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Das neue Internetbanking der Bank Austria.

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Das Internetbanking für Unternehmen

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Anfangs haben die alles findenden Suchmaschinen und die Apps, die alles können, einfach nur Spaß gemacht – und waren dazu noch kostenlos. Es hat ein bisschen gedauert, bis wir gemerkt haben, dass wir den ganzen Service mit unseren Daten zahlen. Google alleine machte 2019 mit unserem Verhalten im Web einen Umsatz von 160 Milliarden Dollar. 

Fluch und Segen zugleich.

Für naive Konsumenten erscheint Big Data also wie ein Geschenk. Stellt Big Data jedoch für die Menschheit in Wahrheit den Weg in die berühmte „Matrix“ dar, wo uns die Daten beherrschen, ohne dass wir es merken? Beim Bank Austria Future Talk, der in Kooperation mit ORF III erfolgt, stehen Zukunftsthemen im Bereich Wissenschaft und Technologie im Zentrum. Moderator Andreas Jäger konnte Bank Austria Vorstandschef Robert Zadrazil sowie drei Expertinnen und Experten zur Diskussion begrüßen.

In der Matrix.

„Die Menschen sind heute bereits in dieser Dystopie der Daten angekommen“, meinte Christof Tschohl, wissenschaftlicher Leiter im Research Institute - Digital Human Rights Center in Wien. „Jedenfalls, wenn es um die Social Media geht, sind die Nutzer bereits Teil der Matrix.“ Dabei ist Tschohl keineswegs Technikverweigerer, hat er doch zuletzt das Datenschutzkonzept der „Stopp Corona-App“ mitgestaltet. 

Herr im eigenen Haus.

Die Art und Weise, wie diese App auf die Welt gekommen ist, bezeichnete Petra Schaper-Rinkel, Professorin für Wissenschafts- und Technikforschung des Digitalen Wandels, als Desaster. Die Vizerektorin für Digitalisierung der Universität Graz kritisierte, dass die Corona-App durch die App Stores von Google und Apple als zwei nichteuropäischen Internetkonzernen bezogen werden muss. Schaper-Rinkel forderte für staatliches Handeln eine öffentliche Infrastruktur ein: „Gerade weil wir in einer Plattform-Industrie leben, brauchen wir auch eine Plattform – anstelle dieser geschlossenen Informations- und Innovationssysteme“.  

GAFA.

Oft war im Verlauf der regen Diskussion von GAFA die Rede, den vier größten Internetkonzernen der Welt: Google, Apple, Facebook und Amazon. Ihnen stellte Andrea Jelinek, Leiterin der Österreichischen Datenschutzbehörde und Vorsitzende des Europäischen Datenschutzausschusses, die europaweite Datenschutzgrundverordnung gegenüber, die für den Kontinent seit 2018 einen Vorteil darstellt: „Wer in Europa Geschäft machen will, muss sich an diese Regeln halten. Solange wir Datenschutz immer nur ins „Nerd“-Eck stellen, wird er dort nicht herauskommen.“ 

California, here we come.

Die DSGVO wurde von der gesamten Diskussionsrunde als ein europäischer Hoffnungsträger betrachtet. Und tatsächlich haben die USA heuer in Form des kalifornischen Datenschutzgesetzes CCPA nachgezogen. Grund genug für CEO Robert Zadrazil, den Schutz der Daten zu betonen, den Kunden bei ihrer Hausbank genießen. Die Sicherheit für Geld, Daten und Diskretion ihrer Kunden leisten Banken schon sehr lange – und erhalten als Lohn einen hohen Wert: Vertrauen.