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Ad-hoc /IR Releases

IR Releases

Hier finden Sie die vom Bank Austria Investor Relations Team veröffentlichten IR Releases.

06.08.2015

Bank Austria Ergebnis für das erste Halbjahr 2015:
Bank Austria mit 489 Millionen Euro Nettogewinn nach sechs Monaten

• Solides Ergebnis im operativen Kundengeschäft trotz anhaltender Konjunkturschwäche und rekordtiefem Marktzinsniveau
o Kreditvolumen legt in Österreich und CEE im Vorjahresvergleich insgesamt um 1,4 Prozent
auf 117,2 Milliarden Euro zu, seit Jahresbeginn sogar um 3,1 Prozent
o Mit 12,8 Prozent massiver Zuwachs bei den Kundeneinlagen sowohl in Österreich als auch in CEE im Vergleich zur Vorjahresperiode auf nunmehr 108,0 Milliarden Euro
• Anstieg des Kreditrisikoaufwands auf 391 Millionen Euro führt zu höheren Deckungsquoten
o Im Österreich-Geschäft drehte der Kreditrisikoaufwand dank exzellentem Risikomanagement und hoher Rückführungen ins Plus
o Höherer Kreditrisikoaufwand in CEE hat die Deckungsquoten im 2. Quartal 2015 weiter erhöht, insbesondere im Ukraine- und Russland-Geschäft, aber auch in der Tschechischen Republik, Kroatien und Rumänien
• Kostenbelastung durch Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge steigt um
33,3 Prozent gegenüber Vorjahr und erreicht mit 175 Millionen Euro neuerlich ein Allzeithoch
• Konzernergebnis beläuft sich auf 489 Millionen Euro
o Unter Herausrechnung der Sondereffekte steigt das Konzernergebnis gegenüber dem Vorjahr um 32 Prozent bzw. um 119 Millionen Euro
o Sondereffekte außerhalb des operativen Geschäfts verzerren den Vorjahresvergleich:
 Auslaufen der Erfolgsbeteiligung an der Markets-Einheit der UniCredit CIB-Division, die aus dem Verkauf der CAIB resultierte: 63 Millionen Euro
 Um 44 Millionen höhere Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge als 2014
 Erlöse aus Immobilienverkäufen in Höhe von 72 Millionen Euro im Vorjahr
 Ergebnisbelastung durch die ukrainische Tochterbank in Höhe von 202 Millionen Euro
• Deutliche Verbesserung der Kapitalquoten: Gesamtkapitalquote steigt um 100 Basispunkte auf 14,4 Prozent, die harte Kernkapitalquote Common Equity Tier 11 um 50 Basispunkte auf 10,8 Prozent nach Basel III
• Hervorragende Primärmittelquote dokumentiert starke Liquiditätssituation der Bank
o Kundenkredite sind zu 116,5 Prozent durch Kundeneinlagen und eigene Emissionen refinanziert
• Leverage Ratio stellt mit 6 Prozent einen europaweiten Spitzenwert dar und belegt das konservative Geschäftsmodell

Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
Der Nettozinsertrag blieb mit 58,1 Prozent unverändert die wichtigste Ertragskomponente, lag aber im ersten Halbjahr 2015 aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds und negativer Wechselkurseffekte mit 1.687 Millionen Euro um 3,8 Prozent unter dem Ergebnis der Vorjahresperiode (1-6 2014: 1.754 Millionen Euro).

Dividenden und ähnliche Erträge aus At-equity-Beteiligungen stiegen um 4,4 Prozent auf 234 Millionen Euro (1-6 2014: 224 Millionen Euro). Den wesentlichsten Beitrag lieferte unsere türkische Tochterbank mit 157 Millionen Euro.

Der Provisionsüberschuss entwickelte sich weiterhin positiv und legte gegenüber dem Vorjahr um fast 37 Millionen Euro bzw. um 5,4 Prozent auf 714 Millionen Euro zu (1-6 2014: 677 Millionen Euro). Besonders erfreulich ist der Zuwachs im österreichischen Kundengeschäft, wo vor allem im Privatkundengeschäft und in der CIB Division der Provisionsüberschuss um insgesamt 35 Millionen Euro oder 10,6 Prozent auf 366 Millionen Euro zulegte.

Das Handelsergebnis hingegen sank gegenüber der Vorjahresperiode um 8,3 Prozent auf 230 Millionen Euro (1-6 2014: 251 Millionen Euro), was auf das vertraglich vereinbarte Auslaufen der Erfolgsbeteiligung an der Markets-Einheit der UniCredit CIB-Division, die aus dem Verkauf der CAIB resultierte, zurückzuführen ist.

