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Bank Austria Kunstforum Wien

Martin Kippenberger

08.09. - 27.11.2016

 

Martin Kippenberger (geboren 1953 in Dortmund, gestorben 1997 in Wien) ist einer der wichtigsten und gleichzeitig umstrittensten Künstler des 20. Jahrhunderts. „Selbstdarsteller“, „enfant terrible“, „Kunst-Punk“, „Bürgerschreck“, „Ausnahmekünstler“ – die Etiketten, die Kippenberger aufgedrückt bekommen hat, sind so zahlreich wie inhaltsleer, konzentrieren sich jedoch fast immer auf die außergewöhnliche Persönlichkeit des Künstlers. Kippenbergers komplexes Werk, das Malerei, Zeichnung, Objektkunst, Schriften, Fotografie, Installation und Performance sowie sammlerische und kuratorische Praktiken umfasst, führt sämtliche Plattitüden von Künstlersein und Kunstbetrieb an der Nase herum. Humorvoll und schonungslos nimmt Kippenberger dabei Geniekult, „Maler-Heroen“, Kunstkritik und christliche Ikonografie ebenso in die Mangel wie Concept und Minimal Art. Dialog und Kommunikation sind die Dreh- und Angelpunkte seiner Kunst.

Die Herbstausstellung des Bank Austria Kunstforum Wien widmet sich, nach den großen Kippenberger-Retrospektiven in der Londoner Tate, dem New Yorker MoMA und dem Hamburger Bahnhof in Berlin, erstmals einem Einzelaspekt: Kippenbergers durchwegs bevorzugtem Medium „Sprache“. Sein rasantes Arbeitstempo, die Angewohnheit „alles und jeden“ in seine künstlerische Arbeit einzubeziehen, sowie ein untrügliches Gespür für die Aufdeckung zeitgeistiger Widersprüche, brechen sich vorrangig via Sprache Bahn – auf Bildtitel-Ebene, als Text im Bild, Wortwitz und schlechter Witz, Missverständnis, Slogan, als Reim oder auch in Form von Künstlerbüchern, Stickern und Plakaten. „Ich bin mehr ein Vertreter. Verkaufe und vermittle Ideen. Ich bin doch viel mehr für die Leute, als einer der Bilder malt“, sagte Martin Kippenberger, der mit Sprache als Nukleus seiner Kunst in der Tradition von Dada und Konkreter Poesie steht.

Die Ausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Estate of Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain/Cologne konzipiert.

 

Vorschau:

Georgia O'Keeffe, 7.12.2016 - 26.03.2017

 

Adresse:
Freyung 8, 1010 Wien

Öffnungszeiten:
Täglich: 10.00 bis 19.00 Uhr
Freitags: 10.00 bis 21.00 Uhr

Österreichische Kunst nach 1945

Mit rund 5.000 Objekten besitzt die Bank Austria eine der bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer österreichischer Kunst. Sie dokumentieren das Kunstschaffen der letzten Jahrzehnte aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Kunstförderung ist in der Bank Austria eine permanente Auseinandersetzung und Begegnung mit zeitgenössischer Kunst. Die Werke sind Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern täglich verfügbar, da die Bilder in Filialen und Büroräumen hängen.

Die Sammlung umfasst Werke

  • der Avantgarde der 50er und 60er Jahre – Markus Prachensky, Arnulf Rainer, Hans Staudacher, Max Weiler
  • des Aktionismus – Günther Brus, Adolf Frohner, Hermann Nitsch
  • aus den 70er Jahren – Christian Ludwig Attersee, Bruno Gironcoli, Valie Export, Kiki Kogelnik
  • von den Gugging-Künstlern – Johann Fischer, Johann Hauser, August Walla
  • von den Realisten – Georg Eisler, Alfred Hrdlicka
  • aus den 80er und 90er Jahren – Gunter Damisch, Peter Kogler, Hubert Schmalix, Otto Zitko
  • und aktuelle Arbeiten – Ilse Haider, Michael Kienzer, Alois Mosbacher, Muntean/Rosenblum.

Geschichte der Bank Austria Kunstsammlung

Gegründet wurde die Kunstsammlung vor mehr als 50 Jahren von den Vorgängerinstituten der UniCredit Bank Austria AG. 1991 wurden die Sammlungen der Länderbank und der Zentralsparkasse zusammengeführt und durch Neuankäufe zu einer der größten privaten Kunstsammlungen in Österreich.

Die Sammeltätigkeit der Creditanstalt begann Anfang der 70er Jahre. Am 12. August 2002 verschmolzen dann die Sammlungen der damaligen Bank Austria und der Creditanstalt zu einer großen gemeinsamen Kunstsammlung.