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Geld-Tipps für Eltern und Kinder

Über Geld spricht man doch ...

Handy und Computer, Kosmetik und Kleidung, Getränke und Fast food – die Liste der "Must-haves" ist auch bei Kindern und Jugendlichen lang.

Den größten Teil ihres Geldes geben Jugendliche für Kleidung, Softdrinks, Kosmetik, Körperpflege, Handys und fürs Ausgehen aus.  Und sehr oft reicht das Taschengeld nicht ...

Taschengeld: nicht verpflichtend, aber sinnvoll

Rein rechtlich gesehen müssen Eltern kein Taschengeld zahlen. Kindern Taschengeld zu geben und dabei rechtzeitig mit kleinen Beträgen anzufangen macht aber Sinn: Kinder lernen so, mit Geld umzugehen und Verantwortung für das eigene Geld zu übernehmen.

Der wichtigste Eltern-Tipp bezüglich (Taschen-)Geld lautet: reden! Die Regel "Über Geld spricht man nicht …" ist längst veraltet.

Der Bankomat ist keine unerschöpfliche Geldquelle und auch die Bank gibt nicht unbegrenzt Geld. Gespräche über den Wert von Geld, über Schuldenfallen (Stichwort Handy-Rechnung!) und Sparmöglichkeiten helfen Kindern und Jugendlichen beim Umgang mit Geld.

Taschengeld zu erhalten ist für Kinder ab 4 - 6 Jahren wichtig. So bekommen sie ein Gefühl dafür, was Geld wert ist, und lernen, sich das vorhandene Geld einzuteilen.

Anfangs sollte Taschengeld einmal pro Woche bezahlt werden, da kleinere Kinder die Zeitspanne von einem Monat noch nicht überblicken können. Später ist eine monatliche Auszahlung sinnvoll, damit das Kind lernen kann, sich das Geld richtig einzuteilen.

Die Höhe des Taschengeldes muss der finanziellen Situation der Familie angepasst sein. Es gibt aber Empfehlungen, an denen sich Eltern orientieren können:

4 - 5 Jahre   wöchentlich 50 Cent
6 - 7 Jahre   wöchentlich EUR 1,50 - 2,00
8 - 9 Jahre   wöchentlich EUR 2,00 - 3,00
10 - 11 Jahre   monatlich EUR 15,00
12 - 13 Jahre   monatlich EUR 20,00
14-15 Jahre   monatlich EUR 20,00 - 30,00
16-17 Jahre   monatlich EUR 30,00 - 50,00
 

Kinder und Jugendliche entscheiden lassen

Kinder und Jugendliche sollen mit ihrem Taschengeld machen dürfen, was sie wollen. Man sollte es ihnen selbst überlassen, ob sie das Geld zum Beispiel für Süßigkeiten oder Zeitschriften ausgeben wollen. Durch Taschengeld sollen Kinder den eigenverantwortlichen Umgang mit Geld lernen. Und dazu gehört auch, dass sie die Gelegenheit bekommen, aus Fehlern zu lernen.

Notwendige Anschaffungen nicht vom Taschengeld bezahlen lassen

Lassen Sie Ihre Kinder notwendige Anschaffungen wie Kleidung oder Schulsachen nicht vom Taschengeld bezahlen. Taschengeld soll ausschließlich für Dinge zur Verfügung stehen, die die Kinder sich wünschen. Man kann aber Regeln zum Verwendungszweck des Taschengeldes vereinbaren. So kann man beispielsweise vereinbaren, dass das Kind verlorengegangene Dinge wie Stifte oder Blöcke selbst ersetzen muss.

Über Geld reden

Geld sollte kein Tabuthema sein. Wenn das Geld in der Familie knapp sein sollte, dann ist es am besten, den Kindern die Situation zu erklären. Damit die Kinder ein Gespür für Einnahmen und Ausgaben bekommen können Eltern sie auch zum Einkaufen mitnehmen oder die Kinder einbeziehen, wenn größere Anschaffungen in der Familie geplant sind.

Taschengeld nicht als Mittel zur Bestrafung einsetzen

Taschengeld sollte nicht als Strafe oder Belohnung eingesetzt werden. Die Kinder sollen die Gelegenheit haben, mit dem Taschengeld zu planen. Das geht nur, wenn es eine feste Größe ist.

Taschengeld regelmäßig zahlen

Taschengeld sollte regelmäßig und pünktlich an das Kind gezahlt werden, und nicht erst auf Nachfragen hin.

Nicht zu viel Extra-Geld geben

Kinder sollten nicht immer für Hilfe im Haushalt zusätzliches Geld bekommen. Gewisse Dinge wie das Zimmer aufzuräumen oder das Geschirr zu spülen sollten selbstverständlich sein. Für größere Arbeiten kann aber durchaus eine separate Belohnung angebracht sein.

Ab acht Jahren sollten Kinder zusätzlich zum Taschengeld auch ein Sparbuch bekommen. Auf dieses können auch größere Geldbeträge, die zu besonderen Anlässen wie Weihnachten oder Geburtstag anfallen, eingezahlt werden.

Persönliche Wunschliste erstellen

Mit einer Wunschliste bekommst du einen guten Überblick darüber, welche Wünsche du dir von deinem Taschengeld erfüllen willst.

Du siehst auch welche Wüsche du dir am besten für größere Anlässe wie Weihnachten oder Geburtstag aufhebst.

Buch führen

Versuch einmal, ein Monat lang alle Einnahmen und Ausgaben aufzuschreiben, also eine Art Finanztagebuch zu führen. So bekommst du einen Überblick darüber, wofür du das Geld tatsächlich ausgibst - und was davon vielleicht unnötig war.

Einteilung

Wenn deine Eltern dir monatlich Taschengeld zahlen kann es hilfreich sein, das Geld in Wochen einzuteilen. So hast du einen besseren Überblick.

Eine Nacht darüber schlafen

Spontankäufe bereut man oft am nächsten Tag. Es kann helfen, größere Dinge nicht gleich zu kaufen, sondern noch ein bisschen zu warten. Möchte man die Sache ein paar Tage später immer noch unbedingt haben, kann man sie immer noch kaufen.

Abrechnung kontrollieren

Wenn man mit Karte bezahlt, ist es wichtig, seine Ausgaben regelmäßig und genau aufzuschreiben. Am besten funktioniert das mit einem Finanztagebuch (siehe oben). Hebe alle Rechnungen gut auf und kontrolliere regelmäßig deinen Kontostand - online, am Telefon oder im SB-Foyer.

Kreativ sein

Wenn das Geld doch mal nicht ganz reicht, muss man trotzdem nicht ganz auf Spaß oder Freizeitaktivitäten verzichten. Statt ins Kino zu gehen kannst du eine DVD ausleihen, eine Kochparty mit Freundinnen und Freunden veranstalten anstatt Essen zu gehen, etc. Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Sparen

Wenn du sparen möchtest, leg jeden Monat einen kleinen aber festen Betrag auf dein Konto oder Sparbuch. Am besten machst du das gleich, nachdem du das Taschengeld bekommen hast. So kommst du nach dem Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn" gar nicht mehr in die Versuchung, das Geld auszugeben.