12.08.1999

Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe führt Kofinanzierungsbanken der EBRD an

Gemäß der jüngsten Auswertung der European Bank for Reconstruction and Development (EBRD) in London führt die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe jene Liste der Kommerzbanken an, mit denen die EBRD Projektfinanzierungen in den Reformländern Zentral- und Osteuropas realisiert. Mit einem Geschäftsvolumen von 207 Millionen Euro liegt die BA/CA Gruppe damit klar vor der niederländischen ING Bank mit 171 Millionen Euro und der Dresdner Bank mit 159 Millionen Euro.

Rangliste der EBRD Kofinanzierungsbanken (nach Geschäftsvolumen):
1. Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe

2. ING Bank
3. Dresdner Bank
4. Bayerische Landesbank Girozentrale
5. HypoVereinsbank
6. Societe Generale
7. Credit Lyonnais
8. Banque Nationale de Paris
9. Rabobank
10. ABN Amro

Die EBRD wurde zu Beginn der 90er-Jahre durch 59 Staaten, die EU und die Europäische Investitionsbank gegründet, um den Reformländern Zentral- und Osteuropas den Umstieg auf eine marktorientierte Wirtschaft zu erleichtern. Die Finanzierung von Investitionen im Wege von Projektfinanzierungen stellt das bedeutendste Geschäftsfeld der EBRD dar. Daneben werden Kapitalmarkt und Investmentbanktätigkeiten angeboten.

Durch die jahrelange Erfahrung in der Kooperation mit der EBRD konnte die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe ihren österreichischen Firmenkunden den Zugang zu Geschäftsmöglichkeiten und Projekten in Zentral- und Osteuropa wesentlich erleichtern. Insgesamt wurden von der Gruppe in den letzten 5 Jahren rund 25 Projekte erfolgreich mit der EBRD realisiert.

Lagen die regionalen Schwerpunkte früher auf Zentraleuropa (Ungarn, Polen, Tschechien, Slowenien, Slowakei), haben sie sich in letzter Zeit auf den südosteuropäischen Raum (Rumänien, Kroatien) verlagert. Neben Projekten der verarbeitenden Industrie stehen vor allem Investitionen im Telekom- und Energiebereich im Vordergrund.

Die in der Zusammenarbeit mit der EBRD gewonnenen Erfahrungen kommen vermehrt den Internationalisierungsbestrebungen heimischer Unternehmen zu Gute. Derzeit wird die Finanzierung für das erste Auslandsprojekt der Mobilkom A1 in Kroatien durch die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe finalisiert. Die Finanzierung in Höhe von 120 Millionen Euro wird teilweise unter Deckung der Oesterreichischen Kontrollbank stehen und gemeinsam mit der EBRD im Markt syndiziert werden.

Rückfragen: Bank Austria, Volkswirtschaft
Mag. Martin Hehemann
Tel. 711 91 DW 57007