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17.11.1999

Optimistischer Blick auf die internationalen Aktienmaerkte 2000

  • Trend zu neuen Börsen - Nasdaq, GEM, techMARK, ECNs - hält an
  • Technologieaktien als Top-Performer
  • Wahljahr in den USA - gute Aussichten für die Wall Street
  • Europa: Outperformance für 2000 erwartet

Für die nahe Zukunft sieht die Asset Management Gesellschaft der Bank Austria-Gruppe, AMG, drei bestimmende Investmentthemen für die Entwicklung der internationalen Börsen:

  • die Millenniumsproblematik,
  • das Internet sowie
  • den globale Trend zu neuen Technologie- und Wachstumsbörsen.

Millenniumsproblematik kein Thema - Technologierallye im Gang
Die Millenniumsproblematik scheint für die Märkte im Moment kein Thema zu sein; mit anhaltender Volatilität bis Jahresende muß allerdings gerechnet werden. Die Warnungen einiger Computerhersteller, daß die Auftragslage über den Jahreswechsel leiden könnte (Einfrieren der Technologie-Investitionen seitens großer Unternehmen), haben die Märkte nur kurzzeitig, aber nicht nachhaltig verunsichert. Somit steht der Technologierallye im Moment wenig im Wege - außer vielleicht die Tatsache, daß es auch hier nur wenige Zugpferde gibt und die breite Masse hinterherhinkt.

Das Internet wird auch im Jahr 2000 zentrales Thema an den Börsen bleiben, vor allem das Segment "business to business" (Logistik) gewinnt zunehmend an Bedeutung. Darüber hinaus sollte der drahtlose Zugang zum Netz (Surfen per Handy) ebenfalls an Dynamik gewinnen.

Neue Börsen boomen - ECNs stark im Kommen
Weltumspannend ist im Moment auch der Trend zu neuen Börsen bzw. Handelsplattformen, die von Europa bis Asien auf den Plan treten. So wird die Nasdaq nicht nur in Europa, sondern auch in Japan eine Niederlassung eröffnen. Daneben gibt es eine Reihe anderer Konkurrenten: In Hong Kong ist ein Markt für Wachstumsunternehmen im Gespräch (GEM, growth enterprise market), in London ist im November das Technologiesegment techMARK gestartet. Mittelfristig könnten vor allem die amerikanischen ECNs (electronic communication networks) etablierten Börsen das Wasser abgraben.

Der Trend zu Technologieaktien ist allerdings nicht auf die USA beschränkt. Die Aufholjagd Europas gegenüber den USA sowie eine unglaubliche Dynamik v.a. am Mobilfunksektor, lassen die Indizes nach oben klettern. Von den zehn Top-Performern im Euro-Stoxx50 seit Jahresbeginn sind nicht weniger als sieben dem Technologiebereich zuzuordnen. Und in den USA hat die technologielastige Nasdaq den Dow Jones Index in diesem Jahr um das Dreifache outperformt.

Sieht man sich die Aussichten der Märkte nach regionalen Gesichtspunkten an, ergibt sich nach Einschätzung der AMG folgendes Bild für das Jahr 2000:

Börsen zum Jahresabschluß fest - positiver Einfluß der US-Wahlen im Jahr 2000
Die Börsen präsentieren sich zum Jahresschluß überraschend fest, vor allem die Technologie kann überzeugen. Zusätzlich profitieren die Börsen von den guten Wirtschaftsindikatoren in den USA, die zu einem Abflauen der Zinsängste geführt haben. Dennoch war das Jahr 1999 ein schwieriges. Mehr als die Hälfte der Werte im S&P 500 ist seit Jahresbeginn im Minus, und der Rentenmarkt fand erst im Oktober aus seiner Krisen-stimmung. Der Vergleich zum desaströsen Bondjahr 1994 drängt sich auf. Was unmittelbar nach dem damaligen Zinsdebakel performte, waren v.a. Technologie-, Pharma- und Finanztitel. Ähnlich ist es jetzt: Technologie sollte weiter die Märkte dominieren, in der Pharmabranche herrscht starker Fusionsdruck, der auch auf Europa überschwappen könnte, und Finanzwerte springen bereits an.

Diese Entwicklung wird auch durch Deregulierungsmaßnahmen am amerikanischen Finanzdienstleistungssektor unterstützt. Der Input für neue Fusionsphantasien im Finanz-sektor ist damit gegeben. Die Vorzeichen für 2000 stehen also günstig: Die Emerging Markets Krise ist überwunden, die Liquidität ist weiterhin vorhanden, die Gewinnwachstums-raten sind deutlich im zweistelligen Bereich und erfahrungsgemäß sind Wahljahre in den USA gute Börsenjahre.

Europa: Technologie im Aufwind, moderate Inflationsaussichten
Diese positiven Aussichten für das kommende Jahr wirken sich auch auf Europa aus. Die Wachstumsprognosen befinden sich derzeit noch auf Kurs, speziell Frankreich und Italien haben zuletzt positive Zahlen vorgelegt. Die Inflationsaussichten sind moderat, der Euro dürfte sich gegenüber dem US-Dollar leicht erholen. Marktbeherrschendes Thema wird auch in Europa weiterhin die Fusionsphantasie bleiben. Derzeit macht vor allem der Telekomsektor damit Furore. Somit ist es wenig überraschend, daß die Technologie auch in Europa zu den bestperformenden Branchen des heurigen Jahres zählt. Ebenfalls stark präsentierten sich heuer Zykliker, während Finanzen und Versorger eher auf der Verliererseite waren. Mit Nachlassen des Zinsdrucks sollten vor allem die Banken nächstes Jahr aber aufholen können, zumal hier die Fusionsphantasie noch dazukommt.

Fonds erhöhen Japan-Anteil
Die fundamentalen Aussichten in Asien sind insgesamt weiterhin positiv zu sehen. Japan war im ersten Halbjahr der Top-Performer unter den entwickelten Märkten, wobei die Anleger vor allem von den Konsolidierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen beeindruckt sind. Die Orientierung an westlichen Reformprogrammen, die Einführung von leistungsorientierten Entlohnungssystemen, das Internet sowie der Zufluß von Venture Capital geben dem Markt starken Auftrieb, sodaß Fonds ihren Japan-Anteil erhöhten. Den Exportunternehmen bereitete der starke Yen Kopfzerbrechen. Elektronikwerte performten allerdings überaus zufriedenstellend.

Spannung in China
Mit Spannung gilt es, die Entwicklung in China zu verfolgen. Der etwaige Beitritt zur WTO, die Auflage des Tracker Fund, der sich aus den Anteilen des Staates an chinesischen Unternehmen zusammensetzt, der neue Disney-Themenpark bei Hong Kong, das alles sind Themen, welche die Börsen Chinas wieder zunehmend in den Mittelpunkt des internationalen Anlegerinteresses bringen. Der Techno-Boom aus den USA unterstützt die Technologieaktien in Fernost. Trotzdem gibt es auch in Asien einige Probleme. So wurde die Rückkehr Malaysiens in die MSCI-Indizes verschoben, das Erdbeben in Taiwan hat auch Dell zu spüren bekommen, und die unsichere politische Lage in einigen Staaten (Pakistan, Indonesien) kann sich rasch auf die Märkte in diesen Regionen auswirken.

 

Rückfragen: Bank Austria, Öffentlichkeitsarbeit
Martin Hehemann
Tel. 711 91 DW 57007