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15.05.1997

Bank Austria erzielte 1996 ausgezeichnetes Ergebnis

Die Bank Austria verzeichnete 1996 operativ eines ihrer besten Ergebnisse. Mit einem Anstieg von 7,0 Prozent konnte beim Betriebsergebnis die 5-Milliarden Schilling-Marke überschritten werden. Dieser solide Erfolg ermöglicht es, für 1996 der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende für die Aktionäre bzw. der Ausschüttung für die Inhaber von Partizipationsscheinen von 10 Prozent auf 12 Prozent vorzuschlagen.

Positiver Trend hielt im 1. Quartal 1997 an

Der äußerst positive Trend hielt in den ersten Monaten des Jahres 1997 an. Die Bank Austria AG konnte im ersten Quartal 1997 das Betriebsergebnis um knapp 29 Prozent auf rund 1,4 Mrd. Schilling anheben. Ausschlaggebend für diese kräftige Steigerung waren ein überdurchschnittlicher Zuwachs im Finanzergebnis und die sehr moderate Zunahme der Betriebsaufwendungen. Das Ergebnis des ersten Quartals kann aber, vor allem aufgrund der Volatilität auf den Finanzmärkten, nicht auf das Gesamtjahr hochgerechnet werden. Besonderes Augenmerk gilt weiterhin dem straffen Kostenmanagement. Die Kostenquote (Aufwand in Prozent der Erträge), die sich in den letzten Jahren merklich verringerte, wird auch heuer weiter gesenkt werden.

Durch den seit März 1997 rechtswirksamen Erwerb der Stimmrechtsmehrheit an der Creditanstalt AG, ergeben sich für die Bank Austria und die Creditanstalt in Zukunft erhebliche Synergie- und damit Einsparungspotentiale. In der Erfolgsrechnung 1997 der Bank Austria Aktiengesellschaft werden diese Faktoren noch keinen signifikanten Niederschlag finden. Mit den ersten konkreten Implementierungsschritten zur Integration von Bank Austria und CA wird noch in diesem Monat begonnen.

Die neue Tochter Creditanstalt und deren Tochterunternehmen werden erstmals im Aktionärsbrief für das erste Quartal 1997 in das Bank Austria-Gruppenergebnis einbezogen. Gemäß der ersten gemeinsamen Zwischenbilanz zum 31. 3.1997 weist die neue Bank Austria-Gruppe bei einer Bilanzsumme von 1.550 Mrd. Schilling ein Betriebsergebnis von rund 3,6 Mrd. Schilling auf.

Bilanzsumme wuchs 1996 kräftig

Die Bilanzsumme der Bank Austria ist im Jahr 1996 gegenüber dem 31.12.1995 um 64,5 Mrd. Schilling bzw. 9,5 Prozent auf 742,4 Mrd. Schilling angewachsen. Der Anteil der Fremdwährungsaktiva an der Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag 34,8 Prozent gegenüber 30,9 Prozent zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres. Der Anteil der Fremdwährungspassiva betrug 38,5 Prozent gegenüber 32,8 Prozent im Jahr 1995.

Betriebserträge plus 5,1 % – Betriebsaufwendungen plus 4,4 %

Das Betriebsergebnis der Bank Austria stieg 1996 trotz schwieriger Rahmenbedingungen im Jahresvergleich um erfreuliche 7,0 Prozent bzw. 340 Mio. Schilling auf rund 5,2 Mrd. Schilling. Die Betriebserträge konnten um 5,1 Prozent auf 18,4 Mrd. Schilling angehoben werden. Die Finanzgeschäfte leisteten mit einem Zuwachs des Nettoergebnisses von mehr als 50 Prozent auf rund 1,4 Mrd. Schilling auch 1996 einen beachtlichen Beitrag zum Gesamtergebnis. Aufgrund der nach wie vor angespannten Wettbewerbssituation war beim Nettozinsertrag nur eine geringfügige Erhöhung zu verzeichnen.

