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06.07.1999

Ungarn ist Wachstumsspitzenreiter in Mittelosteuropa

  • Bank Austria sieht keine negativen Auswirkungen des Kosovo-Konflikts auf Ungarn
  • Sehr gutes Wachstum für das heurige Jahr und für das Jahr 2000 prognostiziert

Das Bruttoinlandsprodukt Ungarns ist 1998 um 5,1 % gewachsen und hat damit den höchsten Zuwachs in der mittelosteuropäischen Region erzielt. Zurückzuführen ist dieses sehr gute Ergebnis in erster Linie auf die starke Steigerung der Exporte und die Zunahme der Investitionen und des privaten Konsums. Sehr erfreulich ist die rückläufige Inflation, die im Jahresdurchschnitt 1998 auf 14,3 % gesunken ist (1997: 18,3 %) und in den ersten drei Monaten des heurigen Jahres bereits unter der Zehn-Prozent-Marke lag. Auch die Arbeitslosenquote hat sich verringert und betrug 1998 nur noch 9,6 % (1997: 10,4 %).

Trotz der dynamischen Entwicklung bei den Exporten hat sich das ungarische Leistungsbilanzdefizit mehr als verdoppelt und erreichte 1998 mit 2,3 Mrd US-Dollar 4,8 % des BIP. Mehr als 60 % dieser Lücke konnten durch den Zustrom von Kapital ausländischer Investoren finanziert werden. Das Leistungsbilanzdefizit auf Grund der reduzierten Exportdynamik 1999 noch höher ausfallen und nur noch zu knapp mehr als der Hälfte mit dem Zufluß von Auslandskapital abgedeckt werden können. Es wird daher zu einer verstärkten Kreditaufnahme im Ausland und damit zu einem Anstieg der Bruttoauslandsverschuldung kommen, die 1999 57 % des BIP erreichen dürfte, was aber immer noch unter dem seinerzeit für die Währungsunion festgelegten Maastricht-Kriterium von 60 % liegt.

Im Zuge der Vorbereitungen eines Beitritts zur EU und wegen der kontinuierlich steigenden Handelsverflechtungen mit den Mitgliedsländern (73 % der ungarischen Exporte gingen 1998 in die EU) hat Ungarn bereits angekündigt, daß ab 1. Januar 2000 nur noch der Euro die Bezugswährung für den Forint sein wird.

Die insgesamt sehr positive wirtschaftliche Entwicklung des vergangen Jahres sollte sich auch heuer fortsetzen. Für 1999 wird Ungarn weiterhin von einer starken Inlandsnachfrage profitieren, jedoch muß angesichts der konjunkturellen Verlangsamung in der Europäischen Union und in den Reformstaaten mit einer Abschwächung der Wachstumsdynamik gerechnet werden.

Negative Auswirkungen der Kosovo-Krise auf Ungarn sind trotz des Wegfalls des Handels mit Jugoslawien und der Beeinträchtigung der Donauschiffahrt wenig wahrscheinlich.

Die Bank Austria prognostiziert für 1999 einen realen Anstiegs des BIP zwischen 3,5 % und 4 %, womit Ungarn weiterhin die Spitzenposition unter den mittelosteuropäischen Reformstaaten einnehmen wird. Auch für 2000 kann wieder ein dynamisches Wachstum der ungarischen Wirtschaft erwartet werden.

Rückfragen: Bank Austria, Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Karl Mauk
Tel. 711 91 DW 51373