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Heumilchkäse seit Generationen

Familienkäserei Woerle hat den Generationswechsel vollzogen. Der neue Geschäftsführer setzt auf Tradition – und nachhaltige Partnerschaften.

Gerrit Woerle, Gschäftsleitung, Silvia Woerle, Assistenz der Geschäftsleitung und Gerhard Woerle, Inhaber (alle Gebrüder Woerle GmbH) mit Susanne Wendler, Vorstand UniCredit Bank Austria, Unternehmerbank und Hartmut Staltner, Landesdirektor Firmenkunden,

Foto:  Gerrit Woerle, Geschäftsleitung, Silvia Woerle, Assistenz der Geschäftsleitung und Gerhard Woerle, Inhaber (alle Gebrüder Woerle GmbH) mit Susanne Wendler, Vorstand UniCredit Bank Austria, Unternehmerbank und Hartmut Staltner, Landesdirektor Firmenkunden, UniCredit Bank Austria Salzburg (v. l.)

Woerle: Der Name des mit Qualitäts-Gütesiegeln vom heimischen AMA über BIO bis zum Heumilchsiegel ausgezeichneten Unternehmens steht seit mehr als 130 Jahren für besten Heumilchkäse. Mit rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird in Henndorf im Salzburger Flachgau bei Woerle produziert, der Firmensitz wurde dafür zuletzt von drei auf fünf Hektar erweitert.
Dass knapp nach dieser Investition auf einmal die Corona-Pandemie ausbrach, war für das Unternehmen nicht einfach zu bewältigen. „Die Pandemie stellte auch uns – vor allem zu Beginn – vor große Herausforderungen“, sagt Geschäftsführer Gerrit Woerle. „Aufgrund der Unsicherheit bei den Transportwegen haben wir unsere Vormaterialbestände erhöht. Dadurch hat sich ein etwas höherer Working-Capital-Bedarf ergeben.“

Der oft gehörten Annahme, die regionale Lebensmittelbranche würde vor allem aufgrund der Krise zu den Gewinnern zählen, kann der neue Geschäftsführer nur teilweise zustimmen: „Es bleibt abzuwarten, wie sich die Absatzzahlen nach Beendigung der Krise entwickeln werden.“ 

Wie sich das Geschäft auch weiterentwickelt – was sich bei Woerle nicht verändern wird, ist neben dem Fokus auf Nachhaltigkeit und Qualität auch der Fokus auf langjährige Partnerschaften. Das betrifft nicht nur die Lieferanten. So sorgt der Kreislaufwirtschaft-Spezialist Altstoff Recycling Austria (ARA) dafür, dass die Verpackungen der Produkte von Woerle umweltgerecht gesammelt und recycelt werden – das erspart der Umwelt pro Jahr rund 764 Tonnen CO2, was mehr als sechs Millionen Pkw-Kilometern entspricht. Auch die Beziehung zum Bankpartner ist von Tradition geprägt. 

Gerrit Woerle, Geschäftsführer Gebrüder Woerle GmbH: 
„Die Chance, groß denken zu können, ist für ein Familienunternehmen an der Grenze zwischen Mittelstand und Industriebetrieb besonders wertvoll."
„Es ist ein besonderes Asset, dass uns das die Bank Austria ermöglicht. Von einem guten Bankpartner erwarten wir uns, dass er auch dann Ruhe bewahrt und die notwendigen Unterstützungsmaßnahmen mitträgt. Wir sind sehr zufrieden mit der Betreuung und fühlen uns gut beraten.“

 

DREI FRAGEN – DREI ANTWORTEN

Ein professionelles Liquiditätsmanagement ist eine der wichtigsten Managementaufgaben, das hat nicht zuletzt die jüngste Krise deutlich gezeigt. Was raten Sie Ihren Kunden?
Einmal mehr zeigt es sich: Eine optimale Finanzierungsstruktur, also eine solide Eigenkapitalausstattung sowie die frühzeitige Sicherstellung von Fremdkapital, sind besonders wichtige Faktoren, um auch bei Konjunkturschwächen – wie etwa aufgrund der Pandemie – liquide und wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Fokus auf Working Capital Management eröffnet neue Finanzierungsquellen und steigert die Effizienz entlang der Lieferkette. 

Welche Möglichkeiten haben Unternehmen, wenn die Staatshilfen auslaufen, welche Anschlussfinanzierungen empfehlen Sie Ihren Kunden aus dem Mittelstand?
Es kommt auf ein vernünftiges Verhältnis zwischen Eigenkapital und Fremdkapital an. Das kann von Branche zu Branche unterschiedlich sein. Geht es um die Anschlussfinanzierung, erarbeiten wir nach eingehender Analyse, der Einschätzung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und unter Berücksichtigung der individuellen Unternehmenssituation gemeinsam mit unseren Kunden ein maßgeschneidertes Finanzierungskonzept, das auch die Zukunftsthemen des Unternehmens berücksichtigt. Ganz gleich, ob sich dabei die Weiterverfolgung der bisherigen Finanzierungsstrategie, die Verlängerung einer bestehenden Kreditlinie, die Strukturierung einer komplexen Projektfinanzierung oder sogar eine Kapitalmarkttransaktion als empfehlenswert herausstellt. Unsere Kunden profitieren als Ergebnis von einer Finanzierungsstruktur, die nachhaltig zur Verwirklichung ihrer Unternehmensziele beiträgt.
 

Eine persönliche Frage: Wie ist es Ihnen während der Lockdown-Phase im Homeoffice ergangen?
Meine Beweglichkeit hat auf jeden Fall profitiert! Auch wenn sich für mich Homeoffice zu Beginn schwierig und neu anfühlte, habe ich rasch bemerkt, dass ich viel konzentrierter und produktiver arbeiten konnte. In kurzen Pausen versuchte ich einfache Gymnastikübungen für den Rücken und den Nacken – so hat mich der Lockdown letztendlich wieder etwas beweglicher gemacht. Natürlich hatte ich großes Glück, ich hatte das Zimmer meines Sohnes, der in Graz studiert, völlig für mich alleine und somit eine sehr gute „Homeoffice-Infrastruktur“.