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Amber-Med

Medizinische Versorgung für alle

Migrantinnen und Migranten, Selbständige, kürzlich Geschiedene, Obdachlose – sie alle gehören zu den Patienten von Amber-Med. Dort finden sie medizinische Hilfe und Beratung – ohne dass jemand sofort nach ihrer Krankenversicherung fragt. Denn die meisten haben keine …

   © DSA Carina Spak

Kostenlose Versorgung ...

Über 100.000 Frauen, Männer und Kinder in Österreich sind nicht krankenversichert. Bei Amber-Med sind ein Großteil der Patienten MigrantInnen, Flüchtlinge, AsylwerberInnen. Sie kommen in die Ambulanz, weil sie hier medizinische Versorgung und Beratung finden - kostenlos und anonym.

Manche von ihnen sind ohne Papiere, viele sprechen schlecht deutsch, die meisten haben Angst. Aufgrund ihres rechtlichen Status haben sie keinen Zugang zur öffentlichen Gesundheitsversorgung. Für Behandlungen und Medikamente (oder Heilbehelfe) können sie die finanziellen Mittel nicht aufbringen.

... und Beratung in der Muttersprache

Bei Amber-Med helfen Dolmetscherinnen und Dolmetscher bei der Verständigung, liegen Unterlagen in vielen Sprachen auf. Das schafft Vertrauen.

Amber-Med bietet neben der ambulanten medizinischen Versorgung auch soziale Beratung und Medikamentenhilfe. Alle 25 Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten, Dolmetscherinnen und Dolmetscher arbeiten ehrenamtlich. Die Diakonie führt das Projekt in Kooperation mit dem Roten Kreuz. Die Ambulanz hat drei mal pro Woche geöffnet, jährlich werden ca. 800 Menschen aus mehr als 70 Ländern versorgt.

Auch ÖsterreicherInnen sind Patienten

Auch ÖsterreicherInnen kommen zu Amber-Med. Geringfügig Beschäftigte etwa, Freiberufler oder neue Selbständige. Wer sich selbständig macht oder sehr wenig verdient, kann und will sich eine Versicherung oft nicht leisten.

Manchen ist gar nicht bewusst, dass sie ohne Versicherungsschutz leben. Studentinnen und Studenten über 25 etwa, die bei den Eltern versichert waren oder frisch geschiedene Frauen, die beim Mann mitversichert waren.

Lange Schlangen sind vor der Ambulanz keine Seltenheit. Teilweise kommen die Menschen aus ganz Österreich. 2011 liegt der Fokus auf einer ganz speziellen Zielgruppe: Schwangere, Babys, Kleinkinder sowie Kinder und Jugendliche. Für sie soll ein spezielles Beratungs- und Betreuungsangebot aufgebaut werden.

ÄrztInnen dringend gesucht

Bereits jetzt sucht Amber-Med weitere AllgemeinmedizinerInnen, KinderärztInnen und GynäkologInnen als ehrenamtliche ÄrztInnen, damit das Angebot weiter ausgebaut werden kann.

 Carina Spak, Leiterin von Amber-Med, im Gespräch