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Blühende Weihnachten

Weihnachtsstern und Barbaraweizen

Keine Frage: Wenn es um Weihnachten und "Grün" geht, fällt den meisten Menschen sofort der Christbaum ein. Den Wipfel seines ersten Weihnachtsbaumes sah Goethe 1770 in Straßburg, um 1813 gab es die festlich geschmückten Tannen und Fichten bereits in Österreich. Seit dem ist der Christbaum das Symbol des Weihnachtsfestes.

Doch Weihnachten wird auch von einigen anderen Pflanzen angekündigt. Wir stellen einige vor und geben Tipps zur Pflege.

Weihnachtsstern

In seiner mittelamerikanischen Heimat ist der Weihnachtsstern mit cirka fünf Metern Höhe ein ziemlich stattlicher Strauch. Doch auch in Mexiko hat der Weihnachtsstern mit der "stillsten Zeit im Jahr" zu tun. Der Legende nach wuchs er just an jener Stelle zum ersten Mal, an der ein kleiner Junge um ein Geschenk für das Christkind gebetet hatte.



In unseren Breiten ist eine kleinere Form beliebt - und das seit 1834. Damals beschrieb ein Berliner Botaniker die Pflanze, seitdem ist sie in vielen Haushalten fester Bestandteil des Weihnachtsfestes.

Der Weihnachtsstern ist eine typische Kurztagpflanze, der nur dann seine Blütenstände ausbildet, wenn die Pflanze über einen langen Zeitraum weniger als zwölf Stunden Licht pro Tag erhält. Da er gerade zwischen November und Dezember blüht, ist er zu einer der beliebtesten Zimmerpflanze im Winter geworden. Die eigentlichen, unscheinbar kleinen Blütenstände werden von einem Kranz prächtig feuerrot, lachsrosa oder gelbweiß gefärbten Hochblättern umgeben.

Tipp: Für den Weihnachtsstern ist ein heller Standort ideal, allerdings sollte es nicht zu warm sein. Temperaturen bis zu 22 Grad verträgt die "Euphorbia pulcherrima", wie der Weihnachtsstern auf lateinisch heißt, spielend. Vorsicht ist jedoch beim Wasser geboten. Die Pflanze reagiert besonders empfindlich auf Staunässe – die Blätter werden gelb oder fallen ganz ab. Deshalb sparsam gießen und gut abtropfen lassen.

Der Mexikaner ist leicht giftig und eignet sich nicht unbedingt zum Verzehr. Sollte sich der Nachwuchs allerdings nicht davon abhalten lassen zu kosten - keine Panik. Zu mehr als einer Magenverstimmung ist der Weihnachtsstern nicht in der Lage.

Weihnachtskaktus

Ein mittelamerikanischer Kollege des Weihnachtssterns mit einem verwirrenden Namen: Mit Kakteen hat er nämlich nichts gemein, er lebt in seiner mittelamerikanischen Heimat als Epipyht auf Bäumen und ist keine echte Kakteenpflanze. Zudem ist er ein echter Winterblüher und benötigt einen halbschattigen Standort.

Um die Irritation perfekt zu machen: Der lateinische Begriff lautet "Schlumbergera" und geht auf einen französischen Kakteenliebhaber aus dem 19. Jahrhundert namens Schlumberg zurück.

Tipp: Der Winterkaktus wird am besten mit kalkarmen Wasser gegossen, regelmäßiges Besprühen verlängert ebenso die Lebensdauer, wie das Beimengen von handelsüblichem Dünger. Achtung: Der Weihnachtskaktus verträgt keine Kakteenerde!

Nach der Blütezeit sollte Sie dem "Schlumbergera" eine kleine Ruhepause in einem kühlen Zimmer gönnen, in etwa bis Mitte März. Denn Sommer verbringt der Weihnachtskaktus dann am liebsten in einem schattigen Plätzchen im Garten oder auf dem Balkon.

Barbarazweige und Barbaraweizen

Ein alter Brauch ist es, am 4. Dezember, dem Barbaratag, Apfel-, Birke-, Haselnuss-, Kirsch-, Kastanien-, Pflaumen-, Holunder-, Rotdorn- oder Forsythienzweig zu schneiden und in das geheizte Zimmer zu stellen.

Tipp: Wenn es vor dem Schneiden Temperaturen um den Gefrierpunkt gegeben hat, besteht ein gute Chance, dass die Zweige aufblühen. Stellen sie die Äste nicht zu warm und schneiden Sie die Enden besonders lang an, Sie können aber auch die Enden der Zweige mit einem Hammer leicht anklopfen. Auch dadurch nehmen die Zweige leichter Wasser auf.

Nicht ganz so bekannt ist das sogenannte "Adventsgärtchen" oder "Barbaraweizen".  Dazu legt man in einen tiefen Teller am Barbaratag Küchenpapier oder Watte und darauf Weizenkörner. Geht der Weizen auf, verspricht dieser Brauch reichen Erntesegen für das nächste Jahr.