Die Entwicklung der nationalen und internationalen Kapitalmärkte wird von den Expertinnen und Experten des Bank Austria Private Banking laufend beobachtet und analysiert. Daraus resultiert die jeweils aktuelle Marktmeinung. Diese ist Grundlage für die Anlagestrategie der verschiedenen Vermögensanlageprodukte der Bank Austria.
Anleihen

Über den Erwartungen liegende US-Arbeitsmarktdaten befeuerten zuletzt die Erwartungen auf eine weiter anziehende Inflation in den USA. Infolgedessen stiegen Renditen von US-Staatsanleihen, nach einem zwischenzeitlichen Rücksetzer, wieder an. Anleihen der europäischen Kernländer zeigten sich als Folge der politischen Turbulenzen gefragt. Aufgrund der erhöhten Geräuschkulisse ging die Nachricht einer innerhalb der Eurozone gestiegenen Inflationsrate, die sich nun nahe dem EZB-Zielwert befindet, etwas verloren.

Eine weiterhin robuste Konjunkturentwicklung, welche schließlich die Inflationsentwicklung auf beiden Seiten des Atlantiks weiter befeuern sollte, sowie die allmähliche Rückführung der geldpolitischen Akkommodierung sprechen für anziehende Renditeniveaus bei Anleihen der Kernländer.
Die Fed setzt ihren Zinserhöhungszyklus – wir rechnen in Summe mit vier Leitzinserhöhungen in diesem Jahr – sowie ihre Bilanzverkürzung weiter fort. Auch die EZB rekalibriert ihr Anleihekaufprogramm, welches sie in diesem Jahr auslaufen lassen dürfte. Folglich gewichten wir Renten in Summe bzw. EUR-Staatsanleihen weiterhin unter. Bei Unternehmensanleihen gehen wir selektiv vor, da wir diese nur bedingt für attraktiv erachten. Äußerste Vorsicht lassen wir bei Hochzinsanleihen walten. Hingegen bieten globale inflationsindexierte Staatsanleihen im Zuge langsam anziehender Verbraucherpreise Opportunitäten. Auch Schwellenländeranleihen weisen langfristig Potenzial auf und bleiben übergewichtet, zeigen sich doch die Fundamentaldaten in vielen Fällen verbessert.

Aktien

Politische Unsicherheiten sorgten an den internationalen Aktienmärkten zuletzt für Verunsicherung, wobei Schlagzeilen zum Handelskonflikt die Volatilität zusätzlich verstärkten. Diese Entwicklungen stehen damit im Gegensatz zu dem weiterhin soliden makroökonomischen Umfeld sowie der robusten Gewinnsituation bei den Unternehmen.
Angesichts der schwellenden Problemkomplexe, die jederzeit zu Volatilitätsschüben führen können, belassen wir unser Anlagevotum bei Aktien unverändert auf „neutral“.

Regional betrachtet favorisieren wir Europa, Japan und die Schwellenländer. Der robuste Wachstumsausblick für Europa und die Erwartung einer Fortsetzung des positiven Gewinnwachstums bieten europäischen Aktien Unterstützung. Bei japanischen Aktien sorgen ein solides Wirtschaftswachstum, geringe Arbeitslosigkeit und allmählich steigende Löhne für gute Aussichten. Zudem stellen die Gewinndynamik sowie die äußerst expansive Geld- und Fiskalpolitik weitere Unterstützungsfaktoren dar. Wir bleiben bei unserer positiven Haltung zu den Schwellenbörsen, die von der sich fortsetzenden globalen Wirtschaftsdynamik profitieren sollten – Selektivität ist aber gefragt. US-Aktien haben wir aufgrund der relativ höheren Bewertung untergewichtet. Zudem weisen diese deutlich mehr Raum für negative als für positive Überraschungen auf.

 

Alternative Veranlagungen

Die Anlageklasse der Absolute-/Total-Return-Produkte sowie jene der Rohstoffe nutzen wir weiterhin zur Steigerung der Diversifikation und zur Optimierung des Risiko-Ertrags-Verhältnisses.

Datum: 8. Juni 2018       

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