Kapitalmarkt weiter kämpferisch

Obwohl das erste Quartal 2018 den Börsen eine Achterbahn beschert hat, gab es bei sowohl den Fusionen als auch bei den Börsengängen keinen Grund zur Klage. In den USA gab es im heurigen 1. Quartal mehr Börsengänge mit Erlösen über 1 Mrd. Dollar als im gesamten Vorjahr. Und bei den globalen Fusionen verzeichnete man im ersten Quartal überhaupt den stärksten Jahresstart seit Beginn der Aufzeichnungen in 1980. Bei den Börsengängen sticht vor allem Dropbox heraus, die Ende März in New York den Sprung aufs Parkett machten und zum größten Tech-Börsengang seit Snap im März 2017 wurden. Hinter dem Boom bei den Fusionen steht vor allem die Steuersenkung in den USA, aber auch die Konjunkturerholung in Europa. Die immer noch niedrigen Zinsen sowie prall gefüllte Kriegskassen der Unternehmen sorgen für zusätzliche Unterstützung. Eine signifikante Entwicklung ist auch die Tatsache, dass mittlerweile mehr als 20% der Erlöse bei den US Börsengängen auf chinesische Unternehmen entfallen. Auch wenn die Kursentwicklung am Ersttag teilweise etwas enttäuschte, darf man darüber das große Ganze nicht aus den Augen verlieren. China gibt ein deutliches Lebenszeichen an den Kapitalmärkten des Westens. Bei den Sektoren hatte die Technologie die Nase vorn, hier wurde mehr als doppelt so viel erlöst wie in jeder anderen Branche. Das wird von Beobachtern auch deshalb als positives Zeichen gewertet, da die Emissionstätigkeit in der Technologie oft erst im späteren Jahresverlauf an Fahrt gewinnt.

 

Monika Rosen, Chefanalystin Bank Austria Private Banking

Stand: 13. April 2018

Monika Rosen, Chefanalystin Private Banking

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