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Kunstmarkt

Direktversteigerung - ein neuer Trend?

Ein vergoldeter Bulle um 10,3 Millionen Pfund, ein in Formaldehyd eingelegter Hai um 9,5 Millionen Pfund, ein fliegendes Schwein um 540.000 Pfund: der britische Künstler Damien Hirst erzielt mit seinen Kunstwerken Höchstpreise.

Hirst brach Mitte September 2008 nicht nur alle Preisrekorde, er wagte auch ein absolutes Novum: Er versteigerte 223 seiner Werke direkt über das Aktionshaus Sotheby´s.

    2008 die teuerste Neuerwerbung der Bank Austria Kunstsammlung: Herbert Brandl, Ohne Titel, 2006, Öl auf Leinwand

Hirst brach damit mit den Konventionen des Kunstmarkts: üblicherweise werden eine Galerie oder ein Kunsthändler zwischengeschaltet.  "Damien Hirst schreibt die Regeln des Kunstmarkts neu", schrieb etwa das renommierte Branchenblatt "The Art Newspaper". Hirst sparte die Kommission, die eine Galerie für sich behält. Er trug allerdings auch das volle Risiko: Denn wären die Käufer ausgeblieben, wäre wohl auch sein Ruf  beschädigt worden.

Das Ergebnis gibt Hirst allerdings recht: Mehr als 20.000 Menschen hatten sich die Ausstellung angesehen, allein am ersten von zwei Versteigerungstagen erreichte er 70,5 Millionen Pfund (fast 90 Millionen Euro). Pikantes Detail: Es war genau jener Tag, an dem die US-Investmentbank Lehmann Brothers insolvent wurde.

"Der Kunstmarkt ist größer, als alle glauben", sagte Hirst in einer ersten Reaktion. "Ich liebe Kunst, und das hier beweist, dass ich nicht allein bin, und dass die Zukunft für alle großartig aussieht."

Ob seine beiden Galeristen, ob andere Kunsthändler das auch so sehen darf bezweifelt werden. Experten weisen allerdings darauf hin, dass sich dieser neue Trend nur für international bekannte Künstler eignet.