12.09.1997

Euro-Quattro-Anleihe der Bank Austria

Ab 15. September 1997 legt die Bank Austria ihre Euro-Quattro-Anleihe zur Zeichnung auf. Dieses Angebot präsentiert sich als einfache und risikolose Veranlagung mit viel "Phantasie". Das gezeichnete Kapital wird zum Devisenkurs zu je 25 % in Italienische Lire, Irische Pfunde und Spanische Peseten umgerechnet und inklusive des restlichen Schilling-Anteils von ebenfalls 25 % ertragreich verzinst. Die Laufzeit der Anleihe endet am 21. April 2002. Die Stückelung beträgt 10.000 Schilling, der Ausgabekurs 100 %. Der amtliche Handel an der Wiener Börse ist geplant.

Am Ende der viereinhalbjährigen Laufzeit werden die verzinsten Währungsbeträge zum jeweils offiziell festgelegten Umrechnungskurs in Euro rückgezahlt. Italien, Irland und Spanien unternehmen derzeit die größten Anstrengungen, um vom Start des Euro weg an der Währungsunion teilnehmen zu können. Aufgrund dieser Bemühungen ist damit zu rechnen, daß die Devisenkurse der betreffenden Währungen gegenüber dem Österreichischen Schilling bis zum 1. Jänner 1999 zumindest gleichbleiben oder eventuell sogar steigen werden.

Damit handelt es sich bei der Euro-Quattro-Anleihe um eine Dauerschuldverschreibung, bei der anstelle der Kuponzahlungen die Differenz zwischen Ausgabekurs und Tilgungskurs tritt. Die Bank Austria verpflichtet sich außerdem, zumindest 110 % des eingesetzten Kapitals zurückzuzahlen. Aus heutiger Sicht rechnen die Experten der Bank Austria jedoch mit einer Rückzahlung von ca. 125 %, was einer jährlichen Rendite von rund 5,2 % entspricht. Es ist aber auch eine maximale Tilgung von bis zu 139 % möglich.