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Mittels Working Capital Management und Supply Chain Management können Unternehmen Liquiditätspotenziale erschließen und das eigene Wachstum erfolgreich vorantreiben.

Liquidität kann auch als Lebensader eines Unternehmens bezeichnet werden“, sagt Robert Fleischmann, Head of Working Capital Solutions bei der UniCredit Bank Austria. Diese sei letztlich auch eine der wesentlichen Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg. Dabei könne professionelles Liquiditätsmanagement helfen, Finanzierungsquellen sowohl innerhalb als auch außerhalb des nternehmens zu identifizieren. In diesem Zusammenhang spielt auch die sogenannte „Supply Chain“ oder auch „Lieferkette“ eine wichtige Rolle. „Indem die Finanzflüsse innerhalb der Lieferkette optimiert werden, wird insgesamt auch die Effizienz eines Unternehmens gesteigert“, so Fleischmann.

Unternehmen, die sich bislang nicht mit Working Capital Management bzw. Supply Chain Management beschäftigt haben, stellt Agatha Kalandra, Partnerin und Leiterin des Consulting Industries Teams bei PricewaterhouseCoopers (PwC) Österreich – für den Fall, dass diese das doch tun – nicht unbeträchtliche Optimierungspotenziale in Aussicht. Die Erfahrung aus Kundenprojekten zeigt, dass diese bei den Forderungen zwischen 10 und 30 Prozent und bei den Lagerbeständen bei 10 bis 25 Prozent liegen. Bei den Lieferverbindlichkeiten sei sogar eine Optimierung zwischen 20 und 200 Prozent möglich.

Agatha Kalandra, Partnerin und Leiterin des Consulting Industries Teams bei PwC Österreich.
Agatha Kalandra, Partnerin und Leiterin des Consulting Industries Teams bei PwC Österreich.
"Wer für das Working Capital bzw. Supply Chain Management zuständig ist, hängt stark vom Fokus des Unternehmens ab."

Foto: Oreste Schaller/PwC

Aktiv Cash-Zyklus beeinflussen

Beim Unternehmen Melecs hat das Working Capital Management jedenfalls eine große Bedeutung, so CFO Ernst Mayrhofer. Von der Kostenstruktur her liege der Materialanteil des Elektronikfertigungs-Dienstleisters mit österreichischen Wurzeln im Durchschnitt bei 65 Prozent. Der durchschnittliche Cashto- Cash-Zyklus (jener Zeitraum zwischen der Bezahlung der Lieferanten und dem Eintreffen der Kundenzahlungen) betrage um die 90 Tage. Gleichzeitig gelte es sicherzustellen, über genügend Rohmaterialien zu verfügen. Daher versuche man den Cash-Zyklus zu beeinflussen. „In unserem Fall bedeutet das die Lagerumschlagsdauer zu verkürzen, die Zahlungsziele der Lieferverbindlichkeiten vertraglich hinauszuschieben und gleichzeitig bei den Forderungen die Zahlungsziele zu verkürzen“, so Mayrhofer.

Melecs

Die von Melecs – überwiegend in Großserie – produzierten elektronischen Komponenten begegnen einem im Alltag etwa bei elektronischen Steuergeräten in Autos internationaler Premium-Hersteller oder in Haushaltsgeräten des europäischen Marktführers. Dabei setzt das Unternehmen auf innovative, für die Kunden maßgeschneiderte Lösungen, wie etwa in den Bereichen Allrad-Getriebe-Steuerungen oder LED-Beleuchtungen an Fahrzeugen.

Und das äußerst erfolgreich:
In den vergangenen fünf Jahren konnte der Umsatz von 120 auf 240 Millionen Euro verdoppelt werden. 

Foto: Melecs EWS (2)

Leiterplatte
Ernst Mayrhofer, CFO Melecs EWS
Ernst Mayrhofer, CFO Melecs EWS
"Als Faustformel kann herangezogen werden, dass mit jedem Wachstumsschritt von 10 Millionen Euro ein Anstieg des gebundenen Kapitals von 2,5 bis 3 Millionen Euro einhergeht."

Das selber zu finanzieren würde dem Unternehmen schwerfallen, weshalb man sowohl auf etriebsmittelkredite als auch auf den Forderungsankauf setze. Über dieses Finanzierungsinstrument komme man rascher zu Geld aus den Forderungen. Hier arbeite man seit einigen Jahren mit der UniCredit Bank Austria zusammen. Die neue „UniCredit Supply Chain Finance Plattform“ wird seit September 2017 genutzt. Damit gehört Melecs auch zu den ersten Unternehmen, die das tun.

