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Anleihen

Vom Fed-Vorsitzenden Jerome Powell getroffene Aussagen zum positiven Konjunkturumfeld in den USA sowie die daraus abgeleitete Möglichkeit, die Fed könnte die US-Leitzinsen letztlich auf ein Niveau anheben, welches die US-Konjunktur zu zügeln beginnt, hatten Anfang Oktober einen deutlichen Renditeanstieg bei US-Staatsanleihen zur Folge, in deren Kielwasser auch jene deutscher Staatsanleihen anzogen. Die dadurch bei risikobehafteten Anlagen ausgelöste Risikoaversion ließ die Renditen wieder etwas zurückgehen. Allerdings fiel diese Entwicklung bei deutschen Staatsanleihen akzentuierter aus, was wiederum mit politischen Unsicherheiten sowie zum Teil schwächeren Konjunkturdaten innerhalb Europas in Verbindung stand.

Mehr oder weniger keine Impulse gingen von der Ratssitzung der EZB Ende Oktober aus. So wurden die Leitzinsen unverändert belassen und auch am Ausblick, wonach die Notenbank beabsichtigt, die Leitzinsen bis „über den Sommer 2019“ unangetastet zu lassen, nicht gerüttelt. Etwas mehr Spannung dürfte somit die nächste Zusammenkunft des EZB-Rates am 13. Dezember bringen. An diesem Tag präsentiert die Notenbank die von ihr aktualisierten Wachstums- und Inflationsprognosen.

In den USA konnten sich die Renditen trotz der zwischenzeitlichen Risikoaversion oberhalb der 3%-Marke halten. Für Unterstützung sorgten solide Zahlen zum US Wachstum im dritten Quartal, nachlassende Unsicherheiten im Zuge der US Kongresswahlen sowie die neuerlich starken Arbeitsmarktdaten im Oktober. Entsprechend rechnen wir in den USA im Dezember mit einer weiteren Leitzinserhöhung.

Aktien

Der Oktober wurde heuer seinem Ruf als schwieriger Monat gerecht. Nahezu alle wichtigen Aktienmarktindizes dieser Welt verzeichneten in den vergangenen Wochen Kursrückgänge, auch wenn sich die Börsen wieder etwas versöhnlicher zeigten, nachdem die US Kongresswahlen den Erwartungen entsprechend ausgingen, und damit als Unsicherheitsfaktor wegfielen. Ursächlich für die Turbulenzen waren mehrere Faktoren. So konzentrieren sich die Marktteilnehmer bereits verstärkt auf die Aussichten für das Jahr 2019, und diese haben sich zuletzt etwas eingetrübt. Der weiterhin schwelende Handelsdisput zwischen den USA und China, starke Ölpreisschwankungen sowie politische Unsicherheiten innerhalb Europas ließen Marktteilnehmer mit Blick auf die globale Konjunktur zunehmend kritischer in die Zukunft blicken. 

Angesichts der Turbulenzen müssen die globalen Aktienmärkte im Oktober unisono Kursabschläge hinnehmen. An der Wall Street gibt der Dow Jones, der S&P 500 sowie die technologielastige NASDAQ um 5,07 %, 6,94 % bzw. 9,20 % nach, während der Russell 2000, der kleinkapitalisierte US-Unternehmen abbildet, mit minus 10,91 % sogar zweistellige Abschläge hinnehmen muss. In Europa stellt sich das Bild ähnlich dar, wo der STOXX Europe 600 um 5,63 % und der DAX um 6,53 % nachgeben. Bei japanischen Aktien beträgt der Kursrückgang 9,42 % (TOPIX) bzw. 9,12 % (NIKKEI). Dieser Entwicklung können sich auch Aktien der Schwellenländer, gemessen am MSCI Emerging Markets Index (in Lokalwährung), nicht entziehen, sie schließen den Monat um 7,85 % tiefer.

Währungen und Rohstoffe

Nachdem der Preis für die europäische Rohölsorte Brent Anfang Oktober noch ein Vierjahreshoch markierte, vollzog dieser im Anschluss eine Kehrtwende und verzeichnete den höchsten Monatsverlust seit Juli 2016. Ausschlaggebend für die Entwicklung waren aufkeimende Sorgen, die globale Konjunktur könnte in den kommenden Jahren an Fahrt einbüßen, was wiederum negative Auswirkungen auf die Rohölnachfrage hätte. Zudem rückten die mit Anfang November in Kraft getretenen US-Sanktionen gegen den Iran, die zuletzt als Preistreiber fungierten, in den Hintergrund, nachdem die Ölfördermenge von Russland, Saudi Arabien und den USA zuletzt anstieg.

Nach einem schwachen zweiten und dritten Quartal verzeichnete Gold seit Anfang Oktober eine Gegenbewegung und konnte sich oberhalb der Marke von 1200 USD je Feinunze stabilisieren. Grundlage dieser Bewegung waren Turbulenzen an den Aktienmärkten, die wiederum die gegenüber dem Edelmetall zuvor extrem negativ positionierten Marktteilnehmer zu Deckungskäufen veranlassten. Damit Gold auf einen nachhaltigen Aufwärtstrend einschwenken kann, müsste die Fed hinsichtlich ihres Zinserhöhungszyklus das Straffungstempo reduzieren. Angesichts der boomenden US-Konjunktur dürfte dies wohl kaum eintreffen. Der Ausblick, der an der nächsten US-Notenbanksitzung im Dezember gegeben wird, wird daher besonders wichtig sein. Nachdem sich die Korrektur an den Aktienmärkten vorerst nicht fortgesetzt hat, bleiben ein stärkerer US-Dollar und steigende US-Renditen allerdings eine schwierige Kombination für Gold.

Datum: 12. November 2018

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