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Gewürze

Weihnachtliche Gewürze: Weltgeschichte zum Genießen

Der feine Duft von Anis, Vanillin, Lebkuchengewürz und Zimt, der jetzt wieder durch die Küchen zieht, erzählt so manche Abenteuergeschichte: Von Karawanen arabischer Kaufleute, beladen mit Gewürzen aus Indien, von Seefahrern wie Kolumbus auf der Suche nach neuen Seewegen in die Heimat der begehrten Aromen… Die römische Kultur und das europäische Mittelalter waren verrückt nach den Schätzen des Orients: Man zahlte Unsummen und verbrauchte Unmengen.

Die weit gereisten Gewürze sind heute für jedermann erschwinglich, zum Glück, denn viele gehören fest zur Weihnachtsbäckerei. Manche von ihnen haben sogar eine heilende Wirkung: Gewürze und die darin enthaltenen ätherischen Öle verfeinern nicht nur das Aroma von Speisen und Getränken, sondern tun auch Leib und Seele gut.

Anis
Anis ist eine der ältesten Heil- und Gewürzpflanzen. Sein lakritzähnliches Aroma kommt in Gebäck besonders gut zur Geltung. Ursprünglich im östlichen Mittelmeerraum beheimatet, wird Anis heute weltweit in Gebieten mit gemäßigtem Klima angebaut. Hauptanbaugebiet ist Südrussland.

Kardamom
Kardamom kommt aus den tropischen Bergwäldern Südindiens und Sri Lankas. Es ist eines der teuersten Weihnachtsgewürze und eine wichtige Zutat in Stollen, Spekulatius, Lebkuchen und anderen Gewürzplätzchen.

Nelken
Nelken sind die getrockneten Blütenknospen des Nelkenbaums und stammen ursprünglich von den Molukken. Gewürznelken wachsen in Indonesien auf Bäumen, die über zehn Meter hoch und viele 100 Jahre alt werden. Noch bevor sich die Blüte öffnet und der Samen schießt, müssen die Nelken gepflückt werden.

Zimt
Der immergrüne Zimt-Lorbeerbaum ist in China, Sri Lanka und Südindien beheimatet. Zimtbäume werden ständig abgeschnitten, sonst würden sie 10 bis 15 Meter Höhe erreichen. Die alten Malaien nannten das Gewürz, das so gewonnen wurde, süßes Holz, Kayumen.

Zimt war als Gewürz und Heilmittel im alten Rom begehrt. Die Ägypter setzten ihn als Konservierungsmittel bei der Einbalsamierung von Mumien ein.

Muskatnuss
Die Heimat des Muskatbaumes ist die Insel Banda im Indischen Ozean, heute ein Teil von Indonesien. Im Allgemeinen werden aus den Muskatnüssen zwei eigenständige Gewürze gewonnen. Die roten Samenhüllen werden von den Nüssen geschält geglättet und getrocknet. Sie bilden das als Gewürz hochwertige, beim Trocknen gelblich werdende Macis, auch Muskatblüte genannt.

Wird der harte Schalenkern mit einem Holzhammer zerschlagen, kommt ein weiteres Gewürz, nicht ganz so teuer oder würzkräftig wie die Blüte, zum Vorschein, die Muskatnuss. Muskatnuss darf in vielen Speisen nicht fehlen, aber Vorsicht vor einem Zuviel: Die Muskatnuss in zu hohen Gaben kann bei Kindern tödlich wirken und bei Erwachsenen Vergiftungserscheinungen auslösen.

Vanille
Die Bourbonvanille wird in Madagaskar kultiviert. Sie hat ein sehr intensives, süßliches, harmonisches Aroma und ist in Europa sehr beliebt. Die Tahiti-Vanille hat die größere Vanille-Schote, sie hat mehr Inhaltsstoffe, ist noch exklusiver und ist eher in Amerika von Bedeutung.
 
Ingwer
Diese Gewürzpflanze wird in Ländern wie Indien, Indonesien, China, Japan, Australien, Südamerika und auch in Nigeria angebaut. Die Heimat dieser Kulturpflanze ist nicht sicher bekannt, möglicherweise sind es die  Pazifischen Inseln. Die Ingwerpflanze wächst bis über 1 m hoch, hat lange schmale Blätter und eine Knospe, aus der gelb-rote Blüten wachsen.