In Summe lagen die Betriebserträge mit 2.905 Millionen Euro um 2,1 Prozent unter der Vorjahresperiode (1-6 2014: 2.967 Millionen Euro), was insbesondere dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld und der damit deutlich geringeren Zinsspanne geschuldet ist.

Die Betriebsaufwendungen konnten dank striktem Kostenmanagement und weiteren Effizienzsteigerungen um 1,3 Prozent auf 1.527 Millionen Euro gesenkt werden (1-6 2014: 1.546 Millionen Euro).

Das Betriebsergebnis lag mit 1.378 Millionen Euro um 3,0 Prozent unter dem Vorjahr, was auf das bereits erwähnte vertraglich vereinbarte Auslaufen der Erfolgsbeteiligung an der Markets-Einheit der UniCredit CIB-Division, die aus dem Verkauf der CAIB resultierte, zurückzuführen ist (1-6 2014: 1.420 Millionen Euro).

Der Kreditrisikoaufwand fiel in den ersten sechs Monaten 2015 mit 391 Millionen Euro um 11,3 Prozent höher aus als in der Vergleichsperiode (1-6 2014: 352 Millionen Euro). Im österreichischen Kundengeschäft (inkl. Corporate Center) entwickelte sich der Risikoaufwand aufgrund erhöhter Rückführungen aus wertberichtigten Krediten und geringerer Neuvolumina an Problemkrediten sehr erfreulich und wies sogar ein Plus von 2,5 Millionen Euro aus (1-6 2014: 37 Millionen Euro Kreditrisikoaufwand). Der um 25,3 Prozent auf 394 Millionen Euro erhöhte Kreditrisikoaufwand (1-6 2014: 314 Millionen Euro) in CEE hat die Deckungsquoten im 2. Quartal 2015 weiter erhöht, insbesondere im Ukraine- und Russland-Geschäft, aber auch in der Tschechischen Republik, Kroatien und Rumänien. Insgesamt stiegen die Risikokosten (Kreditrisikoaufwand gemessen an den durchschnittlichen Kundenforderungen) im Vorjahresvergleich von 61 auf 67 Basispunkte, wodurch die Coverage Ratio um 121 Basispunkte auf nunmehr 55,8 Prozent verbessert wurde.

Das Betriebsergebnis nach Kreditrisikoaufwand, das als zentrale Kennzahl die Performance im operativen Geschäft darstellt, sank in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 7,7 Prozent auf 986 Millionen Euro, was einerseits auf die niedrigeren Betriebserträge – hauptsächlich zurückzuführen auf das vertraglich vereinbarte Auslaufen der Erfolgsbeteiligung an der Markets-Einheit der UniCredit CIB-Division – sowie auf höhere Risikovorsorgen zurückzuführen ist
(1-6 2014: 1.069 Millionen Euro).

Während in den operativen Geschäftsbereichen das strikte Kostenmanagement die Dynamik der Ausgabenentwicklung erfolgreich eindämmte, konterkarierten weiter gestiegene Bankenabgaben und die neuen Systemsicherungsbeiträge, die unter der Position „Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge“ unter den nicht-operativen Erträgen/Aufwendungen gesammelt ausgewiesen werden, die Bemühungen.

Die nicht-operativen Erträge/Aufwendungen zwischen Betriebsergebnis nach Kreditrisikoaufwand und Ergebnis vor Steuern summierten sich im ersten Halbjahr dieses Jahres auf minus 183 Millionen Euro, was einer Steigerung gegenüber der Vorjahresperiode von 45,8 Prozent entspricht (1-6 2014: 126 Millionen Euro).

Wesentlichster Belastungsfaktor unter den nicht-operativen Positionen waren die Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge, die auf 175 Millionen Euro anstiegen (1-6 2014: 131 Millionen Euro).

In Österreich belief sich die Gesamtkostenbelastung auf 92 Millionen Euro, wovon 66 Millionen Euro (1-6 2014: 62 Millionen Euro) auf die Bankenabgabe und 26 Millionen Euro auf die Dotierungen des Einlagensicherungs- sowie des Abwicklungsfonds entfielen. In Osteuropa belief sich die Gesamtkostenbelastung auf 83 Millionen Euro. Hiervon entfielen 30 Millionen Euro auf Bankenabgaben (vor allem in Ungarn und der Slowakei) und 53 Millionen Euro auf Systemsicherungsbeiträge. So wurden die Bankenabwicklungsfonds in Ungarn und Kroatien mit 8 Millionen Euro sowie der lokale Bankenabwicklungsfonds in Rumänien mit 2 Millionen Euro dotiert. Der Beitrag der CEE-Länder für die Einlagensicherungsfonds belief sich anteilsmäßig auf 43 Millionen Euro für das erste Halbjahr.

Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Kostenbelastung durch Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge um 33,3 Prozent auf insgesamt 175 Millionen Euro (1-6 2014: 131 Millionen Euro).

In der Vergleichsperiode des Vorjahres wurden im Finanzanlageergebnis Erlöse aus Immobilienverkäufen in Höhe von 72 Millionen Euro gebucht, was den Vorjahresvergleich verzerrt. Nach den ersten sechs Monaten dieses Jahres belief sich das Finanzanlageergebnis auf 1 Million Euro, während im Vergleichszeitraum des Vorjahres 56 Millionen Euro ausgewiesen wurden.

Das Ergebnis vor Steuern sank aufgrund des vertraglich vereinbarten Auslaufens der Erfolgsbeteiligung an der Markets-Einheit der UniCredit CIB-Division sowie des beschriebenen Belastungsmix aus schwacher Konjunktur, niedrigem Zinsumfeld und deutlich gestiegener Abgabenbelastungen im ersten Halbjahr 2015 um 14,8 Prozent auf 803 Millionen Euro (1-6 2014: 943 Millionen Euro). Das Ergebnis nach Abzug der Ertragsteuern verringerte sich im Vorjahresvergleich um 16,8 Prozent auf 674 Millionen Euro (1-6 2014: 811 Millionen Euro). Das Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen fällt mit 183 Millionen Euro negativ aus, da die Ukrsotsbank das Ergebnis belastet hat. In diesem sind auch die Verkaufserlöse der Immoholding enthalten, die aber die Ergebnisbelastung durch die Ukrsotsbank bei Weitem nicht ausgleichen konnten. Nach Abzug der Anteile im Fremdbesitz belief sich das Konzernergebnis nach Steuern auf 489 Millionen Euro (1-6 2014: 778 Millionen Euro). Unter Herausrechnung der Sondereffekte steigt das Konzernergebnis nach Steuern gegenüber dem Vorjahr um 32 Prozent bzw. um 119 Millionen Euro

Aus diesem Ergebnis errechnen sich folgende Finanzkennzahlen:
• Die Cost/Income-Ratio liegt bei 52,6 Prozent (1-6 2014: 52,1 Prozent).
• Die Risk/Earnings-Ratio (Kreditrisiko in Prozent des Zinsüberschusses) stieg auf 20,4 Prozent (1-6 2014: 17,8 Prozent).
• Die Gesamtkapitalquote (bezogen auf alle Risiken) stieg auf 14,4 Prozent (Ultimo 2014: 13,4 Prozent)
• Die Kernkapitalquote Common Equity Tier 13 beträgt 10,8 Prozent (bezogen auf alle Risiken) (Ultimo 2014: 10,3 Prozent).


Die Divisionen im Detail
Die Bank Austria weist ihr Ergebnis in vier Divisionen aus: Privat- & Firmenkunden, Corporate & Investment Banking (CIB), Private Banking sowie Zentral- und Osteuropa (CEE). Dazu kommt das Corporate Center.

Die Division Privat- & Firmenkunden konnte in den ersten sechs Monaten 2015 das Ergebnis vor Steuern um 8,6 Prozent auf 158 Millionen Euro deutlich verbessern (1-6 2014: 146 Millionen Euro). Bei nur leicht rückläufigen Erträgen, was insbesondere dem Niedrigzinsumfeld geschuldet ist, und sehr guter Kostenentwicklung war diese Verbesserung hauptsächlich der Auflösung von Kreditrisikovorsorgen auf Grund der hervorragenden Qualität des Kreditportfolios zu verdanken. Mit verlängerten Öffnungszeiten in ausgewählten Filialen, mittlerweile auch in den Bundesländern, sowie dem SmartBanking Angebot mit Videoberatung schreitet der Ausbau der modernen Multikanalbank, in der der Kunde entscheidet, wann, wo und wie er mit der Bank in Kontakt tritt, zügig voran. Konsequent werden das neue Service- und Betreuungsmodell und die Modernisierung unserer Filialen fortgesetzt, um ein komplett neues Kundenerlebnis zu schaffen und den veränderten Kundenbedürfnissen Rechnung zu tragen. Dies wird von den Kunden hervorragend angenommen und zeigt sich auch bereits deutlich in der Geschäftsentwicklung in diesem Segment: So konnte die Nettokundenentwicklung und auch das Geschäftsvolumen im Finanzierungs- und Fondsgeschäft gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden. So konnten im 1. Halbjahr 2015 35.000 Neukunden gewonnen werden, was eine Steigerung von 24 Prozent gegenüber Vorjahr bedeutet. Im Firmenkundengeschäft war das erste Halbjahr 2015 geprägt von der weiterhin verhaltenen Investitionsbereitschaft der Unternehmen und dementsprechend geringer Kreditnachfrage. Fortgesetzt hat sich der Trend des steigenden Einlagevolumens: Hierbei lag der Fokus der Unternehmen auf Sichteinlagen, die trotz sehr geringer Verzinsung die größten Zuwächse erzielten.

