UniCredit Bank Austria UniCredit Bank Austria
Wir sind für Sie da
VideoTelefonie testen
Allgemeine Anfragen
Kartensperren
UniCredit Bank Austria UniCredit Bank Austria
Wir sind für Sie da
VideoTelefonie testen
OnlineBanking | BusinessNet
Vorlesen

Ad-hoc /IR Releases

IR Releases

Hier finden Sie die vom Bank Austria Investor Relations Team veröffentlichten IR Releases.

11.11.2015

Bank Austria Ergebnis für die ersten neun Monate 2015:
Bank Austria mit 660 Mio. € Gewinn nach neun Monaten

  • Solides Ergebnis im operativen Kundengeschäft trotz historisch niedrigem Marktzinsniveau und anhaltend schwacher Konjunktur
    o Kreditvolumen steigt im Vorjahresvergleich um 0,9 % auf 117 Mrd. €; im österreichischen Kundengeschäft beläuft sich die Steigerung auf knapp 4 %, während das Kreditvolumen in CEE ausschließlich aufgrund von Wechselkurseffekten nahezu auf Vorjahresniveau bleibt
    o Kundeneinlagen wachsen sowohl in Österreich als auch in CEE im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich um insgesamt 11,3 % auf 111 Mrd. €; dabei fällt der Zuwachs in CEE mit 14 % noch stärker als in Österreich aus, wo er sich auf 8,2 % beläuft1
  • Betriebsaufwendungen dank strikten Kostenmanagements weiterhin rückläufig
  • Anstieg des Kreditrisikoaufwands um 42,2 % auf 757 Mio. €
    o Verantwortlich für den Anstieg im 3. Quartal ist in erster Linie die gesetzlich verordnete Zwangskonvertierung von CHF-Krediten in Kroatien, die als Einmaleffekt mit 205 Mio. € zu Buche schlägt
  • Kostenbelastung durch Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge steigt um 48 Mio. € auf 233 Mio. € – das ist eine Steigerung von 25,7 % zum Vorjahr und entspricht 10,2 % der Gesamtkosten bzw. fast einem Viertel des Ergebnisses vor Steuern
  • Konzernergebnis nach Steuern beläuft sich auf 660 Mio. € und liegt damit um 529 Mio. € unter dem Vorjahreswert, was drei Faktoren geschuldet ist:
    o Dem niedrigeren Nettozinsertrag sowie dem Wegfall der Erfolgsbeteiligung an der Markets-Einheit der UniCredit, die maßgeblich für den Rückgang der Betriebserträge um 228 Mio. € verantwortlich sind
    o Dem vor allem durch die Zwangskonvertierung in Kroatien um 225 Mio. € höheren Kreditrisikoaufwand
    o Sowie dem negativen Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von 158 Mio. €, in welchem auch der laufende Verlust der Ukrsotsbank enthalten ist
  • Die im Vergleich zum Vorjahresultimo um 77 Basispunkte verbesserte Gesamtkapitalquote liegt bei 14,2 %, die um 25 Basispunkte gestiegene Kernkapitalquote Common Equity Tier 12 bei 10,6 %
  • Hervorragende Primärmittelquote dokumentiert starke Liquiditätssituation der Bank
    o Kundenkredite sind zu 120 % durch Kundeneinlagen und eigene Emissionen refinanziert

Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)3

Der Nettozinsertrag blieb mit 58,8 % unverändert die wichtigste Ertragskomponente, lag aber in den ersten neun Monaten 2015 trotz Volumensteigerungen aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds mit 2.534 Mio. € um 4,5 % unter dem Ergebnis der Vorjahresperiode (1-9 2014: 2.653 Mio. €).

Dividenden und ähnliche Erträge aus At-equity-Beteiligungen gingen um 2,6 % auf 342 Mio. € (1-9 2014: 351 Mio. €) zurück, vor allem aufgrund von Verkäufen einiger Beteiligungen. Das Nettoergebnis des Joint Ventures in der Türkei ist in dieser Position mit 220 Mio. € enthalten.

Der Provisionsüberschuss entwickelte sich weiterhin positiv und legte gegenüber dem Vorjahr um 42 Mio. € bzw. um 4,1 % auf 1.064 Mio. € zu (1-9 2014: 1.022 Mio. €). Besonders erfreulich ist der Zuwachs im österreichischen Kundengeschäft, wo der Provisionsüberschuss von 8,8 % auf 536 Mio. € zulegte.