Das Auslandsgeschäft trug wieder substantiell zum Erfolg der Bank bei. Die Auslandsfilialen (London, New York, Hongkong, Moskau) der Bank Austria – seit August 1996 durch die Filiale Singapur verstärkt – erwirtschafteten gemeinsam mit den Auslandstöchtern 1996 ein um 30 Prozent gesteigertes Betriebsergebnis von etwa 800 Mio. Schilling. Kräftige Volumens- und Ertragszuwächse gab es in diesem Bereich beim kommerziellen Kreditgeschäft.

Der Anstieg bei den Betriebsaufwendungen der Bank Austria blieb im Geschäftsjahr 1996 mit 4,4 Prozent auf 13,2 Mrd. Schilling moderat. Der in den letzten Jahren erfolgreich eingeschlagene Weg des straffen Kostenmanagements fand unter anderem wieder in einem Rückgang des Personalstandes auf 8.867 Mitarbeiter seinen Niederschlag. Der Personalabbau erfolgte auch 1997 ausschließlich durch Nutzung der natürlichen Fluktuation, wobei den Austritten, Pensionierungen, etc. 217 Neuaufnahmen gegenüberstanden. Seit Ende 1991 ist ein Personalrückgang um 1.027 Mitarbeiter oder 10,4 Prozent zu verzeichnen. Im gleichen Zeitraum wurde die Produktivität gemessen am Betriebsergebnis je Mitarbeiter von rund 292.000,-- Schilling im Jahr 1991 auf rund 586.000,-- Schilling im Jahr 1996 verdoppelt. Der Anstieg des Personalaufwandes ist 1996 mit 5,2 Prozent auf rund 7,8 Mrd. Schilling vergleichsweise maßvoll gehalten worden, wenn man die unbeeinflußbaren Kostenfaktoren, wie zum Beispiel die Auswirkungen des Strukturanpassungsgesetzes und die Erhöhung der ASVG-Höchstbemessungsgrundlage in Rechnung stellt.

Der Sachaufwand hat insgesamt lediglich um 2,4 Prozent auf rund 4,3 Mrd. Schilling zugenommen. Das inländische Zweigstellennetz wurde weiter auf 295 gestrafft. Einer Neueröffnung standen 12 Zusammenlegungen bzw. Schließungen gegenüber. Seit der Fusion wurde das Netz in Österreich netto um insgesamt 36 Stellen reduziert. Parallel dazu weitet die Bank Austria ihr Angebot an alternativen Serviceeinrichtungen aus. Den Kunden wurden 1996 für die Erledigung ihrer Bankgeschäfte mit der laufenden Weiterentwicklung im Kontofon-Service, im Online-Banking und mit neuen Vertriebsschienen zusätzliche Optionen eröffnet. Über das Kontofon-Service wurden 1996 bereits mehr als eine halbe Million Geschäftsfälle im Auftrag von mehr als 63.000 Kunden abgewickelt. Qualitativ erweitert wurde diese Dienstleistung um ein Wertpapierkursservice und den Kontofon-Kredit.

Entlastung bei Risikovorsorgen

Eine spürbare Entlastung konnte die Bank im Jahr 1996 bei den Risikovorsorgen verbuchen. Trotz der hohen Zahl an Insolvenzen ist es gelungen, durch selektive Kreditvergabe, Verbesserung der Frühwarnsysteme und intensive Kooperation mit den betroffenen Unternehmen den Vorsorgebedarf für Inlandskredite von 3,1 Mrd. Schilling (1995) auf 2,8 Mrd. Schilling zu senken. Die Wertberichtigungserfordernisse für das Auslandsgeschäft konnten auf dem niedrigen Vorjahresniveau gehalten werden, was u.a. auf die positive Entwicklung bei Länderrisken zurückzuführen ist.

