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Anleihen

Renditen von Anleihen der Kernländer verzeichneten in den vergangenen Wochen zum Teil deutliche Anstiege, wobei der Ursprung dieser Entwicklung auf unterschiedliche Themen zurückzuführen ist.

Zum einen sind die zwischen den USA und China angekündigten Einfuhrzölle zunächst nicht so hoch wie befürchtet, was am Rentenmarkt zu einer Stimmungsaufhellung führte. Zudem bekräftigte die US Notenbank im September neuerlich ihre Absicht, die graduellen Zinserhöhungen fortsetzen zu wollen. So wurde für dieses Jahr noch eine weitere Zinsanhebung angedeutet, drei weitere könnten im kommenden Jahr und eine letzte Zinsanhebung im Jahr 2020 erfolgen. Anfang Oktober erfuhren 10-jährige US-Staatsanleihen jedoch einen deutlichen Renditeanstieg, und bewegten sich mit über 3,2 % auf dem höchsten Niveau seit 2011. Auslöser waren überzeugende amerikanische Konjunkturdaten.

Die Europäische Zentralbank sorgte bei ihrer letzten Ratssitzung für keine Überraschungen. Die Leitzinsen blieben unverändert, wie auch der Ausblick, wonach diese bis über den Sommer 2019 auf dem aktuellen Niveau von 0,0 % verbleiben sollen.

Aktien

Die florierende US-Konjunktur dient weiterhin als Antriebsfeder für den lokalen Aktienmarkt. In den kommenden Wochen startet zudem die Berichtssaison über das dritte Quartal. Dabei wird für die im Leitindex S&P 500 befindlichen Unternehmen ein Gewinnwachstum von rund 19% erwartet. Dies würde neuerlich ein stattliches Wachstum darstellen, wenn auch die 25 %ige Wachstumsrate vom zweiten Quartal nicht mehr erreicht wird. Die deutlich positiven Konjunkturdaten stellen für den US-Aktienmarkt jedoch ein zweischneidiges Schwert dar, beflügelten diese zuletzt doch auch Renditen von US-Staatsanleihen, infolgedessen US-Aktien unter Druck gerieten.
Das grundsätzlich aufgehellte Sentiment in Übersee schlug auch auf den europäischen Aktienmarkt durch, wenngleich politische Unsicherheiten eine gewisse Zurückhaltung unter Anlegern hervorriefen.
Überaus positiv zeigte sich in den vergangenen Wochen der japanische Aktienmarkt. Infolge einer Kursavance von über 8 % in den letzten drei Septemberwochen notiert der Nikkei 225 auf dem höchsten Stand seit 1991. Einer der Gründe hierfür ist in den sehr positiven makroökonomischen Daten zu sehen.
Ein weiterhin zur Stärke neigender US-Dollar, steigende Renditen bei US-Staatsanleihen, der nach wie vor schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie einige Länderspezifika hatten bei Marktteilnehmern eine steigende Risikoaversion zur Folge, woraufhin Aktien der Schwellenländer unter Druck standen. Zuletzt zeichneten sich jedoch erste Stabilisierungstendenzen ab.

An der Wall Street verzeichneten der Dow Jones sowie der S&P 500 im Monat September Zugewinne in Höhe von 1,90 % bzw. 0,43 %. Hingegen schloss die technologielastige NASDAQ sowie der Russell 2000, der kleinkapitalisierte US-Unternehmen abbildet, um 0,78 % und 2,54 % tiefer. Ein gemischtes Bild zeigte sich an Europas Börsen: Der STOXX Europe 600 legte um 0,24 % zu, während der DAX 0,95 % einbüßte. Deutliche Avancen verzeichneten hingegen der japanische Aktienmarkt. Der TOPIX kletterte um 4,72 % nach oben, während der NIKKEI 5,49 % zugewinnt. Aktien der Schwellenländer, gemessen am MSCI Emerging Markets Index (in Lokalwährung), mussten auf Monatssicht Abschläge in Höhe von 1,39 % hinnehmen

Währungen und Rohstoffe

Die europäische Rohölsorte Brent setzt ihren Höhenflug weiter fort, und markierte mit einem zwischenzeitlichen Preis von über 86 USD je Fass ein Vierjahreshoch. Damit summiert sich der Preisanstieg seit Jahresbeginn auf etwa 29 %. Als Antriebsfeder dienen die mit Anfang November in Kraft tretenden US-Sanktionen gegen den Iran, in Folge derer Marktteilnehmer Angebotsengpässe befürchten.
Die kürzlich von der OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) gemeinsam mit anderen wichtigen Förderländern wie Russland getroffene Entscheidung, vorerst nichts gegen die steigenden Ölpreise zu unternehmen und die Fördermengen unverändert zu lassen, sorgte für zusätzlichen Auftrieb beim Ölpreis. Andererseits scheinen Marktteilnehmer mögliche negative Implikationen des schwelenden Handelskonfliktes auf die Ölnachfrage derzeit etwas auszublenden. Sollten jedoch Anzeichen in diese Richtung sichtbar werden, könnte dies das Preispendel wieder in die entgegengesetzte Richtung schlagen lassen.

Das Edelmetall Gold hat, zumindest was den bisherigen Jahresverlauf betrifft, etwas von seinem Glanz eingebüßt, schlägt doch zum Ende des dritten Quartals ein Minus von rund 9 % (in USD) zu Buche. Zudem scheint der Preis des Edelmetalls weiterhin rund um die Marke von 1200 USD je Unze wie festgenagelt. Dabei macht dem Goldpreis vor allem der zur Stärke neigende US-Dollar zu schaffen, der wiederum von der starken US-Konjunktur sowie dem steigenden US-Zinsniveau, aber auch von dem Umstand befeuert wird, dass Anleger den Greenback gegenüber Gold als sicheren Hafen im derzeitigen Umfeld bevorzugen. Allerdings könnte sich der Handelskonflikt negativ auf die US-Konjunkturentwicklung auswirken, was Druck auf den US-Dollar ausüben, aber Gold Auftrieb verleihen könnte.

Datum: 5. Oktober 2018
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