Das Handelsergebnis sank hingegen im Vorjahresvergleich um 23 % auf 308 Mio. € (1-9 2014: 400 Mio. €), was in erster Linie auf das vertraglich vereinbarte Auslaufen der Erfolgsbeteiligung an der Markets-Einheit der UniCredit CIB-Division, die aus dem Verkauf der CAIB resultierte, zurückzuführen ist.

In Summe lagen die Betriebserträge in den ersten neun Monaten mit 4.309 Mio. € um 5 % unter der Vorjahresperiode (1-9 2014: 4.537 Mio. €), was insbesondere dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld und der damit deutlich geringeren Zinsspanne sowie dem Auslaufen der Erfolgsbeteiligung an der Markets-Einheit der UniCredit CIB-Division geschuldet ist.

Die Betriebsaufwendungen konnten dank strikten Kostenmanagements und weiterer Effizienzsteigerungen um 1,6 % auf 2.278 Mio. € gesenkt werden (1-9 2014: 2.314 Mio. €).

Das Betriebsergebnis lag mit 2.031 Mio. € um 8,6 % unter dem Vorjahr (1-9 2014: 2.223 Mio. €), was durch folgende - bereits erwähnte - zwei Effekte auf der Ertragsseite zu erklären ist: einerseits durch das niedrigere Zinsergebnis aufgrund des historisch niedrigen Zinsniveaus sowie andererseits durch das vertraglich vereinbarte Auslaufen der Erfolgsbeteiligung an der Markets-Einheit der UniCredit CIB-Division, was zu einem schwächeren Handelsergebnis führte.

Der Kreditrisikoaufwand fiel in den ersten neun Monaten 2015 mit 757 Mio. € um 42,2 % höher aus als in der Vergleichsperiode (1-9 2014: 532 Mio. €). Ausschlaggebend dafür war der deutliche Anstieg im 3. Quartal, der zum Großteil durch die gesetzlich verordnete Zwangskonvertierung von CHF-Krediten in Kroatien, die sich als Einmaleffekt mit 205 Mio. € negativ auswirkt, verursacht wurde. Dies ist auch der Hauptgrund für den um 60,1 % auf 753 Mio. € erhöhten Kreditrisikoaufwand in CEE (1-9 2014: 470 Mio. €). Ohne die Zwangskonversion hätte der Kreditrisikoaufwand in CEE lediglich um 16,6 % zugenommen, und auch das nur aufgrund der Entwicklung in Russland. Gemessen an den wertberichtigten Krediten verbesserte sich die Deckungsquote durch Kreditrisikorückstellungen sowohl in der Gesamtbank als auch in CEE deutlich, wo sie insbesondere im Ukraine- und Russland-Geschäft, aber auch in der Tschechischen Republik und Rumänien erhöht wurde. In Österreich entwickelte sich der Risikoaufwand dagegen aufgrund erhöhter Rückführungen aus wertberichtigten Krediten und geringerer Neuvolumina an Problemkrediten sehr erfreulich und lag mit 4 Mio. € um 93,3 % unter dem Vorjahr (1-9 2014: 62 Mio. €). Insgesamt stiegen die Risikokosten (Kreditrisikoaufwand gemessen an den durchschnittlichen Kundenforderungen) im Vorjahresvergleich von 62 auf 87 Basispunkte. Die Coverage Ratio wurde um 123 Basispunkte auf nunmehr 55,8 % verbessert.

Das Betriebsergebnis nach Kreditrisikoaufwand sank in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 24,7 % auf 1.274 Mio. €, was einerseits auf die niedrigeren Betriebserträge aufgrund des beschriebenen Marktumfelds sowie auf die höheren Risikovorsorgen in Folge des Einmaleffekts der Zwangskonvertierung von CHF-Krediten in Kroatien zurückzuführen ist (1-9 2014: 1.691 Mio. €).

Während in den operativen Geschäftsbereichen das strikte Kostenmanagement die Dynamik der Ausgabenentwicklung erfolgreich eindämmte, konterkarierten weiter gestiegene Bankenabgaben und die neuen Systemsicherungsbeiträge, die unter der Position „Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge“ unter den nicht-operativen Erträgen/Aufwendungen gesammelt ausgewiesen werden, die Bemühungen.

