UniCredit Bank Austria UniCredit Bank Austria
Allgemeine Anfragen
Kartensperren
UniCredit Bank Austria UniCredit Bank Austria
OnlineBanking | BusinessNet
Vorlesen

Sparen in der Krise

Richtig sparen und anlegen

Welche Möglichkeiten habe ich, in Krisenzeiten Geld anzulegen? Ist es überhaupt eine Wirtschaftskrise, die wir derzeit erleben? Und macht es überhaupt noch Sinn, Geld zu sparen?

Drei Bank Austria Experten geben Antwort.

Ist die derzeitige wirtschaftliche Situation in Österreich und Europa tatsächlich als Krise zu bezeichnen oder wird hier die Lage schlechter geredet als sie ist?

   

Stefan Bruckbauer, Bank Austria Chefökonom: Die Wirtschaft, auch die Banken, sind in keiner Krise. Aber die Situation rund um die Staatsfinanzierung einiger, wenn auch kleiner, Länder hat deutliche Schwächen in der wirtschaftspolitischen Führung der Eurozone aufgezeigt, die man bisher noch nicht wirklich gelöst hat. Gelingt dies bald, wird sich die Lage bald verbessern, wenn nicht, dann könnten wir wirklich in eine Krise geraten, aber ich gehe nicht davon aus.


Wie wird sich die österreichische Wirtschaft im heurigen Jahr entwickeln?

Bruckbauer: Wir gehen davon aus, dass sich die Wirtschaft nach einem eher verhaltenen Start im Jahresverlauf deutlich erholen wird. Abhängig natürlich von der weiteren Entwicklung bei der sogenannten Eurokrise könnte die Wirtschaft damit 2012 sogar positiv überraschen.

 

Welche Möglichkeiten habe ich, in Krisenzeiten mein Geld zu sichern?

   

Andreas Stoschka, Leiter Produktmanagement Privatkunden, Klein- und Mittelbetriebe

Unabhängig davon, ob Krise oder nicht: Grundsätzlich hängt jede Veranlagung von der Risikobereitschaft, der Ertragserwartung und dem Anlagehorizont der Kundin oder des Kunden ab. Wer Geld sparen will muss sich daher fragen, wie sicher die Veranlagung sein soll und wie lange er sein Geld binden möchte.

 

Besonders in der jetzigen Zeit kann eine möglichst breite Streuung mit unterschiedlichen Laufzeiten und unterschiedlichen Produkten vom Sparbuch bis zu Investmentfonds von Vorteil sein.

Sparbücher, insbesondere KapitalSparbücher mit einer fixen Verzinsung für eine bestimmte Laufzeit sind weiterhin sehr beliebt. Dabei kann man das Sparvolumen auf verschiedene Laufzeiten aufteilen. So ist man für jede Zinsentwicklung gut aufgestellt.

Kürzer veranlagtes Geld kann bei steigenden Zinsen schneller wieder neu veranlagt werden. Andererseits kann man bei sich längerfristig parallel entwickelnden oder wieder sinkenden Zinsen mit längeren Laufzeiten von den dort höheren Zinsen auch längerfristig profitieren.

Zur  Sicherheit der Spareinlagen: Die Einlagen natürlicher Personen sind pro Einleger mit einem Höchstbetrag von EUR 100.000,- gesichert. Nicht gesichert sind Einlagen die nicht auf Euro, Schweizer Franken oder eine andere Währung eines EWR-Mitgliedsstaates (alle EU-Staaten, Island, Liechtenstein und Norwegen) lauten.

Anleihen der Bank Austria mit Kapitalsicherheit zum Laufzeitende sind immer ein Thema, wobei die Kunden zwischen den Vorteilen von variablen, sich  regelmäßig an die aktuellen Marktszinsen anpassenden Zinsen bzw. fixen Zinsen wählen können.

Gibt es Trends beim Spar- und Anlegerverhalten?

   

Rainer Hauser, Vorstand für Privatkunden, Klein- und Mittelbetriebe:
"Schon seit der Finanzkrise 2008 setzen unsere Kundinnen und Kunden verstärkt auf Sicherheit. Dieser Trend hat sich in letzter Zeit noch verstärkt, Sicherheit ist der zentrale Beweggrund bei Veranlagungen geworden. 

Ein allgemeiner Trend ist, dass eher kurz- bis mittelfristige Produkte nachgefragt werden."

Macht es in Zeiten von möglicher Krise und sinkenden Zinsen überhaupt noch Sinn zu sparen?

Hauser: Selbstverständlich! Wichtig ist zum Einen ein "Sicherheitpolster" für Notfälle. Dazu sind die klassischen Sparprodukte wie Sparbuch, Online-Sparen und Bausparen am besten geeignet.

In jedem Fall investieren sollte man auch in die langfristige Vorsorge, zum Beispiel mittels Lebensversicherungen und der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge.