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Im modernen Rahmen des Sky Loft im Ars Electronica Center in Linz fand am 29.6.2017 die erste Veranstaltung „Bank Austria Future Talk – Aufbruch und Zukunft!“ statt.

Im Rahmen der Veranstaltung sprachen renommierte Expertinnen und Experten über die automatisierte Zukunft, tauchten in die Welt der Roboter ein und diskutierten die Nutzung von „Intelligenten Systemen“ und Maschinen.

„Hausherr“ Gerfried Stocker, Artistic Director Ars Electronica, ging in seiner Begrüßung bereits auf eines der Kernthemen des Abends ein: „Die Frage ist nicht nur ob wir neue Technologien brauchen, sondern ob wir diese neuen Technologien auch wollen.“

„Was ist Innovation, was ist technische Entwicklung?“ fragte Bank Austria CEO Robert Zadrazil am Beginn der Veranstaltung. Als neue digitale Dienstleistung habe die Bank Austria die Fotoüberweisung in die Bank Austria MobileBanking App integriert: „Das funktioniert mit allen Rechnungen, probieren Sie es doch einfach einmal aus. Sie müssen nicht mehr mühevoll IBAN und Zahlungsreferenz abtippen, es reicht, wenn Sie die Rechnung fotografieren und dann nur noch – wie gewohnt – in der MobileBanking App freigeben.“

„Computer sind in vielen Bereichen schon besser als wir“, meinte Professor Roland Siegwart, Leiter des Instituts für Robotik und Intelligente Systeme an der ETH Zürich, in seiner Key-Note.

Als Beispiel nannte er die Google-Suche, die für Menschen eine „Lebensaufgabe“ sei, vom „technischen Hilfsmittel“ Google aber in Sekundenschnelle erledigt würde. Auch selbstfahrende Autos seien dem Menschen überlegen, meinte Siegwart. Einzige Bedingung: Die Autos würde derzeit nur dann funktionieren, wenn sie unter sich seien, Mischverkehr sei derzeit noch schwierig. Aber: “Ich bin überzeugt davon, dass Computer in absehbarer Zeit besser Auto fahren als wir.“ Selbstfahrende Autos würden beispielsweise nicht aggressiv fahren und sich an alle Regeln halten.

Zur Frage ob durch neue Technologien Arbeitsplätze gefährdet seien, sagte Siegwald: „Insgesamt haben Technologieentwicklungen Arbeitsplätze geschaffen. Es sind aber nicht die gleichen Berufe.“ Die technologische Entwicklung biete aber große Chancen.

Martina Mara, Leiterin der RoboPsychology Forschung des Ars Electronica Future Labs legte ihren Schwerpunkt auf die Mensch-Maschine-Interaktion und RoboPsychologie.

Als Beispiel nannte sie den Einsatz von mechanischen Helfern in der Pflege älterer Menschen: „Ein großer Sektor werden Maschinen sein, die uns beim Erhalt unserer Autonomie helfen“. Als Beispiel für einen sozialen Roboter präsentierte sie Paro, einen Therapieroboter in Form einer Robbe. Er reagiert auf Streicheleinheiten mit Geräuschen und Bewegungen und wird in der Therapie von Demenzkranken eingesetzt. Wichtig sei allerdings, dass der Roboter immer gemeinsam mit Therapeuten eingesetzt werde, den Menschen also nicht ersetze, sondern ergänze.

Über den Einsatz von Robotern sei allerdings ein gesellschaftlicher Diskurs zu führen: „Wie erhalten wir die größten Benefits, ohne uns abhängig zu machen?“

Anschließend sprach der Wissenschaftsjournalist und Autor Ulrich Eberl über die Zukunft der Arbeit und die Frage, ob Roboter Arbeitsplätze wegnehmen. „Die Tätigkeiten verändern sich, aber deswegen fällt der Job nicht weg“, meinte Eberl. Als Beispiel nannte er einen Arzt, der WATSON, ein von IBM entwickeltes Computerprogramm aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz, nutzt. WATSON könne beispielsweise sehr rasch Tausende von anonymisierten Krankenakten durchsuchen und Therapievorschläge machen, aber es brauche zusätzlich den Arzt mit seiner Intuition und seiner sozialen Kompetenz. Ein weiteres Beispiel sei der Bankenbereich: Bankberater können sich Hilfe von smarten Maschinen holen, aber: „Wenn es um Geld anlegen geht, will ich ein menschliches Gegenüber.“

Sehr wohl könnten smarte Maschinen Routinearbeiten übernehmen. „Wir werden diese smarten Maschinen in allen Lebensbereichen sehen und sie werden Jobs verändern.“ Am wenigsten betroffen seine jene Bereiche, in denen es um Sozialkontakte oder Kreativität geht.

Im Ars Electronica Center in Linz

vorne, v.l.: Wissenschaftsjournalist und Autor Ulrich Eberl; Bank Austria CEO Robert Zadrazil mit Roboter Paro; Gerfried Stocker, Artistic Director Ars Electronica,
dahinter, v.l.: Professor Roland Siegwart, Leiter des Instituts für Robotik und Intelligente Systeme an der ETH Zürich; Martina Mara, Leiterin der RoboPsychology Forschung des Ars Electronica Future Labs, Moderator Andreas Jäger.

Auch in der anschließenden Diskussion ging es um das Thema der Arbeitsplätze von morgen. Siegwald nannte als Beispiel die Landwirtschaft, die von Robotern gesteuert werden könne.

Einig waren sich die Expertinnen und Experten, dass es zwar möglich sei, Arbeit an Maschinen abzugeben, dass aber noch eine Menge Fragen zu diskutieren seien: „Will man die Arbeit überhaupt abgeben? Verliert man dadurch nicht das Gefühl, gebraucht zu werden?“ Und: „Wenn die Maschinen das Geld verdienen, wer bezahlt unseren Lebensstil?“

Bank Austria CEO Robert Zadrazil stellte in seinen Schlussworten fest: „Was uns allen klar sein muss ist, dass das Thema Digitalisierung und Robotics kein Modetrend ist, den es in zwei, drei Jahren nicht mehr gibt. Das ist unumkehrbar.“

Die Bank Austria als Teil der UniCredit Gruppe beschäftige sich stark mit Digitalisierung: „Gruppenweit investiert die UniCredit bis 2019 insgesamt 1,6 Milliarden Euro in die IT und digitale Innovationen.“

Für die Bank gebe es zwei Gründe, sich damit zu beschäftigen: Einerseits müsse sie Megatrends rechtzeitig erkennen und in diese investieren. Andererseits wolle die UniCredit Bank Austria als Partner der Wirtschaft die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich fördern.

Jedoch: „Bei aller Technik-Affinität dürfen wir den Kontakt zu den Menschen nicht verlieren.“

Im Anschluss an die Diskussion gab es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch die Möglichkeit, an einer 3 D Vorführung im DeepSpace 8K teilzunehmen. Dies ist weltweit die einzige Plattform, wo Bilderwelten in unglaublicher 8K Auslösung projiziert werden. Der Flug durch unser Universum und die Reise ins Innere des menschlichen Körpers beeindruckten das Publikum sehr.