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Eingereicht von: Mädchenzentrum *peppa, Martina Polleres-Hyll
Projektstart: 01.04.2009
Kategorie: Kinder/Jugendliche, Integration/Migration, Frauenförderung
Social-Media: https://www.instagram.com/maedchenzentrum_peppa/?hl=de


Das von der Caritas betriebene Mädchenzentrum *peppa unterstützt mit seinem Beratungs-, Bildungs-, Freizeit- und Informationsangebot Mädchen und junge Frauen zwischen 10 und 20 Jahren, mit und ohne Migrations- bzw. Fluchtgeschichte, bei ihrer gesellschaftlichen Teilhabe. Das *peppa ist an vier Tagen in der Woche nachmittags geöffnet und wird dabei jeweils von ca. 30 Mädchen besucht. Es finden Freizeitaktivitäten, Ausflüge, themenspezifische Projektarbeit sowie Bildungs- und Beratungstätigkeiten statt. Die Besucherinnen können an drei Tagen die Lernhilfe und den *peppa Girls Talk für Einzelberatung oder Gruppengespräche nützen. Es finden z.B. entlastende Gespräche in schwierigen Lebenslagen statt. Dazu auch Arabischsprechstunden um Mädchen, die noch nicht ausreichend Deutsch sprechen, Orientierung bezüglich Ausbildung oder Sozialsystem zu geben. Des Weiteren wird Wissen und Handlungsfähigkeit in Bezug auf verschiedene Formen der Gewalt und Schutzeinrichtungen angeboten und vermittelt.

Ziel der Angebote des *peppa ist es, Ungleichheiten abzubauen, Geschlechtergleichberechtigung zu fördern sowie die Eigenverantwortlichkeit und Selbstbestimmung junger Frauen zu unterstützen. In diesem Entwicklungs- und Entfaltungsraum erwerben sie jene Handlungskompetenzen, mit denen sie individuelle wie auch gesellschaftliche Herausforderungen (und auch Auswirkungen der Pandemie) ihren eigenen Bedürfnissen entsprechend bearbeiten und lösen können. 

Die Hauptmotivation zur Einreichung für den Bank Austria Sozialpreis 2021 ist die Fortführung bzw. Absicherung des Projekts. Das Mädchenzentrum *peppa erfüllt Aufgaben, die zu einem Wandel in den sozialen und gesellschaftlichen Verhältnissen führen. Die Besucherinnen kommen häufig aus Familien mit prekärem sozio-ökonomischem Status, unterschiedlichen Lebensweisen und Sprachkenntnissen. Die Faktoren Migrationshintergrund, sozio-ökonomische Verhältnisse und Geschlecht haben wesentlichen Einfluss auf ihre Chancen für die Zukunft. Hier setzt das *peppa mit seinen Angeboten an und fördert die gesellschaftliche Teilhabe. 

Männer haben keinen Zutritt im Mädchenzentrum *peppa, weshalb nur die Mithilfe von Frauen vor allem im Bereich der Lernhilfe sowie im punktuellen Engagement möglich ist. Je nach Bedarfslage werden Freiwillige gesucht, die die Mädchen und jungen Frauen in der Lernhilfe unterstützen, besonders in mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächern. Freiwillige können auch punktuell als Expertinnen eine Gesprächsrunde oder einen Workshop im Mädchenzentrum durchführen z.B. zu den Themen Bewerbung, Frauen in untypischen Berufen o.ä. oder einen Ausflug mit den Besucherinnen des Mädchenzentrums organisieren z.B. in den Tierpark Schönbrunn oder in den Prater.