Luxus wieder gefragt.

Der Luxussektor hat sich nach einem schwierigen Jahr 2016 heuer deutlich erholt, schreibt der Consulter Bain & Co in einer Studie. Man unterscheidet dabei zwischen dem Luxussektor insgesamt, zu dem auch Autos und die Hotellerie gehören, und dem Segment der persönlichen Luxusgüter, wie Bekleidung, Accessoires und Kosmetik. Der gesamte Luxussektor ist laut Schätzungen des Consulters heuer um rund 5% auf 1,4 Billionen Dollar gewachsen, wobei besonders eine jüngere Käuferschicht und eine Belebung der Nachfrage in China hinter der positiven Entwicklung stehen. Damit wird auch schon klar, dass selbst bei Luxusgütern der Verkauf über das Internet ein großes Thema darstellt. Der online Absatz hat im Luxussegment heuer um 24% zugelegt, der im stationären Handel immerhin noch um beachtliche 8%! Auch regional gibt es große Unterschiede. Der immer modebewusstere chinesische Konsument ließ die Umsätze im Reich der Mitte heuer um satte 15% auf 20 Mrd. Dollar nach oben schießen. Im restlichen Asien ist der Absatz im Luxus-Segment ebenfalls um 6% gestiegen, genauso wie auch in Europa. Überraschenderweise kann gerade Nordamerika, der immer noch wichtigste Markt für die Luxus-Branche, mit diesen Raten nicht mithalten, dort wurden „nur“ 2% geschafft. Verantwortlich dafür ist laut Bain unter anderem der Niedergang des klassischen amerikanischen Kaufhauses. Europa hingegen profitiert von steigenden Touristenströmen, die gerade in Großbritannien durch das schwache Pfund angelockt werden.

 

Monika Rosen, Chefanalystin Bank Austria Private Banking

Stand: 10. November 2017

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