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Getrieben von einer starken Binnenkonjunktur, sollte sich die österreichische Wirtschaft heuer und 2020 weiterhin positiv entwickeln - auch wenn sich die Dynamik verlangsamt.

Mit einem Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent hat Österreich im Vorjahr nicht nur die Länder der Eurozone (Durchschnitt: 2 Prozent) hinter sich gelassen, sondern auch den höchsten BIP-Anstieg seit 2011 verzeichnet. Hinter der erfreulichen Entwicklung steht laut Walter Pudschedl, Ökonom bei der UniCredit Bank Austria, eine Reihe von Gründen: Zum einen habe der schwungvolle globale Handel die heimischen Exporte beflügelt. Dazu komme die anhaltend kräftige Investitionstätigkeit der Unternehmen ebenso wie die höchste Konsumdynamik seit einem Jahrzehnt.

Wird 2019 ein gutes Jahr für die heimische Wirtschaft?

Was kann man sich für das Jahr 2019 erwarten? Der UniCredit Bank Austria Konjunkturindikator deutet jedenfalls auf ein gutes Jahr hin - auch wenn nicht von der Hand zu weisen ist, dass sich das Wachstumstempo der heimischen Wirtschaft seit dem Frühjahr 2018 spürbar verlangsamt hat. Mit 2,9 Punkten liegt der Konjunkturindikator zwar deutlich unter den Höchstwerten rund um den Jahreswechsel 2017/18, übersteigt aber weiterhin deutlich das langjährige Mittel und signalisiert, dass die österreichische Wirtschaft eine hohe Dynamik ins Jahr 2019 mitnehmen wird.

Die österreichische Wirtschaft startet mit gutem Tempo ins Jahr 2019

Optimismus nimmt ab

Wie Pudschedl festhält, wird die Inlandsnachfrage auch 2019 die treibende Kraft der österreichischen Wirtschaft sein. Allerdings dürften sich die Konsumdynamik und vor allem das Investitionswachstum verlangsamen, zumal sich die Finanzierungsbedingungen zu verändern beginnen und der Optimismus unter den Unternehmern - ausgenommen am Bau - bereits abgenommen hat. 2020 sollte die Abschwächung der Weltwirtschaft die heimische Exportwirtschaft vor steigende Herausforderungen stellen. Verstärkt werde dies durch die milde Rezession in den USA. "Österreich begegnet der globalen Abschwächung mit einer soliden Binnennachfrage, insbesondere einer anhaltenden Stärke des Konsums, und wird 2019 und 2020 die Wachstumsdynamik sowohl im Euroraum als auch in Deutschland übertreffen", so Pudschedl. Nach knapp 2 Prozent im laufenden Jahr geht der Ökonom für 2020 von einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent aus. Damit werde der BIP-Anstieg erstmals seit vier Jahren Hochkonjunktur wieder knapp unter Potenzial zu liegen kommen. Stark: 2019 wird die heimische Wirtschaftsleistung erstmals die Marke von 400 Mrd. Euro überschreiten.

Inflationsdruck überschaubar

Gestützt wird der private Konsum heuer und im kommenden Jahr von einer verbesserten Arbeitslosenquote sowie einer höheren Lohndynamik. Die Folge: überschaubarer Inflationsdruck. Nach einer Teuerung von jeweils 2 Prozent in den Jahren 2018 und 2019 erwartet Pudschedl für 2020 einen Rückgang auf durchschnittlich 1,8 Prozent. "Damit wird die Teuerung das zwölfte Jahr in Folge über dem Vergleichswert im Euroraum liegen. Von 2009 als Startpunkt gesehen, wird sich bis 2020 insgesamt ein Inflationsanstieg von 6 Prozentpunkten gegenüber dem europäischen Durchschnitt aufbauen", erklärt er. Der durchaus positive Ausblick für die heimische Wirtschaft wird allerdings von einer Reihe von Risiken überschattet. Dazu zählt neben dem Handelskonflikt zwischen den USA und China auch die Gefahr einer harten Landung der chinesischen Wirtschaft nach einer zu starken Kreditausweitung. In Europa könnten wiederum politische Spannungen im Vorfeld der Europawahlen in einigen Ländern das Klima zusätzlich belasten. Nicht zuletzt der im März anstehende Brexit wird sowohl für Großbritannien als auch für den Euroraum und Österreich wirtschaftliche Nachteile mit sich bringen, deren Ausmaß heute noch nicht bekannt ist.

Grafiken zur Exportnachfrage, Handelsbilanz, BIP und Stimmungsindikator

Zur aktuellen Ausgabe des Magazins "Unternehmerbank konkret".