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tresor im Bank Austria Kunstforum

Drawing the Line. Zeichnungen aus der Bank Austria Kunstsammlung

28. November 2012 – 10. Februar 2013

Die Zeichnung, das ursprünglichste aller künstlerischen Medien, nimmt in der Bank Austria Kunstsammlung einen wichtigen Stellenwert ein. Die Ausstellung Drawing the Line stellt verschiedene puristische Beiträge des Grafischen seit den 1970er-Jahren vor; das Spektrum reicht dabei von expressionistisch figurativen über informelle bis hin zu konzeptuellen Formulierungen.

Präsentiert werden Werke von Siegfried Anzinger, Christian Ludwig Attersee, Günter Brus, Adolf Frohner, Bruno Gironcoli, Franz Graf, Alfred Hrdlicka, Birgit Jürgenssen, Martha Jungwirth, Walter Pichler, Othmar Zechyr und Otto Zitko.

Christian Ludwig Attersee
Hasenschweine
1976
Mischtechnik auf Papier
© Bank Austria Kunstsammlung

Sichtblende von 1989 ist eine der jüngsten Sammlungsankäufe, eine farbige Papierarbeit von Günter Brus, der zu den "Meistern der Linie" zählt. In der Tradition von Alfred Kubin erschafft Brus intermediale schwarzromantische Welten zwischen Bild und Text. Christian Ludwig Attersee bringt motivische Mutationen von Mensch, Tier und Frucht zu Papier. Alfred Hrdlicka und Adolf Frohner haben sich dem geschundenen Menschenbild mit veristischen Qualitäten verschrieben. Bruno Gironcolis frühe grafische Porträts erinnern an Alberto Giacomettis Figuren, die vom Umraum geradezu aufgelöst werden. Walter Pichlers gezeichnete Köpfe strahlen eine archaisch-spirituelle Kraft aus, die sich auch in seinem skulpturalen Werk widerspiegelt. Othmar Zechyrs Landschaften entspringen der dunklen Seite des Unbewussten; Heuhaufen, Waldlichtungen und Stelen verdichten sich zu monströsen zeichnerischen Verschwärzungen. Martha Jungwirths Blätter aus den frühen 1970er Jahren tragen einer realistisch populären Ausprägung des Erotischen Rechnung. Birgit Jürgenssens Strich zeigt sich als feinnervige Spur der eigenen Empfindung mit lyrischer Atmosphäre. Siegfried Anzinger steuert dem realistisch akademischen Stil der Zeichnung entgegen, indem er das Zeichnen per se als offenen Prozess und als permanente Annäherung und Abweichung des Motivs versteht. Otto Zitkos brachialer Strich generiert drahtig stachelige Verflechtungen auf dem Bildgrund. Franz Graf verbindet in seinen Grafitarbeiten Figuratives mit Schrift und Zeichen und transponiert somit das zeichnerische Medium auf eine konzeptuelle Ebene.

Kurator: Florian Steininger

tresor im Bank Austria Kunstforum  
Adresse:

Freyung 8, 1010 Wien

 
  Öffnungszeiten: Samstag bis Donnerstag 10.00 bis 19.00 Uhr
    Freitag 10.00 bis 21.00 Uhr