Börse hofft auf Santa Claus

Nicht selten bringt der Dezember neben weihnachtlicher Stimmung auch eine Jahresend-Rallye an der Börse. Von der sogenannten Santa Claus Rallye spricht man, wenn die Kurse im Dezember insgesamt, oder in den Tagen rund um Weihnachten bzw. Silvester, noch einmal zulegen. Um einen leichteren Vergleich herstellen zu können, wollen wir die Betrachtungen auf den Monat Dezember beschränken.

Die Fondsgesellschaft Schroders hat die Kursentwicklung über die letzten 30 Jahre hinweg analysiert und kommt zu dem Schluss, dass die großen Indizes (S&P 500, Eurostoxx 50 und FTSE 100) in rund 80% der Fälle im Dezember gestiegen sind. Damit stünden die Chancen auch 2017 nicht schlecht für eine Santa Claus Rallye, wäre da nicht die Tatsache, dass die Kurse heuer schon in den elf Monaten davor so stark zugelegt haben. Im Falle des S&P waren bis inklusive November alle Monatsergebnisse positiv – wenn sich auch noch der Dezember einreiht, würde zum ersten Mal seit 30 Jahren jeder Monat mit Kurszuwächsen abgeschlossen.

Die Frage nach den Gründen für die Jahresend-Rallye ist schon schwieriger zu beantworten. Manche sprechen von Psychologie – die vorweihnachtliche Stimmung würde sich in vermehrter Kaufaktivität niederschlagen. Andere verweisen auf die Tatsache, dass Fondsmanager mitunter im Dezember Aktien gezielt nachkaufen. Sei es, weil sie die Zugpferde des Jahres zum 31.12. im Portfolio ausweisen wollen, oder sei es, um Leerverkäufe, die sich als Irrtum erwiesen haben, noch glattzustellen.

 

Monika Rosen, Chefanalystin Bank Austria Private Banking

Stand: 6. Dezember 2017

Monika Rosen, Chefanalystin Private Banking

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