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Der Gewinnfreibetrag für 2017 steht grundsätzlich allen natürlichen Personen die betriebliche Einkünfte erzielen, zu. Bei Mitunternehmerschaften kann der Gewinnfreibetrag je Gesellschafter in Höhe der Gewinnbeteiligung in Anspruch genommen werden.

Der Gewinnfreibetrag teilt sich in den sogenannten Grundfreibetrag und den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag. Der Grundfreibetrag kann relativ einfach, bis zu einem Gewinn von EUR 30.000,00 in Höhe von 13 % des Gewinnes in Anspruch genommen werden (somit maximal EUR 3.900,00).

Übersteigt der Gewinn EUR 30.000,00 gibt es die Möglichkeit des investitionsbedingten Gewinnfreibetrages. Damit der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag geltend gemacht werden kann, muss aber investiert werden, und zwar in bestimmt abnutzbare körperliche Wirtschaftsgüter mit einer Mindestnutzungsdauer von vier Jahren oder in bestimmte Anleihen (beschränkt auf Wohnbauanleihen bis 31.12.2016).

Für Wirtschaftsjahre, die ab dem 1.1.2017 beginnen, darf nun wieder in andere Wertpapiere, wie z.B. bestimmte Anleihen von Staaten, Banken und Unternehmen und bestimmte Investmentfonds, investiert werden, wenn diese Wertpapiere dem Anlagevermögen eines inländischen Betriebes ab dem Anschaffungszeitpunkt mindestens vier Jahre gewidmet werden.

Ausnahmen der nicht begünstigten Wirtschaftsgüter:

  • Personen- und Kombinationskraftfahrzeuge
  • Luftfahrzeuge
  • Geringwertige Wirtschaftsgüter
  • Wirtschaftsgüter, die von einem Unternehmen erworben werden, das unter beherrschendem Einfluss des Steuerpflichtigen steht.

Der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag beträgt:
für die ersten EUR 175.000,00 des Jahresgewinnes 13 %
für die weiteren EUR 175.000,00 des Jahresgewinnes 7 %
für die nächsten EUR 230.000,00 des Jahresgewinnes 4,5 %
Insgesamt können also höchstens EUR 45.350,00 im Veranlagungsjahr steuerfrei bleiben.

In einer Steuerplanung ist zu berücksichtigen, dass der in Anspruch genommene Gewinnfreibetrag nachversteuert wird, wenn die Wirtschaftsgüter vor Ablauf der Behaltefrist von 4 Jahren aus dem Betriebsvermögen ausscheiden oder ins Ausland verbracht werden. Bei Wertpapieren unterbleibt die Nachversteuerung, wenn im Jahr des Ausscheidens eine Ersatzbeschaffung (abnutzbares Anlagegut) erfolgt.

Dr. Michael A. Klinger, Steuerberater für Ärztinnen und Ärzte