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Anleihen

In den vergangenen Wochen verzeichneten Renditen von Staatsanleihen der Kernländer deutliche Rückgänge, im Zuge dessen jene deutscher Staatsanleihen zum ersten Mal seit 2016 wieder in negatives Terrain abrutschten. Befeuert wurde diese Entwicklung dabei von einer Reihe von Faktoren, wobei die Hauptursachen in Wachstumsrevisionen und vorsichtiger Zentralbankrhetorik zu finden waren. 

Zusätzlichen Rückenwind erhielt der Rentenmarkt, nachdem die EZB die Abwärtsrisiken für ihren bereits nach unten revidierten Wachstumsausblick betonte und über die Staffelung des Einlagensatzes nachdenkt. Darüber hinaus überraschte die US-Notenbank die Marktteilnehmer ein weiteres Mal, nachdem sie bereits Ende Jänner zu einer neutralen Haltung in der Geldpolitik übergegangen war. So erwartet die Fed in diesem Jahr keinerlei Zinserhöhungen mehr bzw. plant sie nur noch eine weitere Zinserhöhung in diesem Zyklus, und zwar im nächsten Jahr.  

Einige ermutigende Konjunkturdaten aus den USA sowie China sorgten Anfang April sodann für etwas Erleichterung, woraufhin Renditen von Anleihen der Kernländer wieder etwas anzogen. Diese Entwicklung könnte sich durch neuerliche, positive Datenüberraschungen fortsetzen und schließlich eine Gegenbewegung bei den Kernstaatenrenditen auslösen. 

Aktien

Die internationalen Aktienmärkte setzten ihren Aufwärtstrend im März weiter fort und erzielten damit eines der besten Quartalsergebnisse innerhalb der letzten Dekade. Dabei beflügelte vor allem die Bereitschaft wichtiger Notenbanken, hinsichtlich ihrer Geldpolitik vorsichtiger bzw. unterstützend zu agieren, sowie die zunehmende Hoffnung, schließlich doch noch eine Einigung im schwelenden Handelskonflikt zwischen den USA und China zu finden, die Börsen. 

So erzielte der S&P 500 mit einem Plus von 13,10 % das beste Ergebnis in einem ersten Quartal seit 1998, womit die Kursverluste aus dem Schlussquartal 2018 fast zur Gänze wieder aufgeholt wurden und das Allzeithoch vom 20. September 2018 wieder in unmittelbare Griffweite rückte. Ähnlich erfreulich gestaltete sich der Kursverlauf auch bei europäischen Aktien, die mit einer Avance von 12 % das beste Quartalsergebnis seit 2015 verbuchten. Angesichts des relativ hohen Exportanteils, den europäische Unternehmen aufweisen, schlug der zunehmende Optimismus hinsichtlich einer Einigung im Handelskonflikt positiv auf die lokalen Börsen durch. 

Die Euphorie über die gestiegene Wahrscheinlichkeit eines Übereinkommens im Handelskonflikt war am deutlichsten in China zu spüren. So legte die Börse Shanghai im ersten Quartal um knapp 24 % zu und sicherte sich damit den ersten Rang unter den weltweit wichtigsten Börsenindizes. Schützenhilfe hierfür leistete auch die Regierung in Peking, die neue konjunkturstützende Maßnahmen auf den Weg brachte. Der weltweite Risikoappetit der Marktteilnehmer verhalf auch dem japanischen Aktienmarkt zu höheren Kursnotierungen. Von der zuletzt etwas aufgehellten Konjunkturstimmung konnten vor allem Technologie- sowie Pharmaunternehmen profitieren. 

Die Wall Street setzte im März ihren Aufwärtstrend großteils weiter fort . So verzeichneten der S&P 500 sowie die technologielastige NASDAQ Zugewinne in Höhe von 1,79 % bzw. 2,61 %, wohingegen der Dow Jones mit plus 0,05 % lediglich seitwärts oszillierte. An den europäischen Börsen fiel die Entwicklung ebenfalls uneinheitlich aus. Während der STOXX Europe 600 ein Plus von 1,69 % verbuchen konnte, schloss der DAX mit plus 0,09 % nahezu unverändert zum Vormonat ab. Schwellenländer, gemessen am MSCI Emerging Markets Index (in Lokalwährung), erzielten mit plus 1,21% ebenfalls Kurszuwächse. Eine Ausnahme stellten hingegen japanische Aktien dar, die im März mit minus 0,84 % (NIKKEI) und minus 1,00 % (TOPIX) leichte Abschläge hinnehmen mussten.

Währungen und Rohstoffe

Der Preisanstieg der Rohölsorte Brent im Monat März in Höhe von 3,30 % fiel im Vergleich zu den Vormonaten bereits deutlich geringer aus. Nichtsdestotrotz summiert sich der Preiszuwachs im ersten Vierteljahr des heurigen Jahres auf knapp 27 % und markiert damit das stärkste Quartalsergebnis innerhalb der letzten 10 Jahre. Als Antriebsfeder hierfür dienten primär die von der OPEC und ihren verbündeten Produzenten beschlossenen Förderkürzungen, aber auch die von den USA über Venezuela und dem Iran verhängten Sanktionen. Etwas begrenzt wurde der Preisauftrieb hingegen von einer rekordhohen Ölfördermenge in den USA und einer sich abkühlenden Weltwirtschaft, die den Ausblick auf die Ölnachfrage eintrübt. 

Der Goldpreis verzeichnete im März mit einem Abschlag von 1,38 % den schwächsten Monat seit August vergangenen Jahres. Für Druck sorgte dabei ein zur Stärke neigender US-Dollar, der den deutlichsten Zugewinn seit fünf Monaten verzeichnete. Auf Quartalssicht stellt sich das Bild mit dem zweiten positiven Abschluss in Folge etwas freundlicher da, nachdem wichtige Notenbanken im Hinblick auf ihre Geldpolitik zuletzt vorsichtiger agierten. Dieser Umstand sowie sich eintrübende Konjunkturzahlen könnten dem Edelmetall auf weitere Sicht als Triebfedern dienen, vor allem, wenn die zuletzt gestiegenen Hoffnungen auf eine Einigung im Handelskonflikt schlussendlich doch enttäuscht werden sollten. Wichtig hierfür wäre jedoch ein nachhaltiges Überschreiten der Marke von rund 1360 USD je Unze, denn in den vergangenen fünf Jahren scheiterte der Goldpreis beim Versuch, ein darüber liegendes Preisniveau zu erreichen, immer schon im Anlauf. 

Datum: 5. April 2019

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