Die nicht-operativen Erträge/Aufwendungen zwischen Betriebsergebnis nach Kreditrisikoaufwand und Ergebnis vor Steuern summierten sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf minus 287 Mio. €, was einer Steigerung gegenüber der Vorjahresperiode von 9 % entspricht (1-9 2014: 263 Mio. €). Wesentlichster Belastungsfaktor unter den nicht-operativen Positionen waren einmal mehr die Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge, die um 25,7 % auf 233 Mio. € anstiegen (1-9 2014: 185 Mio. €).

In Österreich belief sich die Gesamtbelastung der Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge auf 126 Mio. €, wovon 99 Mio. € (1-9 2014: 93 Mio. €) auf die Bankenabgabe und 26 Mio. € auf die Dotierungen des Einlagensicherungs- sowie des Abwicklungsfonds entfielen. In Osteuropa belief sich die Gesamtbelastung auf 107 Mio. €. Hiervon entfielen 32 Mio. € auf Bankenabgaben (in Ungarn und der Slowakei) und 75 Mio. € auf Systemsicherungsbeiträge. So wurden die Bankenabwicklungsfonds in Ungarn und Kroatien mit 8 Mio. € sowie der lokale Bankenabwicklungsfonds in Rumänien mit 3 Mio. € dotiert. Der Beitrag der CEE-Länder für die Einlagensicherungsfonds belief sich anteilsmäßig auf 64 Mio. € für die ersten neun Monate.

Das Ergebnis vor Steuern sank aufgrund der Kostenbelastung in Kroatien durch die Zwangskonvertierung von CHF-Krediten sowie der beschriebenen Belastungen aus schwacher Konjunktur, niedrigem Zinsumfeld und deutlich gestiegener Abgabenbelastungen in den ersten neun Monaten 2015 um 30,9 % auf 987 Mio. €
(1-9 2014: 1.428 Mio. €). Das Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen fällt mit 158 Mio. € negativ aus, da unter dieser Position der operative Verlust der Ukrsotsbank in Höhe von 218 Mio. € das Ergebnis belastet, was durch die Erträge aus Immobilienverkäufen nicht ausgeglichen werden konnte.

Nach Abzug der Anteile im Fremdbesitz belief sich das Konzernergebnis nach Steuern auf 660 Mio. €, womit es um 44,5 % niedriger als im Vorjahr ausfiel (1-9 2014: 1.190 Mio. €).

Aus diesem Ergebnis errechnen sich folgende Finanzkennzahlen:
• Die Cost/Income-Ratio liegt bei 52,9 % (1-9 2014: 51 %).
• Die Risk/Earnings-Ratio (Kreditrisiko in % des Zinsüberschusses) liegt bei 26,3 % (1-9 2014: 17,7 %).


Die Divisionen im Detail
Die Bank Austria weist ihr Ergebnis in vier Divisionen aus: Privat- & Firmenkunden, Corporate & Investment Banking (CIB), Private Banking sowie Zentral- und Osteuropa (CEE). Dazu kommt das Corporate Center.

Die Division Privat- & Firmenkunden erreichte in den ersten neun Monaten 2015 ein Ergebnis vor Steuern von 224 Mio. €, das um 3,6 % im Vergleich zur Vorjahresperiode nachließ (1-9 2014: 233 Mio. €). Der leichte Ergebnisrückgang ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Die Betriebserträge gingen trotz der gestiegenen Volumina sowohl auf der Einlagen- wie auf der Kreditseite aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds um 3,4 % zurück. Auch die Belastungen aus dem Titel „Bankenabgabe“ und Systemsicherungsbeiträge erhöhten sich alleine in dieser Division gegenüber dem Vorjahr um 38,9 % auf 50 Mio. € (1-9 2014: 36 Mio. €). Die stark verbesserte Kreditqualität im Privatkundengeschäft und der positive Beitrag im Firmenkundengeschäft führten dazu, dass der Kreditrisikoaufwand gegenüber dem Vorjahr mit 89,7 % deutlich zurückging. Die Cost/Income-Ratio beläuft sich aktuell auf 74,5 % (1-9 2014: 70,8 %).

