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Ostern 2016

Osterwasser, Osterlachen & Co.

Osterhase, Osterei, Osterfeuer – diese Ostersymbole sind uns wohl vertraut. Aber haben Sie schon einmal einen Osterbrunnen gesehen oder im Ostergottesdienst in das Osterlachen eingestimmt?

Osterwasser
Wasser steht für Leben – schon in heidnischer Zeit wurde es als Symbol der Fruchtbarkeit verehrt. In christlichen Kirchen wird das Wasser beim Ostergottesdienst in der Nacht zum Ostersonntag geweiht.

Das Osterwasser steht auch im Zentrum verschiedenster Volksbräuche. Der Volksmund schreibt dem Osterwasser magische Kraft in den verschiedensten Bereichen zu. Voraussetzung ist allerdings, dass das Wasser richtig geschöpft und transportiert wird: schweigend und ohne Verlust auch nur eines einzigen Wassertropfen.

Das Osterwasser soll die verschiedensten Krankheiten heilen oder verhindern. Tiere, die am Ostermorgen in die Bäche getrieben werden, sind vor Krankheiten geschützt. Auch als Schönheitsmittel soll es seine geheimnisvolle Wirkung entfalten. In manchen Regionen dient es auch der Brautwerbung: die unverheirateten Frauen besprengten jeweils den Dorfburschen, den sie sich zum Manne wünschten.

Aus Australien ist ein ähnlicher Brauch überliefert: dort bewahren Brautpaare das am letzten Osterfest geweihte Osterwasser bis zum Hochzeitstag auf und bespritzen sich auf dem Kirchgang zur Hochzeit damit. Das soll der Ehe Glück bringen.

Osterbrunnen
Eng verknüpft mit der Tradition des Osterwassers ist der Osterbrunnen. Vor allem in wasserarmen Gegenden wurde der Brunnen im Dorf  gründlich vom Schmutz des Herbsts und Winters gereinigt und anschließend mit bemalten Ostereiern und Osterschmuck verziert.

Wie alt der Brauch ist, lässt sich nicht feststellen. In der Schweiz berichten erste mündliche Überlieferungen von einem Osterbrunnen um das Jahr 1909.

Osterlachen
Der Tod Jesu und schallendes Gelächter (der lateinische Begriff "risus paschali" bedeutet soviel wie "österliches herzhaftes Lachen") - das will auf den ersten Blick nicht so recht zusammen passen. Das Lachen bringt jedoch die Osterfreude zum Ausdruck – der Tod wurde durch die Auferstehung Christi der Lächerlichkeit preisgegeben.

Um die Kirchengemeinschaft zum Lachen zu bringen, wurden in der Osterpredigt fromme – und weniger fromme - Witze gemacht. Mit dem Lachen wurde auch die Strenge der Fastenzeit gebrochen. Nicht zuletzt ergab sich dadurch auch die Möglichkeit, Kritik an manchen kirchlichen Sachverhalten zu üben.

Das helle Lachen im Gottesdienst fanden aber nicht alle Beteiligten angebracht, daher ist dieser im 14. Jahrhundert entstandene Brauch heute weitgehend verschwunden.

Osterrad
Das Osterrad ist ein Feuerrad aus Holz und Reisig, das zur Osterzeit von Hügeln heruntergerollt wird. Seinen Ursprung hat es in einem heidnischen Brauch, es war das Sinnbild der Sonnenscheibe.

Das Osterrad hat dabei eine ähnliche Funktion wie das Osterfeuer. Das Licht gilt als Symbol des Lebens.

Osterräder können oft hohe Geschwindigkeiten erreichen. Sind sie gut am Fuße des Hanges angekommen, deutet das dem Volksglauben nach auf eine gute Ernte hin.