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Die Geschichte des Weihnachtsgebäcks

Süße Weihnachten

Es  gehört zur Adventzeit wie Kranz und Kalender und versüßt den Menschen das Warten auf das Christkind: das Weihnachtsgebäck. Lebkuchen, Christstollen und Co. haben eine alte Tradition.

Lebkuchen

"Lebkuchen" hat nichts mit dem Wort "Leben" zu tun, sondern geht auf das Wort libum (lat. für Fladen, Opferkuchen) zurück. Vorläufer des Lebkuchens dienten früher in Klöstern als Fastenspeise.

Gewürzte Honigkuchen wurden allerdings bereits von den Ägyptern zu wichtigen Feiertagen gegessen.

In ihrer heutigen Form wurden Lebkuchen in fränkischen Klöstern erfunden. Mönche waren auch die ersten, die den Lebkuchenteig auf Oblaten setzten und ihn dann buken. Da zur Herstellung von Lebkuchen allerlei exotische Gewürze benötigt wurden, gab es Lebkuchen zunächst vor allem in großen Städten und Handelszentren wie Nürnberg oder Ulm.

In Deutschland werden Lebkuchen sehr oft auch Pfefferkuchen genannt. Der Name geht allerdings nicht darauf zurück, dass im Lebkuchen Pfeffer enthalten ist, sondern darauf, dass man in früheren Zeiten alle exotischen Gewürze pauschal als "Pfeffer" bezeichnet hat.

Christstollen

Der Christstollen symbolisierte ursprünglich das eingewickelte Jesuskind.

Die Tradition, den berühmten Stollen zu backen, ist wahrscheinlich schon über 700 Jahre alt. Unter dem Begriff "Christbrod" wird er erstmals im Jahre 1474 auf der Rechnung des christlichen Bartholomäus-Hospitals an den Dresdner Hof genannt.

Nach dem Dogma der katholischen Kirche durfte der Stollen einst nur aus Mehl, Hefe, etwas Öl und Wasser gebacken werden – also ohne Milch und Butter. 1450 baten die Kurfürsten Ernst und Albrecht von Sachsen in einem Zeremonialschreiben an den Papst um Lockerung der Vorschrift. Im Jahre 1491 hob Papst Innocenz VIII. das Butterverbot aufzuheben.

Vom 16. Jahrhundert bis zum Untergang der Monarchie 1918 waren die Dresdner Bäcker dem Oberhaupt der albertinischen Wettiner auf besondere Art und Weise zinspflichtig. Acht Meister und Gesellen brachten dem König am zweiten Weihnachtsfeiertag zwei Stollen von je 1,50 Meter Länge und 36 Pfund Gewicht.

Weihnachtskekse

Weihnachtskekse gibt es erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Das Wort Keks wurde nämlich erst damals aus dem Plural cakes (vom englischen Wort cake = Kuchen) eingedeutscht.

In Deutschland bekannt wurden Kekse vor allem durch den seit 1889 von der damaligen Hannoverschen Cakes-Fabrik H. Bahlsen hergestellten Leibnizkeks, der anfangs noch cakes genannt wurde.

1911 wurde das von Bahlsen verwendete Wort Kekse als Übersetzung für das englische "cakes" in den Duden aufgenommen.

In Deutschland werden Kekse als Plätzchen (Verkleinerungsform des mundartlichen Wortes "Platz",  ein flach geformter Kuchen) bezeichnet. Kekse waren frühe Luxus, da Zucker sehr teuer war. Erst als man Zucker aus Zuckerrüben gewinnen konnte, traten die Kekse ihren Siegeszug durch alle Haushalte an.