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Sozialarbeiterische Begleitung für Familien mit Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Erkrankungen

Eingereicht von: MOKI Kärnten Mobile Kinderkrankenpflege, Mag. (FH) Lisa Tschuschnig
Projektstart: 2019
Kategorie: Kinder/Jugendliche
Webseite: http://www.moki-kaernten.at


 Ergebnis:
 54,5%

Interview mit Mag. Lisa Tschuschnig
Sozialarbeiterin, MOKI Kärnten Mobile Kinderkrankenpflege

„Gewinner des Bank Austria Sozialpreises Kärnten 2019“: Wie hört sich das an? Was war Ihre erste Reaktion?

Es ist eine große Freude, dass die soziale Arbeit durch den Bank Austria Sozial Preis öffentliche Aufmerksamkeit und Wertschätzung erhält. Es ist eine Erleichterung, dass die sozialarbeiterische Begleitung von Kindern mit schweren Erkrankungen im Mittelpunkt stehen kann.

Wie haben Sie selbst die letzten Wochen und Tage des Votings erlebt?

Mit dem näherkommenden Enddatum des Online Votings wurden immer wieder Möglichkeiten gefunden, um die Soziale Arbeit von MOKI Kärnten sichtbar zu machen. Es konnten weitere Personengruppen gefunden werden, die sich für dieses Projekt interessieren und ihre Stimme dafür geben.

Beschreiben Sie bitte noch einmal kurz, was Ihr Projekt ausmacht?

In der sozialarbeiterischen Begleitung von Kindern mit lebensverkürzenden Erkrankungen bei MOKI Kärnten geht es darum, die Kinder und ihre Familien im Sinne des Casemanagements bestmöglich zu entlasten. Sozialrechtliche Absicherung, finanzielle Sicherung und psychosoziale Entlastungsgespräche stehen bei der Sozialarbeiterin im Fokus. Die dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerinnen, die in der Entlastungspflege bei den Kindern tätig sind, sind für die Familien eine unverzichtbare Ansprechperson. Gemeinsam unterstützen die Sozialarbeiterin und die dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin die Familien, wobei die Hilfestellungen für die Familien individuell sind. MOKI Kärnten fungiert als Bindeglied zwischen der Betreuung und Versorgung der lebenszeitverkürzt erkrankten Kindern zu Hause und dem stationären Bereich bzw. Behörden, die für die notwendigen Hilfs- und Heilmittel sowie die Antragstellungen und finanzielle Unterstützung zuständig sind.

Wie werden Sie das Preisgeld von 6.000,- EUR konkret für Ihr Projekt einsetzen?

Das Preisgeld wird für die Finanzierung des Tätigkeitsfeldes der Sozialarbeiterin bei MOKI Kärnten verwendet. Die Tätigkeit einer Sozialarbeiterin ist bei MOKI nicht in der Regelfinanzierung vorgesehen, es gibt hierbei keine Ressourcen und Finanzierung der öffentlichen Hand.

Warum ist es aus Ihrer Sicht notwendig, Projekte ins Leben zu rufen, die einen Nutzen für Kinder/Jugendliche/die Gesellschaft stiften?

Im Sinne der sozialen Nachhaltigkeit ist es notwendig, dass Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen und ihre Familien längerfristig ausreichend entlastet werden, um somit die Lebensqualität der Kinder und ihrer Familien zu erhöhen. Die Kinder sind in einer Gesellschaft das Wertvollste. Aus diesem Grund sollte besonders schwer kranken Kindern jedes Lachen, jede Bewegung mit jeglicher Unterstützung und jede Teilnahme am sozialen Leben ermöglicht werden. Die Soziale Arbeit trägt ihren Teil dazu bei, in dem die Familien ausreichend informiert werden, um somit die entsprechenden Ansprüche durch Antragstellungen geltend machen und die notwendigen Heil- und Hilfsmittel finanzieren können. Die Eltern können ein klein wenig entlastet werden, um die Herausforderungen mit ihrem Kind mit lebensverkürzender Erkrankung zu schaffen und die Kraft zu haben mit den Kindern zu lachen.

Fotocredits: ©MOKI Kärnten

 

Das Projekt


MOKI Kärnten stärkt und entlastet Familien mit Kindern mit lebensverkürzenden Erkrankungen dabei, ihr Kind zu Hause in gewohnter Umgebung zu pflegen. Die Familien werden in enger Zusammenarbeit mit dem/der behandelten Arzt/Ärztin, Krankenhaus und dem sozialen Netz von diplomierten Pflegefachkräften zu Hause betreut. Aufgabe des Teams ist es, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, in der sich das Kind geborgen fühlt und die seiner Gesundheit förderlich ist. MOKI Kärnten möchte Familien dabei unterstützen, die Erkrankungen anzunehmen und den alltäglichen Umgang mit den Herausforderungen in Zusammenhang mit der Erkrankung zu erleichtern.

Familien mit Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Erkrankungen werden vor Ort im vertrauten Umfeld von einer Sozialarbeiterin begleitet. Diese kommt zur Familie nach Hause, um sie im Sinne des Case Managements mit den Herausforderungen der lebensverkürzt erkrankten Kinder und den dementsprechenden finanziellen und psychosozialen Belastungen zu unterstützen. In Bezug auf die längerfristige psychosoziale Betreuung nimmt die Sozialarbeiterin Kontakt mit den entsprechenden Einrichtungen auf. Es benötigt Mut und Fingerspitzengefühl, die Familien individuell und behutsam zu Fragen des Krankheitsverlaufs, des möglichen bevorstehenden Todes und in der ersten Zeit der Trauer zu begleiten.

Durch das Erleben der Sozialarbeiterin als stabile Begleiterin in der Krisensituation als auch darüber hinaus, gelingt es den Klientinnen und Klienten, Entlastungsangebote anzunehmen und ihre Handlungskompetenzen, insbesondere die Fähigkeit die Erkrankung des Kindes mit all seinen Konsequenzen und Folgen anzunehmen und in den Alltag zu integrieren.

Die Teilnahme am Bank Austria Sozialpreis steigert den Bekanntheitsgrad des Projekts und wirkt somit der Ausgrenzung und Benachteiligung der Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen entgegen. Die Öffentlichkeitsarbeit erzielt eine Sensibilisierung bei verschiedenen Behörden und Institutionen. Dadurch wird auf die erkrankten Kinder und Jugendlichen aufmerksam gemacht sowie Verständnis und Akzeptanz für ihre Familien gefördert. Der Bank Austria Sozialpreis trägt zur Fortführung und Absicherung des Projekts bei.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kundinnen und Kunden der Bank Austria können sich leider nicht aktiv am Projekt beteiligen. Dennoch besteht die Möglichkeit, mit der Sozialarbeiterin Kontakt aufzunehmen, um mehr über ihre Tätigkeit bei MOKI Kärnten zu erfahren und diese kennenzulernen. Bei Bedarf kann es gerne zu persönlichen Gesprächen kommen.