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Eingereicht von: Evangelisches Diakoniewerk Gallneukirchen, Gerhard Winkler
Projektstart: 2018
Kategorie: Integration/Migration
Webseite: http://www.allfred.at


 Ergebnis:
 45,26%

Interview mit Katja Riel, „Allfred-Koordinatorin“
Allfred - Alltag. Freizeit. Dienstleistung. Allfred macht den Alltag leichter, Evangelisches Diakoniewerk Gallneukirchen

„Gewinner des Bank Austria Sozialpreises Oberösterreich 2019“: Wie hört sich das an? Was war Ihre erste Reaktion?

Als wir erfuhren, dass unser „Allfred“ den ersten Platz in Oberösterreich erreicht hat, war das gesamte Team überglücklich. Es ist einfach eine große Freude und eine Bestätigung dafür, dass wir mit unserer Arbeit auf dem richtigen Weg sind.

Wie haben Sie selbst die letzten Wochen und Tage des Votings erlebt?

Die letzten Tage vor der Entscheidung waren für das gesamte Team noch sehr spannend. Allfred-Fans, Kolleginnen und Kollegen, Freunde und Bekannte wurden mobilisiert, um uns ihre Stimme zu geben. Am letzten Tag vor der Entscheidung waren wir natürlich etwas angespannt und hofften, dass unser Vorsprung für den Sieg ausreichen würde.

Beschreiben Sie bitte noch einmal kurz, was Ihr Projekt ausmacht?

„Allfred“ vernetzt ältere Menschen, die Unterstützung benötigen oder sozialen Austausch suchen, mit Menschen, die auf der Suche nach einem sinnstiftenden Nebenjob sind. Ein persönliches Kennenlernen aller Helfer und Helferinnen durch einen mehrstufigen Bewerbungsprozess gewährleistet ein hohes Qualitätsniveau und unterscheidet uns von anderen Angeboten. Die Plattform vermittelt dabei nicht nur konkrete Hilfe im Alltag, sondern rückt auch das Tabuthema Einsamkeit im Alter ins Zentrum. Darüber hinaus werden Menschen vermittelt, die einen erschwerten Zugang zum Arbeitsmarkt haben, wie zum Beispiel Menschen in Ausbildung, Menschen mit niedrigem Qualifikationsniveau oder Asylwerber und Asylwerberinnen. Soziale Teilhabe und Integration beider Personengruppen ist unser Ziel. Ebenso verfolgt „Allfred“ einen generationenverbindenden Ansatz und, dass auf diesem Wege Werte wie Empathie und Solidarität gestärkt werden.

Wie werden Sie das Preisgeld von 6.000,- EUR konkret für Ihr Projekt einsetzen?

„Allfred“ verbindet den persönlichen Kontakt mit digitalen Elementen. Wir möchten den Radius von „Allfred“ erweitern und unser Angebot für mehr hilfesuchende Menschen zugänglich machen, vor allem auch in ländlichen Regionen. Dafür ist es notwendig, in einen benutzerfreundlicheren Zugang auf unserer Website zu investieren, um die Anmeldung so einfach wie möglich zu machen. Darüber hinaus möchten wir auch den persönlichen Service, der uns ausmacht, ausbauen und verbessern.

Warum ist es aus Ihrer Sicht notwendig, Projekte ins Leben zu rufen, die einen Nutzen für Kinder/Jugendliche/die Gesellschaft stiften?

Es gibt Personengruppen, die von der Gesellschaft besonders unterstützt werden müssen, wie beispielsweise ältere Menschen, Menschen mit Behinderung, Kinder oder Menschen mit Migrationshintergrund. Engagierte Personen und Organisationen, die sich um die Bedürfnisse dieser Personengruppen annehmen und dabei vor allem den Mensch und nicht den Profit im Fokus haben, leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Es braucht in Zukunft neue Perspektiven eines Miteinanders, in denen Jede und Jeder Platz findet, unter Berücksichtigung der jeweiligen Stärken und Schwächen.

