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Vermögensweitergabe

Schenkung von Wohnstätten und Wohnrecht

Schenkungen von Wohnstätten zwischen Ehegatten bzw. eingetragenen PartnerInnen
Schenkungen unter Lebenden zwischen Ehegatten unmittelbar zum Zweck der gleichteiligen Anschaffung oder Errichtung einer Wohnstätte mit höchstens 150 m2 Wohnnutzfläche zur Befriedigung des dringenden Wohnbedürfnisses der Ehegatten sind von der Grunderwerbsteuer befreit.

Die Steuerbefreiung tritt außer Kraft, wenn diese Wohnstätte nicht unter Aufgabe der Rechte einer bisherigen Ehewohnung innerhalb von drei Monaten ab Übergabe zur Befriedigung des dringenden Wohnbedürfnisses bezogen und ohne Änderung der Eigentumsverhältnisse weitere fünf Jahre benützt wird.

Wird die Wohnstätte erst errichtet, muss die Benützung zur Befriedigung des dringenden Wohnbedürfnisses innerhalb von drei Monaten ab Fertigstellung, längstens jedoch innerhalb von acht Jahren nach vertraglicher Begründung des Miteigentums erfolgen.

Gemischte Schenkungen
Gemischte Schenkungen liegen vor, wenn Wirtschaftsgüter teils entgeltlich und teils unentgeltlich erworben werden.

Vor allem bei Liegenschaftsübergaben im familiären Bereich kommen gemischte Schenkungen vor, wenn Kaufverträge über Liegenschaften geschlossen werden, bei welchen der Kaufpreis unter dem Wert der Liegenschaft liegt. Der Gesetzgeber korrigiert derartige Äquivalenzverletzungen mit dem Institut der gemischten Schenkung. Soweit der Kaufpreis nicht zumindest den dreifachen Einheitswert der zu verkaufenden Liegenschaft erreicht, wird eine gemischte Schenkung vorliegen.

Mit 1. August 2008 ist die Schenkungssteuer gefallen. Jetzt ist daher nur noch die Grunderwerbsteuer fällig, die sich von einer allfälligen Gegenleistung, mindestens jedoch vom dreifachen Einheitswert errechnet.

Wohn- und Fruchtgenussrecht
Oft kommt es bei der Schenkung von Grundstücken (Eigenheimen, Eigentumswohnungen) zur Absicherung des Geschenkgebers insoweit, als diesem oder anderen Personen das Wohn- oder Fruchtgenussrecht an der geschenkten Liegenschaft eingeräumt wird. In diesem Fall wird also das Grundstück nicht unbelastet verschenkt, sondern das Wohnrecht zurückbehalten.

Wohnrecht bedeutet, dass eine bestimmte Person lebenslang das Recht hat, die Wohnung bzw. das Haus zu bewohnen. Fruchtgenussrecht schließt das Recht einer Person ein, die Wohnung bzw. das Haus zu vermieten, um Mieteinnahmen zu erzielen.

Auch hier gilt: Nachdem mit 1. August 2008 die Schenkungssteuer gefallen ist, muss im Zuge der Liegenschaftsübertragung lediglich Grunderwerbsteuer entrichtet werden, die sich von einer allfälligen Gegenleistung, mindestens jedoch vom dreifachen Einheitswert errechnet.