Foto: Johann Ployer   

Tägliche Fakturierung

Wie arbeitet Melecs mit der UniCredit Supply Chain Finance Plattform? Vom durchschnittlichen Forderungsstand in der Höhe von 40 Millionen Forderungen wird die Hälfte im Forderungsankaufs-Programm automatisiert abgewickelt. „Wir haben ein kontinuierliches Geschäft und fakturieren – sobald die Ware fertig und geliefert ist – fast täglich“, so Mayrhofer. Nachdem die Daten in das System eingegeben werden, erfolge die Finanzierung und Abwicklung vollautomatisch seitens der UniCredit Bank Austria innerhalb von wenigen Tagen.

Bei dieser Plattform der UniCredit Bank Austria spielt die Finanzierungsform Factoring eine wichtige Rolle. Wieso macht es für ein Unternehmen Sinn, sich für Factoring zu entscheiden? „Indem eine Firma Factoring betreibt – und damit ihre kurzfristigen Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen an ein Kreditinstitut oder einen Factor verkauft – nimmt es seine Forderungen aus der Bilanz heraus und verbessert diese dadurch“, erläutert Claudio Chini, CEO der UniCredit FactorBank. Der Hintergrund: Mit der Verkürzung der Bilanzsumme gehe auch eine Erhöhung der Eigenkapitalquote einher.

Vor zehn, zwanzig Jahren war der Forderungsverkauf – zumindest in Österreich – noch eher negativ besetzt. Mittlerweile hat dieser an Akzeptanz gewonnen, was auch die Entwicklung des Factoringmarkts nahelegt. „Der österreichische Faktoringmarkt wächst – wie im Übrigen auch der europäische – seit nunmehr zehn Jahren“, so Claudio Chini, CEO der UniCredit FactorBank. Vor allem in den vergangenen Jahren sei die Wachstumsdynamik beachtlich ausgefallen – allein zwischen 2010 und 2017 habe sich der Markt verdreifacht. In Zahlen: Jedes Jahr werden Fakturen in der Größenordnung von 21 Milliarden Euro angekauft.

Gut gefüllte Pipeline

Die Pipeline der UniCredit FactorBank ist derzeit jedenfalls gut gefüllt. „Wir merken seit Monaten überdurchschnittlich hohes Interesse an Factoring“, so Chini. Dabei folge der heimische Markt dem europäischen Trend. Das jüngste überdurchschnittliche Wachstum führt der Experte einerseits auf Basel III und andererseits auf das Anziehen der Konjunktur zurück. „In einem Wirtschaftsaufschwung wird viel investiert und expandiert. Um neue Märkte zu erschließen, benötigt man Liquidität“, bringt es Fleischmann auf den Punkt. Wichtig sei in diesem Zusammenhang die Erkenntnis, dass selbst in Zeiten boomender Konjunktur – ohne entsprechende Maßnahmen – Liquiditätsengpässe auftreten könnten.

Auf die Frage, wer in einem Unternehmen typischerweise für das Working Capital Management bzw. Supply Chain Management zuständig sei, gibt es laut Agatha Kalandra, Partnerin und Leiterin des Consulting Industries Teams bei PwC Österreich, keine allgemeingültige Antwort. „Überwiegend liegt das Thema beim CFO, manchmal auch – zumindest bei Inventories – beim COO“, erklärt sie. Selten liege es beim Treasury – und wenn, dann nur nominal, weil es beides finanzieren müsse. Ganz wenige Unternehmen hätten einen „Head of Working Capital“. „Das ist aber meist eher eine Stabstelle/Projektstelle und hat keine direkte Verantwortung für die Höhe des Net Working Capitals“, so Kalandra.

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Working Capital optimieren

UniCredit Supply Chain Finance (SCF) Plattform

„Indem die Finanzflüsse innerhalb der Lieferkette optimiert werden, wird ingesamt die Effizienz eines Unternehmens gesteigert“, erklärt Robert Fleischmann, Working Capital Solutions, UniCredit Bank Austria.
Dank einer neuen, von der Unternehmerbank entwickelten Online-Plattform war es nie einfacher, genau das zu erreichen – sowohl für Unternehmen, die andere mit Waren oder Dienstleistungen auf revolvierender Basis beliefern, als auch für solche, die diese von Zulieferbetrieben beziehen.