Fotocredits: ©Allfred/Florian Hoflehner

Das Projekt


Das Diakoniewerk startete mit Juni 2018 ein neues Dienstleistungsangebot unter dem Namen "Allfred". Über die Website www.allfred.at werden Hilfesuchende und Helferinnen und Helfer miteinander vernetzt. Bei Gartenarbeiten, Einkäufen oder anderen Aufgaben im Haus ist es damit künftig möglich, kompetente Unterstützung anzufordern.

"Allfred" - der Name stammt aus den Abkürzungen Alltag. Freizeit. Dienstleistung und steht für ein Serviceangebot, das Personen, die Hilfe benötigen, dabei unterstützen soll, Menschen zu finden, die ihnen den Alltag erleichtern. Das können beispielsweise gemeinsames Kochen, Unterstützung im Garten und im Haus aber auch Begleitung bei Arztbesuchen, Einkäufen oder Spaziergänge mit dem Hund sein. Diese Hilfe von außen soll auch der Entlastung Angehöriger dienen.

Das Vernetzen von Helferinnen und Helfern und Unterstützungssuchenden erfolgt über einen vorgegebenen Rahmen: Ein persönliches Kennenlernen aller Helfer/innen mit mehrstufigen Bewerbungsprozess findet im ersten Schritt durch die Koordinatorinnen und Koordinatoren statt, um ein hohes Qualitätsniveau schon von Anfang an gewährleisten zu können. Diese unterstützen den Aufbau einer langfristigen Beziehung und stehen mit Rat und Tat zu Seite. Ein erstes Treffen zwischen Helferinnen und Helfern und Hilfesuchenden wird organisiert. Die Terminplanung und die genaue Aufgabenbeschreibung erfolgen dann direkt zwischen Helferinnen und Helfern und Unterstützungsempfängerinnen und -empfängern. Der Service finanziert sich über eine einmalige Organisationspauschale und einen geringen monatlichen Beitrag für Qualitätsmanagement und Begleitung des Unterstützungsverhältnisses.

Das Angebot kann derzeit in Linz und Umgebung (Radius ca. 15 Kilometer) in Anspruch genommen werden.

Die Plattform vermittelt auf diese Weise nicht nur konkrete Hilfe im Alltag, sondern rückt so auch das Tabuthema Einsamkeit im Alter ins Zentrum. Darüber hinaus werden Menschen vermittelt, die einen erschwerten Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Soziale Teilhabe und Integration beider Zielgruppen ist das Ziel. Überzeugend ist ebenso der generationenverbindende Ansatz und dass durch das Projekt Werte wie Empathie und Solidarität gestärkt werden. Es braucht in Zukunft neue Perspektiven eines Miteinanders der jeweiligen Stärken und Kompetenzen. Nachbarschaftliche, familiäre Hilfeleistungen oder Unterstützungsleistung wie "Allfred" in Kombination mit einem verlässlichen professionellen Pflegesystem wären zum Beispiel mögliche tragende Säulen für ein selbstbestimmtes Wohnen und Leben im Alter.

Das Thema "Einsamkeit im Alter" und die gesamtgesellschaftlichen Folgen werden in den kommenden Jahren an Bedeutung zunehmen. Darüber hinaus darf die notwendige Integration von Asylwerberinnen und Asylwerbern in den Arbeitsmarkt nicht negiert werden. Durch einen möglichen Gewinn des Bank Austria Sozialpreises könnte die Plattform noch weiter ausgebaut werden, um diesem gesellschaftlichen Problem ein Stück weit entgegenzuwirken.

"Allfred" lebt davon, Menschen zusammenzubringen, die Unterstützung benötigen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kundinnen und Kunden der Bank Austria können dabei helfen, dass "Allfred" dort Unterstützung anbieten kann, wo sie dringend benötigt wird. Wie? Sie können "Allfred" weiterempfehlen - dort wo Sie wissen, dass die Pflege von Angehörigen eine große Belastung darstellt.