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Vermögensweitergabe

Gesetzliche Erbfolge

Das österreichische Recht bietet eine Reihe von Möglichkeiten, die Vermögensweitergabe von Todes wegen zu regeln. Allerdings zwingt die Rechtsordnung niemanden dazu, sich über den Verbleib seines Vermögens Gedanken zu machen. Das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (ABGB) enthält detaillierte Vorschriften für den Fall, dass jemand ohne letztwillige Verfügung über sein Hab und Gut verstirbt. Es kommt dann zur sogenannten "gesetzlichen Erbfolge".

Der Nachlass der oder des Verstorbenen fällt seinen Verwandten und dem überlebenden Ehegatten zu. Die uneheliche Verwandtschaft ist der ehelichen gleichgestellt. Das Gesetz folgt damit dem Prinzip der Familienerbfolge, welches diejenigen Personen vom gesetzlichen Erbrecht ausschließt, die mit dem Erblasser nicht verwandt, sondern bloß verschwägert sind. So zum Beispiel Schwiegermutter, Schwager, Schwiegersohn, Stiefvater.

Auch die Lebensgefährtin bzw. der Lebensgefährte hat nach österreichischem Recht kein gesetzliches Erbrecht, wird also nur dann Rechtsnachfolger der Erblasserin bzw. des Erblassers, wenn dieser ihn letztwillig bedacht hat.

Hinweis: Entscheidend ist immer die Blutsverwandtschaft, sodass Stiefgeschwister nach der gesetzlichen Erbfolge nur dann erben, wenn sie mit dem Erblasser einen gemeinsamen Elternteil haben. Das uneheliche Kind ist übrigens sehr wohl erbberechtigt.