Konkret geht es bei der Online-Plattform einerseits um „Trade Purchase for  Suppliers“ (Debitorenmanagement) und andererseits um „Trade Purchase for Buyers“ (Kreditorenmanagement) und damit entweder von Lieferanten oder Käufern initiierte Supply-Chain-Finanzierungen. Gemeinsam haben sie, dass sie Unternehmenskunden der UniCredit Bank Austria eine rasche, unkomplizierte und obendrein automatisierte Abwicklung und damit auch eine Verbesserung bzw. Optmierung ihrer Bilanzkennzahlen ermöglichen. Ein Lieferant, der auf laufender Basis fakturiert, kann etwa mit der Lösung „Trade Purchase for Suppliers“ seine Forderungen an die UniCredit Bank Austria verkaufen. Dafür muss das Unternehmen nur Daten in das System eingeben.
Nachdem die UniCredit Bank Austria dessen Käufer geprüft hat, erfolgt die Abwicklung innerhalb kürzester Zeit. Das Unternehmen kommt dadurch schneller zu Liquidität und damit auch zu einer Optimierung seiner Bilanzkennzahlen.
Mit „Trade Purchase for Buyers“ wird der automatisierte Forderungsankauf von einem Unternehmen initiiert, das von anderen Waren oder Dienstleistungen erwirbt. Dadurch wird sowohl das Working Capital des Käufers – durch die Möglichkeit der Verlängerung der Kreditorenlaufzeit – als auch jenes
seiner Lieferanten – durch die Reduzierung der Debitorenlaufzeit – optimiert. Obendrein stabilisiert der Käufer dadurch auch die eigene Wertschöpfungs- bzw. Lieferkette.

Praxisbeispiele UniCredit Supply Chain Finance Plattform

Trade Purchase for Buyers (TPB) bzw. Reverse Factoring:

Ein Fertigungsunternehmen mit sehr guter Bonität, das auf die Komponenten mehrerer strategisch wichtiger Zulieferer angewiesen ist, bietet diesen ein gemeinsam mit der UniCredit Bank Austria erstelltes Finanzierungskonzept für deren Forderungen an. Wird dieses angenommen, kommt es zu einer Win-win-Situation für alle Beteiligten: Die Lieferanten kommen durch den regresslosen Verkauf ihrer Forderungen rasch und flexibel zu Liquidität und können gleichzeitig ihre Bilanz verbessern.
Das Fertigungsunternehmen profitiert wiederum von einer Verlängerung des Zahlungsziels sowie verbesserten Einkaufsbedingungen, die sich – durch die Optimierung des Working Capitals – ebenfalls in den Bilanzkennzahlen niederschlagen.

Trade Purchase for Suppliers (TPS) bzw. regressloser Forderungsverkauf :

Ein Zulieferunternehmen hat mit seinen Kunden Rahmenverträge für die Lieferung bestimmter Komponenten für Konsumprodukte abgeschlossen. Wie in der Branche üblich, gewährt es Zahlungsziele zwischen 60 und 90 Tagen. Nachdem die UniCredit Bank Austria die Abnehmer des Zulieferunternehmens geprüft hat, kauft sie ausgewählte Forderungen zu 100 Prozent regresslos an. Für das Zulieferunternehmen sind damit Vorteile wie sofortige Liquidität, Eliminierung des Zahlungsrisikos, Bilanzverkürzung und Kennzahlenverbesserung sowie die Chance auf eine Geschäftsausweitung mit seinen Abnehmern verbunden.

Factoring

Finanzierungspotenziale freisetzen
Factoring – die optimale Basis, um Finanzierungspotenziale aus dem eigenen Unternehmen gezielt einzusetzen.
Factoring beansprucht keine Kreditlinien Ihres Unternehmens, benötigt keine zusätzlichen materiellen Sicherheiten und eröffnet Ihnen moderne Wege der Finanzierung.

Risikoabsicherung

Die FactorBank übernimmt das Zahlungsausfallsrisiko (Delkredererisiko) der erworbenen Forderung (bei Insolvenz des Drittschuldners bis zur Höhe der Bevorschussung).

Vollautomatische Abwicklung
Factoring wird vollautomatisch über Server-Anbindung direkt vom Kunden zur FactorBank abgewickelt und unterstützt somit die Debitorenbuchhaltung und das Mahnwesen des Unternehmens. Die Debitorenbuchhaltung und das Forderungsmanagement verbleiben im Unternehmen.

Strategischer Finanzierungsansatz
Die Optimierung der GuV sowie der Bilanz zeugt von professioneller und moderner Finanzstruktur. Das schärft Ihr Profil im Umgang mit Ihren Finanzierungspartnern.

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