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05.07.2007

BA-CA unterschreibt Kaufvertrag für die ukrainische Ukrsotsbank

Die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), innerhalb der UniCredit Group für das Bankgeschäft in Zentral- und Osteuropa verantwortlich, hat heute eine Kaufvereinbarung zum Erwerb eines Anteils von rund 95 Prozent an der ukrainischen Ukrsotsbank (USB) von einer Investorengruppe, repräsentiert durch die Interpipe Group, unterzeichnet.

Der Erwerb der USB wird die Präsenz der Gruppe in der Ukraine, einem der am schnellsten wachsenden Märkte in der Region, noch weiter stärken. Die UniCredit Group ist bereits mit ihren Tochtergesellschaften HVB Ukraine und UniCredit Bank Ltd. am ukrainischen Markt vertreten.

Nach der erst vor kurzem bekannt gegeben Akquisition der ATF Bank in Kasachstan ist diese Transaktion ein weiterer Schritt der UniCredit Group zur Stärkung ihrer führenden Position in den CEE- und CIS-Ländern.

Der Kaufpreis für das gesamte ausstehende Grundkapital der USB ist 2.070 Millionen US-Dollar (1.520 Millionen Euro zum gegenwärtigen Wechselkurs) sowie ein Betrag, welcher der Kapitalerhöhung (derzeit geschätzt ca. 130 Millionen US-Dollar bzw. ca. 95 Millionen Euro) entspricht, die von den bestehenden Aktionären der USB vor Abschluss der Transaktion gezeichnet werden muss. Der Abschluss der Transaktion ist für das letzte Quartal 2007 geplant. Die Kaufsumme enthält eine Preisanpassung basierend auf dem Nettovermögen der USB zum Zeitpunkt des Abschlusses. Die Transaktion wird zur Gänze aus den bestehenden Mitteln der BA-CA finanziert. Der Abschluss der Transaktion unterliegt einer Reihe von Bedingungen, wie dem Erhalt aller notwendigen Genehmigungen und Bewilligungen durch die zuständigen Behörden.

Die UniCredit Group und die BA-CA wurden von Credit Suisse und UniCredit Markets & Investment Banking beraten, als rechtliche Berater fungierte Allen&Overy.

Über die USB

Die USB wurde 1991 gegründet und notiert zur Zeit an der ukrainischen Börse. Historisch gesehen war die USB auf Großkunden und auf Klein- und Mittelunternehmen fokussiert. Nach der Akquisition durch eine Gruppe von Investoren repräsentiert von Interpipe, eines der größten ukrainischen Industrieunternehmen, hat die Bank ihre Tätigkeit stärker in Richtung Privatkundengeschäft ausgebaut. Derzeit erwägt die Bank, ihre Tätigkeit in Richtung Asset Management, Finanzberatung und Pensionsfonds zu erweitern.

Per 31. Dezember 2006 war die USB die sechstgrößte ukrainische Bank gemessen an Kundenkrediten (1,9 Milliarden Euro, +78 Prozent gegenüber 2005 zum damaligen Wechselkurs, Marktanteil: 5,3 Prozent) und viertgrößte Bank im Bereich Kundeneinlagen (1,6 Milliarden Euro, +30 Prozent gegenüber 2005, Marktanteil: 5,8 Prozent). Zum gleichen Zeitpunkt hatte die Bank eine Bilanzsumme von rund 2,6 Milliarden Euro.

Das Geschäftsmodell der USB ist vor allem auf Privatkundengeschäft ausgerichtet (55 Prozent des Kreditbestands und 8,9 Prozent Marktanteil per 31. Dezember 2006) verbunden mit einer soliden Präsenz im Großkunden- und KMU-Bereich, auf den die verbleibenden 45 Prozent des Kreditportfolios entfallen (3,4 Prozent Marktanteil). Per Dezember 2006 betreibt die USB mit 497 Filialen das siebtgrößte Filialnetz in der Ukraine.

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