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Anleihen

Angesichts anhaltender Spannungen zwischen den USA und China, und der damit gestiegenen Risikoaversion, erreichten Renditen von Anleihen der Kernländer zum Teil neue Tiefststände. Der Renditerückgang wird jedoch zunehmend als Vorbote einer globalen Konjunkturabschwächung betrachtet. Insofern waren die jüngsten Entwicklungen an den Rentenmärkten nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Ursache für die schlechte Stimmung an den Aktienmärkten. 

Gleichzeitig haben sich sowohl in der Eurozone als auch in den USA zuletzt Zinssenkungs-Erwartungen verfestigt, denen durch schwache Inflationsdaten (Eurozone) bzw. beruhigende Aussagen des Fed-Vorsitzenden (USA) zusätzliche Nahrung gegeben wurde. An den Rentenmärkten der Schwellenländer haben die jüngsten Rendite-Rückgänge der US Treasuries ebenfalls unterstützend gewirkt, während sich der immer noch nicht gelöste Handelskonflikt der USA mit China zwar negativ auswirkt, aber nicht so stark wie man hätte befürchten können.

Aktien

Das Motto „Sell in May and go away” hätte heuer – zumindest im Mai – voll zugetroffen. Nachdem das Säbelrasseln der USA und China im Handelskonflikt zuletzt wieder überraschend stärker geworden war, verzeichnete der US-Aktienindex S&P 500 im Mai einen Abschlag von 6,5 %, was den ersten negativen Monatsabschluss in diesem Jahr und den zweitschwächsten Mai seit 1962 bedeutete. Auch der breite Stoxx Europe 600 Index musste im Mai einen Verlust in Höhe von rund 6 % hinnehmen und markierte damit die schwächste Monatsperformance seit über drei Jahren. 

Die japanische Börse litt unter der Stärke des Yen, die die Kurse der exportlastigen japanischen Unternehmen nach unten drückte. Der Yen war in den letzten Wochen als sicherer Hafen vielfach gefragt, ähnlich den Staatsanleihen der Kernländer. Auch die Börsen in den Emerging Markets mussten zuletzt Terrain preisgeben, wohl ebenfalls unter dem Eindruck des weiterhin schwelenden Handelskonflikts.

Währungen und Rohstoffe

Nachdem der gesamte Rohstoffkomplex, angesichts eines sich aufhellenden Konjunkturbildes, bis Mitte April deutliche Preiszuwächse verzeichnen konnte, folgte im Anschluss, angetrieben vom Rückgang beim Ölpreis, die Kehrtwende. Demnach stehen, nach einem zwischenzeitlichen Preisanstieg von 9 % (gemessen am Bloomberg Commodity Index, auf USD-Basis), per Ende Mai nur noch 2,31 % zu Buche.

Sorgen vor einem Angebotsengpass ließen die Rohölsorte Brent seit Jahresbeginn um knapp 30 % ansteigen. Zu den Triebfedern zählten neben den von der OPEC und ihren verbündeten Produzenten beschlossenen Förderkürzungen auch die von den USA über Venezuela verhängten Sanktionen, die überraschende Ankündigung der USA, die Ausnahmeregelungen für den Import von iranischem Öl zur Gänze einzustellen, sowie politische Unsicherheiten im Nahen Osten. Der Goldpreis bewegte sich über weite Strecken eher seitwärts, da Marktteilnehmer dem US Dollar gegenüber Gold als sicheren Hafen den Vorzug gaben. Erst zuletzt gelang ein Ausbruch nach oben, nachdem es auch handelspolitische Querelen mit Mexiko gab.

Der US Dollar konnte heuer gegenüber dem Euro Stärke aufbauen, vor allem aufgrund der immer noch robusten US Konjunktur. Diese könnte aber spätestens 2020 an Fahrt verlieren, was den Euro wieder unterstützen sollte. Der Yen profitierte angesichts der handelspolitischen Themen von seinem Status als sicherer Hafen.

Datum: 12.6.2019

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