Die Division Private Banking konnte in den ersten drei Quartalen 2015 das Ergebnis vor Steuern um 5 % auf 35 Mio. € steigern (1-9 2014: 33 Mio. €) und damit, gerade vor dem Hintergrund des hartnäckigen Niedrigzinsumfelds, ihre Stärke in der Vermögensverwaltung bestens zur Geltung bringen sowie den Wachstumskurs fortsetzen. Wesentliche Treiber für die um 5,8 % gestiegenen Betriebserträge waren die Assets under Management in der Vermögensverwaltung. Die Cost/Income-Ratio beläuft sich auf 70,1 %
(1-9 2014: 70,7 %).

Die Ertragslage der Division Corporate & Investment Banking (CIB) entwickelte sich im Verlauf der letzten Quartale trotz herausforderndem Marktumfeld positiv. In den ersten drei Quartalen 2015 waren die Betriebserträge (334 Mio. €) um 4 Mio. € oder 1,2 % höher als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Jedoch belasten zwei Effekte: Einerseits nahmen die Kosten um 6,1 % zu, was maßgeblich von IT-Entwicklungsaufwendungen beeinflusst war. Andererseits fiel das positive Risikoergebnis (1 Million Euro Ertrag) geringer aus als in der Vergleichsperiode des Vorjahres (8 Mio. € Ertrag). In Summe belasten diese Effekte und die Kosten für Bankenabgabe und Systemsicherungsbeiträge (24 Mio. €) das Ergebnis vor Steuern, das mit 154 Mio. € 9,4 % unter dem Ergebnis der Vorjahresperiode liegt. Die Cost/Income-Ratio beläuft sich aktuell auf weiterhin niedrige 46,7 % (1-9 2014: 44,5 %).

In den ersten neun Monaten 2015 hat die CEE Division mit 1.726 Mio. € – dank positiver Beiträge aus der gesamten Region und trotz methodologischer Änderungen in Bezug auf Subholdingeffekte in Q2 2015 – wieder ein starkes Betriebsergebnis (1-9 2014: 1.807 Mio. €) erzielt. Wechselkursbereinigt lag dieser Wert um 3,6 % über dem Ergebnis der entsprechenden Vorjahresperiode. Nettozinsertrag, Handelsergebnis und Provisionsüberschuss zeigten eine gesunde Entwicklung, während die Betriebsaufwendungen weiter begrenzt waren. Der Kreditrisikoaufwand erhöhte sich hauptsächlich wegen des Einmaleffekts der Zwangskonvertierung von Schweizer-Franken-Krediten in Kroatien deutlich von 470 Mio. € auf 753 Mio. €. In der Folge sank das Ergebnis vor Steuern auf 851 Mio. € (1-9 2014: 1.104 Mio. €), wobei darin auch Bankensteuern sowie die Beiträge für Einlagensicherung und Abwicklungsfonds enthalten sind. Die Cost/Income-Ratio beläuft sich derzeit auf bemerkenswerte 38,4 % (1-9/2014: 39,0 %).

Die CEE Division steuert ein Netzwerk von rund 2.400 Filialen (inklusive dem türkischen Joint Venture, das „at equity“ konsolidiert wird) und zirka 47.800 Mitarbeitern in 13 Ländern. Die Gruppe sieht sich unverändert als langfristiger Investor in der Region und will ihre führende Marktposition in den kommenden Jahren durch nachhaltiges organisches Wachstum ausbauen.

Das herausfordernde globale Marktumfeld hat die bereits signifikanten Unterschiede zwischen den Ländern in Zentral- und Osteuropa weiter verstärkt. Einmal mehr stechen dabei die jüngeren EU-Mitglieder in Zentraleuropa (EU-CEE) hervor, deren Volkswirtschaften durch die anspringende Erholung in der Eurozone begünstigt und deren Finanzmärkte durch starke außenwirt¬schaftliche Positionen und eine umsichtige Politik abgesichert werden. War das Wachstum ursprünglich vom Export getragen, der von der Erholung in der Eurozone angekurbelt wurde, so ist es nunmehr zusehends die Inlandsnachfrage. Bei ihren kurzfristigen Prognosen geht die UniCredit davon aus, dass sich das Wachstum in der Eurozone und in den USA noch etwas beschleunigt, sich die Rohstoffpreise 2016 mit einem leichten Aufwärtspotenzial stabilisieren, China „sanft landet“ und die Fed ihre Zinsen graduell anhebt. Die EZB sollte ihr Anleihenkaufprogramm wie geplant fortsetzen. Unter diesen Annahmen erscheint das globale Umfeld für CEE positiv, wobei insbesondere EU-CEE von den günstigen Rahmenbedingungen profitieren sollte.