Die Division Private Banking konnte im ersten Halbjahr 2015 das Ergebnis vor Steuern um 17,7 Prozent auf 25 Millionen Euro deutlich steigern (1-6 2014: 22 Millionen Euro) und damit, gerade vor dem Hintergrund des hartnäckigen Niedrigzinsumfelds, ihre Stärke in der Vermögensverwaltung bestens zur Geltung bringen, sowie den Wachstumskurs fortsetzen. Die Total Financial Assets betrugen Ende Juni 22,5 Milliarden Euro, was einen Anstieg von 10,6 Prozent gegenüber Juni 2014 bedeutet. Die Steigerung im bisherigen Jahresverlauf um 5,2 Prozent ist hauptsächlich auf die Vermögensverwaltung (Assets under Management), dem strategischen Kernziel der Division Private Banking, zurückzuführen. Hier erhöhte sich das Volumen 2015 um 17,9 Prozent gegenüber der
Vorjahresperiode, was sowohl auf die Kursgewinne im Bestandsportfolio als auch auf substanzielle Nettomittelzuflüsse zurückzuführen ist. Darüber hinaus konnte Bank Austria Private Banking mit dem neuen Servicemodell „UNIVERS“, bei dem der Kunde durch einen transparenten Pauschalspesensatz in völliger Unabhängigkeit von den Transaktionskosten Anlageentscheidungen treffen kann, seine Position als Innovationsführer am heimischen Private Banking Markt ausbauen. Bisher haben Kunden bereits eine knappe halbe Milliarde Euro in das erst seit März österreichweit eingeführte Servicemodell investiert.

Die Ertragslage der Division Corporate & Investment Banking (CIB) entwickelte sich im Verlauf der letzten Quartale positiv. Insgesamt waren die Betriebserträge mit 236 Millionen Euro um 3,2 Prozent höher als im Vorjahr (1-6 2014: 229 Millionen Euro) – vor allem aufgrund der deutlichen Steigerung des Provisionsüberschusses (+36,2 Prozent) und des guten Handelsergebnisses. Auch das Betriebsergebnis konnte um 1,2 Prozent auf 130 Millionen Euro gesteigert werden. Aufgrund der guten Portfolioqualität belief sich der Kreditrisikoaufwand nur auf 1 Million Euro (gegenüber plus
15 Millionen Euro in der Vergleichsperiode des Vorjahres). Dieser Effekt sowie die Kosten für Bankenabgabe und die Systemsicherungsbeiträge in Höhe von gesamt 18 Millionen Euro belasteten das Ergebnis vor Steuern, das mit 112 Millionen Euro um 14,8 Prozent geringer als im Vorjahr ausfiel (1-6 2014: 131 Millionen Euro). Die Division CIB konnte ihre führende Marktstellung bei multinationalen Unternehmen in Österreich im ersten Halbjahr 2015 weiter ausbauen. Corporate & Investment Banking nimmt sowohl in Österreich als auch in Europa führende Positionen bei Euro-Anleihe-Emissionen sowie bei strukturierten Finanzierungen ein.

Im ersten Halbjahr 2015 konnte die CEE-Division wieder ein gutes Betriebsergebnis nach Kreditrisikoaufwand in Höhe von 772 Millionen Euro erzielen und lag damit wechselkursbereinigt um 1,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Maßgeblich zu diesem Ergebnis beigetragen haben die zentraleuropäischen Länder, die ihr Betriebsergebnis nach Kreditrisiko um 28,2 Prozent steigern konnten, wobei die Tochterbanken der Bank Austria in der Tschechischen Republik und Slowakei (21,0 Prozent) und Ungarn (31,8 Prozent) herausragten. Die Länder der Region Südosteuropa legten trotz der schwachen Konjunktur um 23,0 Prozent zu und auch der Equity-Beitrag des türkischen Joint Ventures trug mit einem Plus von 11,6 Prozent wieder kräftig zur Ergebnisverbesserung bei. Die russische Tochterbank bewährte sich in einem besonders volatilen Umfeld, das von extremen Wechselkursschwankungen, Einschränkungen des Kapitalverkehrs und hoher Zinsvolatilität geprägt war und konnte mit einem Gewinn vor Steuern in Höhe von 155 Millionen Euro abermals einen substanziellen Beitrag zum Gesamtergebnis beisteuern.

