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Ein Härtetest

  • Nachdem das Welthandelswachstum weiter nachlässt, wird das Wachstum in den Schwellenmärkten in 4Q18 und 2019 stärker von der Binnennachfrage abhängen.
  • Die Abhängigkeit von Kapitalzuflüssen, makroökonomische Ungleichgewichte und unterschiedliche politische Ausrichtungen werden in den Schwellenmärkten (Emerging Markets – EM) und insbesondere in der Region Mittel- und Osteuropa (CEE) zu einem Wachstumsgefälle führen, während zugleich in den entwickelten Märkten (Developed Markets – DM) eine Straffung der Finanzierungsbedingungen zu erwarten ist.
  • Kapitalverknappung könnte Ansteckungsrisiken mit sich bringen und die Finanzstabilität in allen Schwellenmärkten beeinträchtigen.
  • Durch steigende politische Risiken wird die Unsicherheit noch erhöht, wobei die Türkei und Russland innerhalb der CEE am stärksten betroffen sind.
  • Die EU-Länder der CEE (EU-CEE) und Serbien dürften 2018 um rund 4% und 2019 um 3,6% wachsen. Unterstützend wirken hier eine laxe reale Geldpolitik und, in einigen Fällen, eine finanzpolitische Lockerung.
  • In der Türkei ist im kommenden Jahr mit einer starken Rezession zu rechnen, und das BIP dürfte hier um etwa 6,8% schrumpfen. Eine Vereinbarung mit dem IWF könnte die Rezession bis Mitte 2019 stoppen und eine rasche Erholung einleiten.
  • Sollte die Türkei beschließen, die Krise im Alleingang zu bewältigen, könnte die Rezession tiefer ausfallen und erst 2020 ein Ende finden. Während Banken und Unternehmen sich mit der Prolongation ihrer Auslandsschulden schwer tun, könnten sie in diesem Risikoszenario mit größeren Problemen konfrontiert werden.
  • Angesichts des niedrigen Potenzialwachstums könnte das Wirtschaftswachstum in Russland in diesem und im nächsten Jahr bei weniger als 2% liegen.
  • Wir gehen davon aus, dass die Zinsen in diesem Jahr in Tschechien, Russland und in der Türkei angehoben werden, während 2019 nur die CNB mit der Straffung fortfahren dürfte.
  • Die NBH, NBP, NBR und NBS dürften in diesem und im kommenden Jahr in Warteposition verharren, da die Inflation zwar über den Zielwerten, aber innerhalb der Zielspannen liegt.
  • Ein stärkerer USD, höhere Ölpreise und ein angespannter Arbeitsmarkt zählen zu den größten Inflationsrisiken in der CEE.
  • Starke Positionierungen in Russland und Tschechien, ein hoher Finanzierungsbedarf in Ungarn und Rumänien und begrenzter Spielraum für Rallyes in Polen und Serbien werden die Anleihe-Performance in 4Q18 belasten.
  • In Tschechien bevorzugen wir Payer im bauchigen Bereich der Kurve, in Ungarn kurzfristige Zinsen und in Rumänien FX Forwards.
  • Die potenzielle Freilassung von Pastor Andrew Brunson könnte in der Türkei eine Erholungsrallye auslösen. Für eine nachhaltige Erholung wäre vermutlich jedoch die Aufnahme von Gesprächen über finanzielle Unterstützung von außen erforderlich.

Quelle: UniCredit Research – CEE Quarterly, 23. Oktober 2018, Kurzzusammenfassung

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