäft können sich aber durchaus sehen lassen", so Dkfm. Klaus Haberzettl, Ressortleiter Firmenkunden der Bank Austria. Wurden 1996 erst 4 Investments mit einem Gesamtvolumen von 13 Millionen Schilling getätigt, gab es im Vorjahr bereits 93 Beteiligungen mit einem Wert von 694 Millionen Schilling (Studie Price Waterhouse). "Wir müssen alles daran setzen, um mit der europäischen Entwicklung Schritt zu halten," gibt sich Haberzettl optimistisch.

Und auch die Zahl der österreichischen Beteiligungsgesellschaften ist in den letzten Jahren sprunghaft auf über 40 institutionelle Investoren - vorwiegend Banken und Versicherungen - gewachsen.

Waren es vor einigen Jahren noch ausschließlich mittelgroße Computer-, Software- oder andere High-Tech-Unternehmen, die sich Chancen auf eine Beteiligung durch Venture Capital Fonds ausrechenen durften, hat sich der Markt in letzter Zeit stark gewandelt. Heute bietet der Beteiligungsmarkt auch nicht so stark auf Technologie spezialisierten Unternehmen ein differenziertes Angebot. Der zunehmende Konkurrenzkampf verschiedener Venture Capital Fonds und deren unterschiedliche Strategien machen sich für die heimischen Unternehmen positiv bemerkbar.

Umfangreiches Angebot der Bank Austria
Das vielfältige Angebot der Bank Austria: Die BA TFV High Tech Unternehmens Beteiligungs GesmbH hat sich auf den Computer- und High Tech-Bereich spezialisiert.

Der Equity Partner Fund unterstützt beim Aufbau neuer Unternehmen und der Finanzierung von Nachfolgesituationen, andere Schwerpunkte liegen bei Betriebsgrößenüberleitungen und Strukturwandel.

Im Rahmen des Private Equity Fund sind der Gründer- und Gründerinnenfonds, die in Neugründungen bzw. junge Unternehmen investieren, besonders hervorzuheben. Jungen Unternehmen fehlt oft eine ausreichende Eigenkapitalausstattung. Gute Ideen und ein ausgereifter Geschäftsplan reichen meist für eine konventionelle Finanzierungsform nicht aus. Die Bank Austria hat sich mit ihren Fondsmitteln besonders dieser Zielgruppe angenommen.

Verbessertes Instrumentarium zur Bonitätsbeurteilung
In einer sich immer rascher verändernden Wirtschaftssituation unterliegen auch die Maßstäbe für die Beurteilung von Zukunftschancen von Unternehmen einem stetigen Wandel. "Bei der Bonitätsbeurteilung legen wir verstärktes Augenmerk auf qualitative Faktoren. Dazu zählen zum Beispiel Unternehmerpersönlichkeit und Marktstellung. Wir werden einen Teil unserer traditionellen Beurteilungsinstrumentarien weiter verbessern und sie um neue erweitern müssen", ist Haberzettl überzeugt.

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung steht in der Bank Austria mit der Einführung eines neuen Ratingverfahrens unmittelbar bevor. In diesem Verfahren werden stärker als bisher Daten einbezogen, die für die zukünftige Entwicklung von Unternehmen von entscheidener Bedeutung sind, wie zum Beispiel zukünftige Marktaussichten, Konkurrenzentwicklung und strategische Sichtweise des Managements.

Neue Aufgaben und Chancen für Mittelbetriebe
Bei rasch wachsenden Mittelbetrieben werden Börsengang, Kauf von strategischen Partnern und Management Buy-Out zunehmend zu wichtigen Themen. Für eine mehrjährige Überleitungsphase wird die Bank Austria künftig Mittelbetrieben Beteiligungsmittel zur Verfügung stellen, die ihre Finanzierungsbasis in diese und ähnliche Richtungen entwickeln möchten.

Die Bank Austria wird ihre Aktivitäten am Beteiligungssektor sowohl im High-Tech als auch im Bereich Mittelstandsfinanzierung intensivieren und im Herbst auch neue Produkte herausbringen.
"Wir wollen uns bewußt in diesem Sektor stark positionieren. Einerseits ist dieser Geschäftszweig für unser Haus besonders interessant und andererseits bildet er eine sinnvolle Ergänzung unserer Produktpalette für Firmenkunden. Überdies wird auch die österreichische Wirtschaft durch die vermehrte Aufbringung von Private Equity nachhaltig in ihrer Konkurrenzfähigkeit unterstützt ", so Haberzettl resümierend.

Rückfragen: Bank Austria, Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Margit Schmid-Weihs
Tel. 711 91 DW 52371