Solide Eigenmittelbasis

Die gute Geschäftsentwicklung ermöglichte es der Bank Austria, 1996 ihre Eigenmittelausstattung nochmals zu verstärken. Die anrechenbaren Eigenmittel beliefen sich Ende 1996 auf rund 48,9 Mrd. Schilling nach 40,1 Mrd. Schilling ein Jahr zuvor, was ein Plus von mehr als 20 Prozent bedeutet. Die Eigenmittelquote gemäß Bankwesengesetz betrug zum Ultimo 11,74 Prozent nach 10,32 Prozent Ende 1995. Das gesetzlich vorgesehene Mindestmaß von 8 Prozent wurde damit deutlich überschritten und konnte sogar zur Gänze durch das Kernkapital im Ausmaß von rund 34,5 Mrd. Schilling (1995: 29,0 Mrd. Schilling), das entspricht einer Quote von 8,3 Prozent, abgedeckt werden. Mit dieser soliden Basis an Eigenmitteln konnte auch für Expansionsmöglichkeiten ausreichend vorgesorgt werden.

1997 wird Grundkapital weiter aufgestockt

Das von der Bank Austria für Ende 1996 ausgewiesene gezeichnete Grundkapital erreichte 6,5 Mrd. Schilling gegenüber 5,7 Mrd. Schilling im Jahr zuvor. Die Aufstockung war einerseits auf eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von Nominale 600 Mio. Schilling im Zusammenhang mit der Beteiligung der WestLB an der Bank Austria im Frühjahr 1996 zurückzuführen. Zum anderen wurde eine Kapitalerhöhung für eine Umtauschaktion für 109,8 Millionen Schilling Partizipationsscheine in Stammaktien vorgenommen. Ein weiterer Grund für die Steigerung lag in Umstrukturierungsmaßnahmen bei der Bank Austria Handelsholding AG.

1997 wird es zu einer weiteren Verbreiterung der Kapitalbasis kommen. Noch vor dem Sommer werden Vorzugsaktien begeben werden. Die Vorbereitungen dafür sind bereits abgeschlossen worden. Das Emissionsvolumen wird in etwa einem Kurswert von 3 Mrd. Schilling entsprechen. Zu einer weiteren Aufstockung des Grundkapitals wird es im Herbst im Rahmen des für heuer vorgesehenen Umtauschangebotes an CA-Aktionäre kommen.

Dividende wird auf 12 Prozent angehoben

Insgesamt konnte die Bank Austria Aktiengesellschaft im abgelaufenen Jahr einen Jahresüberschuß von 1.709 Mio. Schilling nach 2.168 Mio. Schilling im Jahr 1995 ausweisen, wobei der Jahresüberschuß des Jahres 1995 aufgrund besonderer Umstände deutlich über dem Durchschnitt lag. Vergleicht man den Jahresüberschuß 1996 mit jenem von 1994, so ergibt sich eine Steigerung von 49,8 Prozent.

Der Jahresgewinn der Bank Austria AG für 1996 überschritt mit rund 818 Mio. Schilling den Vorjahreswert um 24,3 Prozent. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages 1995 ergibt sich ein Bilanzgewinn von 838,8 Mio. Schilling. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung wird für 1996 eine von 10 Prozent auf 12 Prozent angehobene Dividende bzw. Ausschüttung zur Auszahlung kommen.

Bilanzstruktur

Die Bilanzstruktur war von einer sehr hohen Liquidität gekennzeichnet. Auf der Aktivseite war das Ausleihungsgeschäft im abgelaufenen Jahr unverändert von einem aggressiven Konditionenwettbewerb, einem sehr niedrigen Zinsniveau und einer weiterhin schwachen Konjunktur beeinflußt. Dazu kam noch eine österreichweit hohe Insolvenzquote. Die Bank Austria konnte aufgrund ihrer selektiven, risikobewußten Kreditvergabe dennoch eine zufriedenstellende Entwicklung im Ausleihungsgeschäft verzeichnen.

Im Kommerzkreditgeschäft stieg die Nachfrage nach Fremdwährungsfinanzierungen. Als einzige österreichische Bank kann die Bank Austria Kredite im Rahmen des Europäischen Investitionsfonds (Förderung im Bereich Umweltschutz, Energie und Infrastruktur) bereitstellen. Im internationalen Kreditgeschäft konnten überdurchschnittliche Zuwächse erzielt werden, was nicht zuletzt auf die guten Erfolge der Filiale New York zurückzuführen ist.