In Russland und der Ukraine wurden im ersten Halbjahr höhere Risikovorsorgen gebildet, womit dort auch die Coverage Ratio weiter anstieg, wohingegen in den übrigen Ländern die Risikokosten zusammengenommen gesenkt werden konnten. Die CEE-Division erzielte im ersten Halbjahr 2015 ein Ergebnis vor Steuern von 678 Millionen Euro, was wechselkursbereinigt einem Plus von 5,9 Prozent entspricht und damit erneut eine wichtige Ertragsstütze der Bank war.

Die Bank Austria steuert als Subholding der UniCredit das Bankennetzwerk in Zentral- und Osteuropa in 13 Ländern mit 47.941 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und rund 2.500 Filialen (inklusive des at equity konsolidierten türkischen Joint-Ventures). Die Gruppe sieht sich weiterhin als langfristiger Investor in dieser Region und will in den kommenden Jahren ihre führende Marktstellung durch nachhaltiges organisches Wachstum ausbauen.

Das Wachstum der CEE-Region 2015 überraschte angesichts der schwierigen Situation in der Ukraine und Russland (sinkende Rohstoffpreise, Sanktionen und geopolitische Spannungen) und ist auf die Erholung der Nachfrage im Euroraum sowie die Ausweitung der Liquidität im Zuge des QE-Programms der EZB zurückzuführen. Diese Faktoren, zusammen mit einem Anstieg der Exporte aus dem Euroraum in Drittstaaten, geben den Ländern Zentral- und Osteuropas auch im restlichen Jahr Aufwind.


Die Bilanz
Die Bilanzsumme der Bank Austria belief sich zum 30. Juni 2015 auf 191,4 Milliarden Euro und lag damit um 1,2 Prozent oder 2,3 Milliarden Euro höher als zum Vorjahresultimo (31.12.2014: 189,1 Milliarden Euro).

Auf der Aktivseite stiegen die Kundenforderungen per Ende Juni um 3,1 Prozent oder 3,5 Milliarden Euro auf 117,2 Milliarden Euro (31.12.2014: 113,7 Milliarden Euro), während die Forderungen an Kreditinstitute um 7,9 Prozent deutlich auf 28,1 Milliarden Euro zurückgingen (31.12.2014: 30,5 Milliarden Euro).

Auf der Passivseite stiegen die Kundeneinlagen deutlich um 5,6 Prozent auf 108,0 Milliarden Euro (31.12.2014: 102,3 Milliarden Euro), während die verbrieften Verbindlichkeiten aufgrund ausgelaufener Schuldverschreibungen um 4,6 Prozent auf 28,6 Milliarden Euro zurückgingen (31.12.2014: 30,0 Milliarden Euro). Die Primärmittel, also die Summe aus den beiden Positionen stiegen um 4,3 Milliarden Euro oder 3,3 Prozent auf 136,6 Milliarden Euro beziehungsweise 71,4 Prozent der Bilanzsumme. Daraus errechnet sich eine Loans/Direct Funding Ratio von 86 Prozent. Das heißt, dass die Kundenforderungen durch Kundeneinlagen und eigene Emissionen zu 116,5 Prozent gedeckt sind.

Die gemäß Basel 3 zu berechnende Leverage-Ratio verbessert sich per 30. Juni dieses Jahres auf exzellente 6,0 Prozent gemäß Basel 3-Übergangsbestimmungen.

Das regulatorische Eigenkapital erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresultimo um 1,9 Milliarden Euro auf nunmehr 19,4 Milliarden Euro.

Die Gesamtkapitalquote bezogen auf alle Risiken beläuft sich per 30. Juni 2015 auf solide 14,4 Prozent, die Kernkapitalquote Common Equity Tier 1 stieg auf exzellente 10,8 Prozent bezogen auf alle Risiken.

 Tabellen
 IR Release

Rückfragen: Bank Austria Corporate Relations
Günther Stromenger
Tel. +43 (0)50505-57232
mailto:guenther.stromenger@unicreditgroup.at