Die Bilanz4
Die Bilanzsumme der Bank Austria belief sich zum 30. September 2015 auf 194,0 Mrd. €5 und lag damit um 2,6 % oder 4,9 Mrd. € höher als zum Vorjahresultimo (31.12.2014: 189,1 Mrd. €).
Auf der Aktivseite stiegen sowohl die Kundenforderungen per Ende September um 2,5 % oder 2,8 Mrd. € auf 116,5 Mrd. € (31.12.2014: 113,7 Mrd. €) als auch die Forderungen an Kreditinstitute um 6,2 % auf 32,4 Mrd. € (31.12.2014: 30,5 Mrd. €).
Auf der Passivseite stiegen die Kundeneinlagen deutlich um 8,6 % auf 111,0 Mrd. € (31.12.2014: 102,3 Mrd. €), was deutliche Zuwächse sowohl in Österreich als auch in CEE wiederspiegelt, während die verbrieften Verbindlichkeiten aufgrund ausgelaufener Schuldverschreibungen um 4 % auf 28,8 Mrd. € zurückgingen (31.12.2014: 30,0 Mrd. €). Die Primärmittel, also die Summe aus den beiden Positionen stiegen um 7,6 Mrd. € oder 5,7 % auf 139,8 Mrd. €. Daraus errechnet sich eine Loans/Direct Funding Ratio von 83,3 %. Das heißt, dass die Kundenforderungen durch Kundeneinlagen und eigene Emissionen zu 120 % gedeckt sind.

Kreditqualität
Bei aktuell auf 4,9 Mrd. € (-0.7% gegenüber Vorjahresultimo) gesunkenem Volumen an wertgeminderten Krediten (netto) und gleichzeitiger Erhöhung der Deckungsquote auf solide 55,8% (+0.3% gegenüber Vorjahresultimo) entwickelte sich die Kreditqualität der Bank Austria insgesamt weiterhin positiv. Der Anstieg des Bruttovolumens an wertgeminderten Kredite in CEE auf 7,7 Mrd. € (+2,5% gegenüber Vorjahresultimo) konnte dabei durch die sehr erfreuliche Entwicklung in Österreich mit 3,4 Mrd. € (-5,3% gegenüber Vorjahresultimo) ausgeglichen werden. Die Erhöhung der Risikovorsorge in CEE auf 4,5 Mrd. € (+ 9,1% gegenüber Vorjahresultimo) resultiert im Wesentlichen aus der gesetzlich vorgeschriebene Konvertierung von CHF-Fremdwährungskrediten in Kroatien und der Erhöhung der Vorsorgen in Russland.