Auf großes Interesse bei den Privaten stieß der Aktionskredit der Bank Austria, der SuperSchutzKredit. Dieser Kredit weist in seiner Produktausstattung etliche zusätzliche Absicherungen für den Kreditnehmer auf. Insgesamt erreichte die Position „Forderungen an Kunden" ein Volumen von 383,2 Mrd. Schilling.

Ende des Jahres 1996 betrugen die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 305,7 Mrd. Schilling (Vorjahr: 312,9). Davon entfielen auf Spareinlagen 165,2 Mrd. Schilling (Vorjahr: 171,3). Der Rückgang des Spareinlagenstandes ist auf Umschichtungen zu längerfristigen, verbrieften Verbindlichkeiten zurückzuführen. Die verbrieften Verbindlichkeiten nahmen von 99,0 Mrd. Schilling auf 124,0 Mrd. Schilling zu. Die Bank Austria begab im Berichtsjahr 18 Schillinganleihen mit einem Volumen von 4,1 Mrd. Schilling, davon waren elf Privatplazierungen. Ein spürbarer Zuwachs ergab sich bei den Fremdwährungsanleihen, die mit rund 20 Mrd. Schilling den fünffachen Vorjahreswert erreichten. Insgesamt wurden 35 Fremdwährungsanleihen emittiert. Die öffentlichen Pfandbriefemissionen überstiegen das Vorjahresvolumen um 3,2 Mrd. Schilling.

Umstrukturierung in Bank Austria- Finanzgruppe

Innerhalb der Bank Austria-Finanzgruppe nimmt die Bank Austria Aktiengesellschaft mit einem Anteil von 92 % an der Konzernsummenbilanz von 808 Mrd. Schilling eine dominierende Position ein. Die konsolidierte Bilanzsumme betrug rund 758 Mrd. Schilling. Das Betriebsergebnis der Gruppe ist leicht auf 5,4 Mrd. Schilling gestiegen.

Die Bank Austria hat sich in ihrer Beteiligungspolitik weiter auf die Kernbereiche der Finanzdienstleistungen konzentriert. Dies kommt unter anderem in einer selektiven Expansion im Ausland zum Ausdruck, wie etwa durch die Gründung von Tochtergesellschaften in Moskau und in Zagreb. Damit baute die Bank Austria ihre Präsenz in Zentral- und Osteuropa aus. Beide Töchter haben im April 1997 ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen. Die Auslandstöchter Bank Austria (CR) a.s., Bank Austria (Schweiz) AG und Bank Austria d.d. (Laibach) verzeichneten eine besonders günstige Entwicklung. Die Bank Austria (SR) a.s. Preßburg schloß ihr erstes volles Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuß von 3,7 Mio. Schilling ab. Mit der Veräußerung der Sovereign Leasing plc. erfolgte ein Rückzug aus dem Leasinggeschäft in Großbritannien.

In Österreich wurden jene Gesellschaften, die Publikumsfinanzierungen in Form von Beteiligungsmodellen und Immobilienzertifikaten anbieten zur Bank Austria Treuhand AG verschmolzen. Im inländischen Leasinggeschäft wurde durch die Zusammenführung von Projektgesellschaften und den Wegfall einer Holding ebenfalls eine Konzentration erreicht.

Von den inländischen Tochterunternehmen waren die VISA-KREDITKARTEN AG mit einem Betriebsergebnis von 245 Mio. Schilling (plus 39 Mio. Schilling) und die Bank Austria Handelsbank mit 86 Mio. Schilling (plus 21 Mio. Schilling) besonders erfolgreich.

Neue Aktionäre

Im abgelaufenen Jahr hat sich die Aktionärsstruktur der Bank Austria verändert. Im April 1996 erwarb die WestLB ein Aktienpaket im Ausmaß von 9,1 Prozent des Grundkapitals bzw. 10,3 Prozent der stimmberechtigten Aktien. Sie ist somit nicht nur einer der größten Einzelaktionäre, sondern auch einer der wichtigsten Kooperationspartner der Bank geworden. Das Anteilspaket der Republik Österreich im Ausmaß von 16,7 Prozent wird nunmehr von der im Eigentum des Bundes stehenden Post und Telekombeteiligungsverwaltungsgesellschaft gehalten.