10.05.1999

Bank Austria setzt erfolgreichen Kurs fort

  • Bank Austria-Gruppe steigert Periodenüberschuß auf 1,9 Mrd. Schilling (136 Mio. Euro)
  • Betriebsergebnis erreicht 3,4 Milliarden Schilling (247 Mio. Euro)
  • Starkes Auslandsgeschäft: Betriebsergebnis um 28 Prozent gestiegen
  • Eigenmittel von 105 Milliarden Schilling (7.616 Mio. Euro) - Aktienrückkauf geplant
  • Wichtige Weichenstellung mit Divisionalisierung

Die Bank Austria-Gruppe hat im erstem Quartal 1999 ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt. Trotz eines andauernden kompetitiven Umfeldes und großer Herausforderungen für die Zukunft bleibt die Bank Austria auf Budgetkurs.

Um die Orientierung der Bank an den Interessen und Usancen der internationalen Kapitalmärkte noch stärker zu betonen, stellt die Bank Austria - als erste österreichische Bank - die ersten drei Monate 1999 bis zum Periodenüberschuß dar. Als Vergleich zum phasenweise turbulenten Geschäftsjahr 1998 steht Aktionären und Analysten somit neben den Zahlen für das erste Quartal 1998 (bis zum Betriebsergebnis) eine anteilige Rechnung des Gesamtjahres 1998 zur Verfügung.

Ergebnis nach Steuern deutlich gestiegen
Die Bank Austria-Gruppe erzielte im ersten Quartal einen Konzernperioden-überschuß nach Steuern und Minderheiten von knapp 1,8 Mrd. Schilling (128 Mio. Euro). Der Vergleichswert für das Jahresviertel 1998 beträgt 0,9 Mrd. Schilling (67 Mio. Euro). Dies ist auch deshalb ein sehr erfreuliches Resultat, weil im ersten Quartal 1999 keine außerordentlichen Erträge aus Beteiligungsverkäufen angefallen sind. Die Vorsorgen für Kreditrisiken liegen nach den außergewöhnlichen Belastungen des Vorjahres wieder auf einem normalen Niveau. Sie fielen im Vergleich zu einem Viertel der vorjährigen Aufwendungen um über 50 % auf rund 1,3 Mrd. Schilling (94 Mio. Euro).

Betriebsergebnis bei 3,4 Mrd. Schilling (247 Mio. Euro)
Das Betriebsergebnis lag mit 3,4 Mrd. Schilling (247 Mio. Euro) um 480 Mio. Schilling (35 Mio. Euro) unter dem außerordentlich guten Ergebnis der Vergleichsperiode des Vorjahres. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung war das rückläufige Ergebnis aus Finanzgeschäften, das sich nach dem überdurchschnittlich guten Ergebnis im ersten Quartal 1998 erwartungsgemäß verringerte (- 22,3 %).

Der Zinsensaldo (Nettozinsertrag und Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen) erhöhte sich im ersten Quartal 1999 gegenüber der Vorjahresperiode um 0,9 % oder 60 Mio. Schilling auf insgesamt 6,5 Mrd. Schilling (470 Mio. Euro). Der Nettozinsertrag blieb mit 5,4 Mrd. Schilling (393 Mio. Euro) um 4,6% unter dem Ergebnis des ersten Quartals 1998. Gründe hierfür sind das niedrige Zinsniveau und andererseits der massive inländische Wettbewerb im reinen Spannengeschäft. Weiters kam es aufgrund des Erwerbes einiger nicht vollkonsilidierter Beteiligungen zur Schmälerung des Nettozinsertrages zugunsten der Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen.

Erträge aus Wertpapieren: Plus 40 %
Dagegen übertrafen die Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen mit 1,1 Mrd. Schilling (77 Mio. Euro) den Vergleichswert des Vorjahres um über 40 %, bedingt auch durch einen stark verbesserten Ergebnisbeitrag aus internationalen Beteiligungen. Im Dienstleistungsgeschäft mit Kunden wurde vor allem durch höhere Erträge aus dem Wertpapierbereich eine Steigerung des Nettoprovisionsertrags um 5,6 % auf 2,4 Mrd. Schilling (178 Mio. Euro) erzielt. Die Betriebserträge insgesamt blieben mit 10,4 Mrd. Schilling (754 Mio. Euro) nur um 3,5 % hinter dem sehr guten Ergebnis des Vergleichsquartals 1998 zurück. Weiter sehr moderat gehalten werden konnte der Anstieg der Betriebsaufwendungen mit einem Plus von 1,5 % auf knapp 7,0 Mrd. Schilling (507 Mrd. Euro) gegenüber dem ersten Quartal 1998.

Ausgezeichnete Eigenmittelausstattung
Die Bank Austria-Gruppe bleibt weiterhin ganz ausgezeichnet kapitalisiert. Die Eigenmittel wuchsen zum 31. 3. 1999 gegenüber dem Ultimo 1998 um 2,1 % auf 104,8 Mrd. Schilling (7.616 Mio. Euro). Sollten die gesetzlichen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden, wird die Bank Austria daher - im Interesse ihrer Aktionäre - einen teilweisen Rückkauf eigener Aktien in Erwägung ziehen.

Hervorragendes Ergebnis im Ausland
Ganz ausgezeichnet entwickelte sich im ersten Quartal 1999 die Auslandseinheiten der Bank Austria Creditanstalt International. Insgesamt konnte ein mit 1,1 Mrd. Schilling (80 Mio. Euro) um 28 % über dem Vorjahrswert liegendes Betriebsergebnis ausgewiesen werden, wozu insbesondere die Geschäftsstellen in New York und London sowie die Beteiligungen in Lateinamerika beitrugen.

Auch der seit längerem sehr positive Trend zum Electronic Banking setzte sich im ersten Quartal 1999 unvermindert fort. Allein in der Bank Austria AG werden seit Jahresbeginn 10.000 zusätzliche Konten elektronisch geführt. Das ständig ausgeweitete Leistungsangebot der Bank Austria im Internet, u. a. ein komplettes Wertpapierservice einschließlich des Wertpapierhandels, wird von den Kunden sehr gut angenommen.

Divisionalisierung stellt Weichen
Mit dem Abschluß des Divisionalisierungsprojektes Ende des ersten Quartals hat die Bank Austria eine wichtige organisatorische Weichenstellung für die erfolgreiche Zukunft der Gruppe vorgenommen. Damit wurde eine neue, kundenorientierte Aufbauorganisation mit mit ergebnisverantwortlichen Organisationseinheiten geschaffen.

Rückfragen: Bank Austria, Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 71191 DW 57011