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Eingereicht von: Kontaktchor, Brigitte Theisen
Projektstart: 2019
Kategorie: Kinder/Jugendliche, Integration/Migration

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Interview mit Mag. Ulrich Gabriel – Künstlerische Leitung, Brigitte Theisen – Organisatorische Leitung 1001 HEIMAT, KONTAKTCHOR

„Gewinner des Bank Austria Sozialpreises 2019 in Vorarlberg“: Wie hört sich das an? Was war Ihre erste Reaktion?

Erst mal große Freude über den ersten Platz, dann kam frischer Wind für die Weiterarbeit an der Umsetzung unseres eingereichten Projekts.

Wie haben Sie selbst die letzten Wochen und Tage des Votings erlebt?

Das war sehr spannend. Das Voting konnten wir auch für unsere Öffentlichkeitsarbeit nützen, alte Kontakte auffrischen und neue finden, entsprechend unseren Zielsetzungen als Kontaktchor.

Beschreiben Sie bitte noch einmal kurz, was Ihr Projekt ausmacht?

Wir stellen Vorarlberg als altes und neues Zuwanderungsland dar, entsprechend den Herkunftsländern vieler unserer Mitbewohner. Über Lieder und Kultur erfahren wir die emotionalen Seiten des Lebens. Gemeinsam tauchen wir aus der einheimischen Kultur in die Geschichten und Mentalitäten zweiheimischer bzw. jungheimischer Vorarlbergerinnen und Vorarlberger. Das schafft gegenseitige Wertschätzung.

Wie werden Sie das Preisgeld von 6.000,- EUR konkret für Ihr Projekt einsetzen?

Nachhaltig. Wir schaffen eine Bühnenperformance mit 20 Liedern und einer Begleitband und dazu ein Liederbuch mit Kultur-News aus den Herkunftsländern. Die ausgesuchten Lieder werden neu arrangiert und zwar so, dass sie einfach nachgespielt, nachgesungen und begleitet werden können. Dabei erscheinen die Texte in den Ursprachen aber auch in Übersetzungen. Es sollen nicht nur zehn Lieder-Events mit 1001 Besucherinnen und Besuchern und ein Liederbuch entstehen, sondern die Lieder sollen auch Eingang in das Repertoire heimischer Sing-Gruppen aller Altersstufen, Musikerinnen und Musiker sowie Chöre finden. Das ist das Ziel, zu dem die 6000 Euro Preisgeld eine Unterstützung sind. Wir hoffen damit weitere Sponsoren für die zweijährige Umsetzung zu gewinnen.

Warum ist es aus Ihrer Sicht notwendig, Projekte ins Leben zu rufen, die einen Nutzen für Kinder/Jugendliche/die Gesellschaft stiften?

Unser Projekt ist prophylaktische Friedensarbeit über Musik. In der praktischen Erfahrung anderer Kulturen können wir einen Weg finden, uns näher zu kommen und Neues am anderen entdecken.

Fotocredits:
Nr. 1: ©Matthias Dietrich
Nr. 2: ©Eva Sutter
Nr. 3: ©Kontaktchor, Brigitte Theisen
Portrait: ©Alma Nussbaumer

Das Projekt


"1001 HEIMAT" ist eine farbenfrohe Erzählung über 1001 Menschen aus 20 Herkunftsländern, die in Vorarlberg eine zweite Heimat gefunden haben. 40 sozial engagierte Mitglieder des 2015 als Flüchtlingschor gegründeten Kontaktchores setzen sich in Zweiergruppen mit einem der Länder auseinander, vor allem mit dessen Kultur, Musik, Sprache und Gesellschaft. Sie erarbeiten sich dazu ein 40 Seiten umfassendes Heft, das als Programm einer zweistündigen Bühnenshow dient. Für jedes Land stehen dabei zwei Seiten und fünf Minuten Bühnenpräsentation zur Verfügung, inklusive einer Lieddarbietung, die zum Mitsingen einlädt.

Jedes der mit einem Land befassten Personenpaare hat zur Vorbereitung die ehrenvolle Aufgabe mit einer Familie bzw. vier in Vorarlberg lebenden Menschen des Landes Kontakt aufzunehmen, sie für Informationszwecke und für die kreative Mitarbeit zu gewinnen und zur Teilnahme an der Aufführung als Ehrengäste im Publikum einzuladen. Das Ziel ist, das Stück so lange aufzuführen, bis 1001 Besucherinnen und Besucher bei kostenlosem Eintritt erreicht und 1001 kostenlose Programmhefte verteilt sind. Die Begünstigten sind im optimalsten Fall 500 Zuwandererinnen und Zuwanderer aus 20 Ländern und 500 einheimische Besucherinnen und Besucher aus der Bevölkerung.

Die Hauptmotivation zur Bewerbung für den Bank Austria Sozialpreis 2019 ist die Möglichkeit, eine Basisfinanzierung für das geschilderte Projekt zu erreichen. Mit der Umsetzung des Projektes "1001 HEIMAT" wird nicht nur Information und Auseinandersetzung mit und über die 20 größten Herkunftsländer erreicht, sondern über das interaktive Konzept vor allem direkter persönlicher Kontakt mit Menschen aus 20 Ländern, die in Vorarlberg leben, hergestellt. Ein weiterer wichtiger Faktor dabei ist die kulturelle - besonders die musikalisch - aktive Beteiligung möglichst Vieler.

Die Initiative beabsichtigt die Ermöglichung einer direkten freien kulturellen Begegnung zwischen Einheimischen und Mehrheimischen und Flüchtlingen - seit Gründung 2015 gab es jährlich 60 Zusammenkünften, davon 20-25 Auftritte im öffentlichen Raum. Durch das Projekt sind bisher über 250 Flüchtlinge, Zuwanderinnen und Zuwanderer und sozial engagierte heimische Menschen gegangen. Ziel sind kontinuierliche wöchentliche Begegnungen, Austausch, vor allem aber Kontakt.

Das Innovative ist die Projektbasis: Sie beruht auf persönlicher kultureller Begegnung zwischen Einheimischen und Zugewanderten. 1001 HEIMAT wird von 100 Zugewanderten und 40 Mitgliedern des Kontaktchores in direkter persönlicher Begegnung erarbeitet. Auf diese Weise entsteht eine Gemeinsamkeit im Schaffen, bei der Bearbeitung des Themas und im Publikum. Über das gesetzte Ziel von 1001 Personen werden über neue Bekanntschaften noch mehr erreicht. 20 Zuwandererländer rücken menschlich näher.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kundinnen und Kunden der Bank Austria können durch die Teilnahme am Projekt oder den Besuch der Veranstaltungen Kontakt mit Menschen unterschiedlichster Herkunft aufnehmen und sich so aktiv beteiligen.