UniCredit Bank Austria UniCredit Bank Austria
Wir sind für Sie da
VideoTelefonie testen
Allgemeine Anfragen
Kartensperren
UniCredit Bank Austria UniCredit Bank Austria
Wir sind für Sie da
VideoTelefonie testen
OnlineBanking | BusinessNet
Vorlesen

Der kleine Rabe in Leichter Sprache

Dieses Weihnachts-Märchen ist
in leicht verständlicher Sprache geschrieben.
So können es alle Menschen leicht lesen und verstehen.

Der kleine Rabe

Es war einmal ein kleiner Rabe,
der lebte in der Nähe einer großen Stadt.
Der Name des kleinen Raben war Max.

Max schaute am liebsten den Menschen in ihren Häusern zu.
Vor allem im Winter schaute Max den Menschen stundenlang zu.
Denn im Winter wurde es früher dunkel
und die Menschen drehten in ihren Häusern schon früh das Licht auf.

An einem Abend Ende November
hörte der kleine Rabe Max plötzlich merkwürdige Geräusche.
Er hörte ein Pfeifen und ein Sausen.
Es klang so, als würden viele große Vögel vorbeifliegen.
Max konnte aber nichts Ungewöhnliches sehen.

Der kleine Rabe Max schaut hinauf in den Himmel.
Er sah auf einmal viel mehr Sterne als sonst!
Max dachte sich:
„Komisch. So viele Sterne habe ich noch nie gesehen!“

Max schaut noch länger in den Himmel
und auf einmal bemerkte er,
dass sich die Sterne bewegten!
Sie flogen quer über den Himmel,
dann flogen sie zur Erde und dann wieder hinauf.
Auf und ab!

Max konnte das nicht verstehen.
Er rieb sich die Augen.
Er dachte sich: „Vielleicht träume ich das nur.“
Aber die Sterne flogen weiter über den Himmel.

Der kleine Rabe Max wollte die anderen Raben fragen,
ob sie so etwas schon einmal erlebt haben.
Die anderen Raben waren viel älter als er.
Sie konnten ihm sicher erklären,
was da los war.

Max flog zum ältesten Raben.
Er sagte zu ihm:
„Entschuldige, kannst du mir erklären,
was dieses Pfeifen und Sausen bedeutet?
Und warum fliegen die Sterne am Himmel herum?“




Der alte Rabe schreckte sich.
Er war schon fast eingeschlafen.
„Wie? Was?“, fragte er.
Aber dann war er wach und antwortete Max.
„Ach ja, das kommt jedes Jahr um diese Zeit.
Das dauert ein paar Wochen und dann ist es vorbei.“

Max fragte:
„Aber was bedeutet das?“

Der alte Rabe wusste nicht,
was das Pfeifen und Sausen bedeutete
und warum die Sterne am Himmel herum flogen.

Der alte Rabe sagte nur:
„Ich weiß nur, dass die Menschen in der Zeit
noch aufgeregter und nervöser sind als sonst.
Sie nennen diese Zeit Weihnachten.
Aber wieso interessiert dich das?
Du bist nur ein kleiner Rabe.
Du hast mit Weihnachten nichts zu tun.“

Aber Max war ein neugieriger Rabe.
Er wollte wissen, was dieses Weihnachten war.
Er überlegte sich, wen er fragen konnte.

Plötzlich wurde es vor ihm ganz hell.
Max sah ein helles Licht und einen großen, weißen Vogel.
Zumindest sah das Wesen aus wie ein Vogel.
Es hatte immerhin goldene Flügel.

Max war sehr neugierig.
Er fragte:
„Wer bist du?“

Der Engel sah Max an und sagte:
„Ich bin ein Engel.
Wir Engel fliegen jedes Jahr vor Weihnachten zur Erde,
damit wir alles für den Heiligen Abend vorbereiten können.“




Der kleine Rabe Max wusste noch immer nicht,
was dieses Weihnachten und der Heilige Abend waren.
Er war zwar ein bisschen ängstlich,
aber trotzdem fragte er den Engel:
„Was ist denn dieses Weihnachten?“

Der Engel lächelte und sagte:
„Vor mehr als 2.000 Jahren
ist der Sohn Gottes auf die Welt gekommen.
Dieses Kind war ein Zeichen dafür,
dass Gott die Menschen liebt.
Als Erinnerung an die Geburt feiern die Menschen Weihnachten.

Am Heiligen Abend bringt das Christkind Geschenke.
Wir Engel sammeln einige Wochen vor Weihnachten
die Wunschzettel der Menschen ein.
Sonst weiß das Christkind ja nicht,
was sich die Menschen wünschen.
Die Menschen legen die Wunschzettel ans Fenster.
Wir holen sie in der Nacht ab.
Das Pfeifen und Sausen kommt von unseren Flügeln.“

Der kleine Rabe Max war sehr erstaunt.
Der Engel flog weg und plötzlich wurde es dunkel.
Max dachte nach.

Er überlegte sich:
„Wenn das Christkind die Menschen liebt,
vielleicht liebt es dann ja auch Raben?
Und wie kann ich dem Christkind zeigen,
dass ich es auch lieb habe?“

Am nächsten Tag ging Max wieder zu dem alten Raben.
Er wollte ihn um Rat fragen.
Er sagte:
„Ich möchte dem Christkind eine Freude machen.
Vielleicht kann ich ihm etwas vorsingen?“

Aber der alte Rabe lachte Max nur aus.
Der alte Rabe sagte:
„Du willst ihm etwas vorsingen?
Glaubst du wirklich,
das Christkind will dein Gekrächze hören?
Du hast wirklich keine schöne Stimme
und nicht einmal bunte Federn,
wie die anderen Vögel.
Glaubst du wirklich, das Christkind interessiert sich für dich?“

Da wurde Max sehr traurig.
Er wollte nicht einmal mehr fliegen oder fressen
und hüpfte nur einsam über ein Feld.

Da hörte er wieder das Pfeifen und Sausen in der Luft.
und es wurde ganz hell um Max
Plötzlich stand der Engel wieder vor ihm.

Der Engel fragte:
„Warum bist du denn so traurig, Max?“

Max antwortete leise:
„Ich wollte doch so gern dem Christkind helfen.
Aber ich bin klein und hässlich
und kann nicht einmal singen!“

Der Engel lächelte Max an uns sagte:
„Niemand ist zu klein, zu alt, zu jung oder zu hässlich!
Natürlich kannst du dem Christkind helfen!
Hast du eine Idee, wie du helfen willst?“

Und Max erzählte dem Engel,
was er gerne tun wollte.
Er wollte den Engeln helfen,
die Wunschzettel der Menschen einzusammeln!

 

Das Christkind und die Engel
konnten seine Hilfe gut gebrauchen.
Und Max konnte mit seinem Schnabel
die Briefe perfekt transportieren.

Das Christkind bedankte sich bei Max
und ließ unter seinen schwarzen Federn
goldene Federn wachsen.

Passt einmal auf:
Wenn Ihr auf eurem Fensterbrett
eine goldene Feder mit einer schwarzen Spitze findet,
hat wahrscheinlich Max euren Wunschzettel geholt.

Ihr fragt, woher ich das weiß?
Max hat mir das voriges Jahr zu Weihnachten selber erzählt.
Am Heiligen Abend können manche Menschen
nämlich mit den Tieren sprechen.

Wenn ihr mir nicht glaubt,
könnt ihr Max ja selber fragen

Bilder: Sonja Schriebl, Jaqueline Schneeberger und Ludwig Koch

Übersetzung: capito Graz
Heinrichstraße 145
8010 Graz

http://www.capito.eu