Regulatorische Eigenmittelausstattung und risikogewichtete Aktiva6

Die Eigenmittel und Kapitalerfordernisse sowie die aufsichtsrechtlichen Kapitalquoten werden gemäß der Kapitaladäquanzverordnung (Capital Requirements Regulation – CRR) und der Kapitaladäquanzrichtlinie (Capital Requirements Directive - CRD IV) zur Umsetzung von Basel 3 in der Europäischen Union berechnet. Aufgrund der am 11. Dezember 2013 erlassenen CRR-Begleitverordnung gelten diese Bestimmungen jedoch noch nicht vollumfänglich, sondern werden schrittweise über einige Jahre verteilt eingeführt. Dementsprechend sind beispielsweise neue Abzugsposten im harten Kernkapital oder nach Basel 3 nicht mehr anrechenbare Eigenmittelbestandteile auch im zweiten Jahr der Übergangsfrist noch nicht in vollem Ausmaß nach CRR/CRD IV zu berücksichtigen, sondern gemäß dem in der österreichischen CRR-Begleitverordnung für 2015 vorgegebenen Ausmaß.
Entwicklung der Eigenmittelausstattung: Die anrechenbaren Eigenmittel erhöhten sich seit Jahresende 2014 um +1,1 Mrd. € auf 18,6 Mrd. €. Das harte Kernkapital (Common Equity Tier 1, CET1) stieg um 0,4 Mrd. € auf 13,8 Mrd. €.
Der Anstieg des harten Kernkapitals per 30. September 2015 resultiert im Wesentlichen aus dem anrechenbaren Halbjahresergebnis und der erstmaligen Anrechenbarkeit von nicht realisierten Gewinnen aus zum Zeitwert bilanzierten Aktiva oder Passiva gemäß § 2 CRR-Begleitverordnung. Zusätzlich stärkten drei anrechenbare Neuemissionen in Höhe von insgesamt 0,9 Mrd. € das Ergänzungskapital (Tier 2).
In den ersten drei Quartalen erhöhte sich der Gesamtrisikobetrag (RWA) um +0,5 Mrd. € bzw. +0,4% auf 130,8 Mrd. €, wobei ein Anstieg im Kreditrisiko durch Rückgänge sowohl im Marktrisiko als auch im operationalen Risiko abgeschwächt wird.
Der Risikobetrag aus dem Kreditrisiko stieg um +1,5 Mrd. € (+1,4%) auf 114,5 Mrd. €. Die Portfolios im IRB-Ansatz um 1,0 Mrd. € und jene im Standardansatz legten um 0,8 Mrd. € zu.
Diese Veränderung stammt im Wesentlichen aus den Risikopositionsklassen „Corporates“ (+1,6 Mrd. €), „Retail“ (+0,5 Mrd. €) und „Institutions“ (-0,7 Mrd. €). Neben der Geschäftsentwicklung trug vor allem die Freigabe des Frankens durch die Schweizerische Nationalbank im Jänner zu einer RWA-Erhöhung bei. Weiters führte die Integration der kroatischen und slowenischen Leasing-Gesellschaften in die Bank Austria Gruppe zu einer Erhöhung der RWAs. RWA-senkende Wirkung hatte hingegen die Wechselkursentwicklung im Vergleich zu Dezember 2014 für die Türkische Lira, die Ukrainische Hrywnja und den Russischen Rubel.
Der Risikobetrag für das Marktrisiko reduzierte sich um 0,8 Mrd. € auf 3,8 Mrd. €. Dieser Rückgang gegenüber dem Jahresende 2014 ist überwiegend auf ausgelaufene Absicherungen für Gewinne der CEE-Tochter¬gesell¬schaften zurückzuführen. Der Risikobetrag aus dem operationalen Risiko reduzierte sich um 0,1 Mrd. € auf 12,0 Mrd. €.
Bei leicht gestiegenem Gesamtrisikobetrag konnte durch einen Anstieg im harten Kernkapital die harte Kernkapitalquote von 10,3% auf 10,6% gesteigert werden. Auf die Gesamtkapitalquote wirkte sich die Stärkung der Gesamteigenmittel bei nur leicht gestiegenem Gesamtrisikobetrag mit einer Verbesserung von 13,4% auf 14,2% aus.

Die Leverage Ratio gemäß Delegierter Verordnung (EU) 2015/62 unter Berücksichtigung des aktuellen Stands der Übergangsbestimmungen liegt per 30. September 2015 bei 5,7%.

 IR Release + Tabellen (PDF; 368 KB)

1 Vorjahresvergleiche für Kundenkredite und Kundeneinlagen hier um Veränderungen im Konsolidierungskreis bereinigt
2 Berechnung der Kapitalquoten gemäß Basel 3 Übergangsbestimmungen; das Ergebnis des ersten Halbjahres ist im regulatorischen Kapital und in den Kapitalquoten enthalten.
3 Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, werden die Vergleichszahlen zum 30. September 2014 bereinigt dargestellt: Es wurden die Leasing-Aktivitäten im Vorjahr großteils von der UniCredit Muttergesellschaft auf die Bank Austria übertragen und die Segmentberichterstattung an diese neue Struktur entsprechend angepasst. Die GuV-Positionen betreffend Ukrsotsbank werden weiterhin in der Position "Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen" ausgewiesen.
4 Vergleiche hier gegenüber den publizierten Vorjahreszahlen
5 Beteiligung an der Yapi Kredi in der Türkei „at equity“ (d.h. nur mit anteiligem Eigenkapital enthalten).
6 Auf Basis von IFRS berechnet

Rückfragen: Bank Austria Corporate Relations
Günther Stromenger
Tel. +43 (0) 50505-57232
mailto:guenther.stromenger@unicreditgroup.at