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Eingereicht von: Mädchenzentrum *peppa, Martina Polleres-Hyll
Projektstart: 01.04.2009
Kategorie: Kinder/Jugendliche, Integration/Migration, Frauenförderung
Social-Media: https://www.instagram.com/maedchenzentrum_peppa/?hl=de


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Interview mit Mag.a Martina Polleres-Hyll, Stv. Einrichtungsleitung, CarBiz – Caritas Bildungszentrum

Frau Mag.a Martina Polleres-Hyll

„Gewinner des Bank Austria Sozialpreises im Bundesland Wien 2021“: Wie hört sich das an? Was war Ihre erste Reaktion?
Das ganze Team hat sich unheimliche gefreut. Die letzten Monate waren für alle sehr herausfordernd. Umso schöner, wenn die harte Arbeit dann so belohnt wird.

Wie haben Sie selbst die letzten Wochen und Tage des Votings erlebt?
Es war natürlich sehr aufregend. Zuerst freut man sich schon einmal, unter die ersten 3 Projekte gekommen zu sein. Dann fiebert man aber natürlich dem Ende des Votings entgegen. Es war schön zu sehen, dass so viele Menschen das *peppa Mädchenzentrum unterstützen.

Beschreiben Sie bitte noch einmal kurz, was Ihr Projekt ausmacht?
Das Mädchenzentrum *peppa im 16. Wiener Gemeindebezirk bietet ein niederschwelliges Beratungs-, Bildungs-, Freizeit- und Informationsangebot. Ziel des Projektes ist es primär, Mädchen und junge Frauen auf dem Weg zu einer selbstständigen und unabhängigen Lebensführung zu begleiten und bedarfsgerecht zu unterstützen. Die Angebote und Aktivitäten erweitern die Handlungskompetenzen und Kommunikationsfähigkeiten der Teilnehmerinnen und fördern ihre Partizipation und chancengleiche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Wie werden Sie das Preisgeld von 6.000 Euro konkret für Ihr Projekt einsetzen?
Gerade nach den zahlreichen Einschränkungen, die die Corona Pandemie besonders für Jugendliche mit sich gebracht hat ist geplant, dass Geld für Aktivitäten rund um das Thema psychische Gesundheit aufzuwenden.

Warum ist es aus Ihrer Sicht notwendig, Projekte ins Leben zu rufen, die einen Nutzen für Kinder/Jugendliche/die Gesellschaft stiften?
Auch wenn es banal klingt: Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Es ist wichtig sie zu stärken, zu begleiten und neue Möglichkeiten zu eröffnen. 

Wie wichtig war es, den Bank Austria Sozialpreis auch in Corona-Zeiten planmäßig durchzuführen?
Durch Corona musste vieles verschoben oder abgesagt werden. Dabei sind Veranstaltungen wie der Bank Austria Sozialpreis wichtiger denn je, da die Corona Krise in vielerlei Hinsicht eine soziale Krise geworden ist. Deshalb ist es wichtiger denn je, soziale Projekte zu Unterstützen und vor den Vorhang zu holen.

Fotocredits: © Portraitfoto: Robert Harson


Das Projekt

Das von der Caritas betriebene Mädchenzentrum *peppa unterstützt mit seinem Beratungs-, Bildungs-, Freizeit- und Informationsangebot Mädchen und junge Frauen zwischen 10 und 20 Jahren, mit und ohne Migrations- bzw. Fluchtgeschichte, bei ihrer gesellschaftlichen Teilhabe. Das *peppa ist an vier Tagen in der Woche nachmittags geöffnet und wird dabei jeweils von ca. 30 Mädchen besucht. Es finden Freizeitaktivitäten, Ausflüge, themenspezifische Projektarbeit sowie Bildungs- und Beratungstätigkeiten statt. Die Besucherinnen können an drei Tagen die Lernhilfe und den *peppa Girls Talk für Einzelberatung oder Gruppengespräche nützen. Es finden z.B. entlastende Gespräche in schwierigen Lebenslagen statt. Dazu auch Arabischsprechstunden um Mädchen, die noch nicht ausreichend Deutsch sprechen, Orientierung bezüglich Ausbildung oder Sozialsystem zu geben. Des Weiteren wird Wissen und Handlungsfähigkeit in Bezug auf verschiedene Formen der Gewalt und Schutzeinrichtungen angeboten und vermittelt.

Ziel der Angebote des *peppa ist es, Ungleichheiten abzubauen, Geschlechtergleichberechtigung zu fördern sowie die Eigenverantwortlichkeit und Selbstbestimmung junger Frauen zu unterstützen. In diesem Entwicklungs- und Entfaltungsraum erwerben sie jene Handlungskompetenzen, mit denen sie individuelle wie auch gesellschaftliche Herausforderungen (und auch Auswirkungen der Pandemie) ihren eigenen Bedürfnissen entsprechend bearbeiten und lösen können. 

Die Hauptmotivation zur Einreichung für den Bank Austria Sozialpreis 2021 ist die Fortführung bzw. Absicherung des Projekts. Das Mädchenzentrum *peppa erfüllt Aufgaben, die zu einem Wandel in den sozialen und gesellschaftlichen Verhältnissen führen. Die Besucherinnen kommen häufig aus Familien mit prekärem sozio-ökonomischem Status, unterschiedlichen Lebensweisen und Sprachkenntnissen. Die Faktoren Migrationshintergrund, sozio-ökonomische Verhältnisse und Geschlecht haben wesentlichen Einfluss auf ihre Chancen für die Zukunft. Hier setzt das *peppa mit seinen Angeboten an und fördert die gesellschaftliche Teilhabe. 

Männer haben keinen Zutritt im Mädchenzentrum *peppa, weshalb nur die Mithilfe von Frauen vor allem im Bereich der Lernhilfe sowie im punktuellen Engagement möglich ist. Je nach Bedarfslage werden Freiwillige gesucht, die die Mädchen und jungen Frauen in der Lernhilfe unterstützen, besonders in mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächern. Freiwillige können auch punktuell als Expertinnen eine Gesprächsrunde oder einen Workshop im Mädchenzentrum durchführen z.B. zu den Themen Bewerbung, Frauen in untypischen Berufen o.ä. oder einen Ausflug mit den Besucherinnen des Mädchenzentrums organisieren z.B. in den Tierpark Schönbrunn oder in den Prater.