UniCredit Bank Austria UniCredit Bank Austria
Wir sind für Sie da
VideoTelefonie testen
Allgemeine Anfragen
Kartensperren
UniCredit Bank Austria UniCredit Bank Austria
Wir sind für Sie da
VideoTelefonie testen
OnlineBanking | BusinessNet
Vorlesen

1914-1918

1918 Ende des Ersten Weltkriegs

Die bedingungslose Kapitulation von Österreich und Ungarn am 3. November 1918 und der Regierungsverzicht von Karl I./IV. am 11. November 1918 markieren das Ende des Ersten Weltkriegs und des Staates Österreich-Ungarn. Am 12. November ruft die provisorische Nationalversammlung die Republik aus. In Folge verursacht das Auseinanderbrechen des gemeinsamen Wirtschaftsgebietes eines rund 53 Millionen Einwohner zählenden Großreiches Probleme, die von der Gebietsaufteilung, über Währungstrennung, Kapitalentflechtung, Aufteilung des Staatsvermögens und der Staatsschulden, des Banken- und Dienstleistungsappartates, bis hin zur Um- und Neugestaltung der Infrastruktur reichen. Der sich steigernde Nationalismus drückt sich überdies in der Wirtschaftspolitik mit der Errichtung hoher Zollmauern aus. Die meisten Nachfolgestaaten der Donaumonarchie praktizieren nämlich eine protektionistische und auf Autarkie ausgerichtete Handelspolitik, was die durch die Gebietsaufteilung bewirkten Desintegrationseffekte weiter verschärfte. Österreich wird von einem weitgehenden autarken Reich zur Zeit der Monarchie zu einem stark vom Aussenhandel abhängigen Land. Abhängigkeit von Lebensmittel- und Rohstoffimport (auf dem neuen Staatsgebiet befinden sich keine nennenswerten eigene Steinkohlenlagerstätten) führen zu einem strukturellen Handels- und Leistungsbilanzdefizit.

1918 Staatsverschuldung und Geldentwertung

Nachdem die Kriegsfinanzierung im alten Österreich nur zum geringsten Teil durch eine Erhöhung der Staatseinnahmen über Steuern gedeckt wird, sondern nahezu ausschließlich über Kriegsanleihen und die Banknotenpresse erfolgt, ist eine Zunahme der Staatsverschuldung und eine massive Geldentwertung unausweichlich. Bis Kriegsende vermehrt die Notenbank den Geldumlauf von 3,4 auf 33 Milliarden Kronen.

1914 Finanzierung des Krieges durch die Länderbank

Die Länderbank bringt bei der Zeichnung von Kriegsanleihen einen Betrag von 2.167 Millionen Kronen auf, davon 361 aus eigenen Mitteln.

1914 Finanzierung des Krieges

Die Kriegsausgaben belasten den Staatshaushalt wie den Geld- und Finanzmarkt. Die Finanzierung der Krieges erfolgt in Österreich-Ungarn mit der Ausgabe von Kriegsanleihen. Auch die Geschäftsbanken sind zum Ankauf von Kriegsanleihen verpflichtet. In Österreich werden insgesamt acht Kriegsanleihen mit einem Gesamtnominalwert von 35 Milliarden Kronen gezeichnet.

1914 Beschlagnahme der Auslandsfilialen

Der Ausbruch des Ersten Welkrieges trifft das Geschäft der Länderbank, die sehr enge Beziehung zu Paris und London unterhält, besonder stark. Gleich zu Beginn des Krieges werden ihre beiden Auslandsfilialen als feindlicher Besitz beschlagnahmt und das Institut leidet an der Isolierung Österreich-Ungarns. Die Geschäftstätigkeit in Serbien und Rumänien, die auf Seiten der Entente zu Kriegsschauplätzen werden, muss eingestellt werden.

1914 Ausbruch des Ersten Weltkriegs

Die Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien löst am 28. Juli 1914 den Ersten Weltkrieg aus.

1918 Ende des Ersten Weltkrieges

Die bedingungslose Kapitulation von Österreich und Ungarn am 3. November 1918 und der Regierungsverzicht von Karl I./IV. am 11. November 1918 markieren das Ende des Ersten Weltkriegs und des Staates Österreich-Ungarn. Am 12. November ruft die provisorische Nationalversammlung die Republik aus. In Folge verursacht das Auseinanderbrechen des gemeinsamen Wirtschaftsgebietes eines rund 53 Millionen Einwohner zählenden Großreiches Probleme, die von der Gebietsaufteilung, über Währungstrennung, Kapitalentflechtung, Aufteilung des Staatsvermögens und der Staatsschulden, des Banken- und Dienstleistungsappartates, bis hin zur Um- und Neugestaltung der Infrastruktur reichen. Der sich steigernde Nationalismus drückt sich überdies in der Wirtschaftspolitik mit der Errichtung hoher Zollmauern aus. Die meisten Nachfolgestaaten der Donaumonarchie praktizieren nämlich eine protektionistische und auf Autarkie ausgerichtete Handelspolitik, was die durch die Gebietsaufteilung bewirkten Desintegrationseffekte weiter verschärfte. Österreich wird von einem weitgehenden autarken Reich zur Zeit der Monarchie zu einem stark vom Aussenhandel abhängigen Land. Abhängigkeit von Lebensmittel- und Rohstoffimport (auf dem neuen Staatsgebiet befinden sich keine nennenswerten eigene Steinkohlenlagerstätten) führen zu einem strukturellen Handels- und Leistungsbilanzdefizit.

1918 Staatsverschuldung und Geldentwertung

Nachdem die Kriegsfinanzierung im alten Österreich nur zum geringsten Teil durch eine Erhöhung der Staatseinnahmen über Steuern gedeckt wird, sondern nahezu ausschließlich über Kriegsanleihen und die Banknotenpresse erfolgt, ist eine Zunahme der Staatsverschuldung und eine massive Geldentwertung unausweichlich. Bis Kriegsende vermehrt die Notenbank den Geldumlauf von 3,4 auf 33 Milliarden Kronen.

1914 Finanzierung des Krieges

Bei der Zentralsparkasse beträgt die Einlegerzeichnung von Kriegsanleihen rund 198 Millionen Kronen und die Eigenzeichnung über 53 Millionen.

1914 Finanzierung des Krieges

Die Kriegsausgaben belasten den Staatshaushalt wie den Geld- und Finanzmarkt. Die Finanzierung der Krieges erfolgt in Österreich-Ungarn mit der Ausgabe von Kriegsanleihen. Auch die Geschäftsbanken sind zum Ankauf von Kriegsanleihen verpflichtet. In Österreich werden insgesamt acht Kriegsanleihen mit einem Gesamtnominalwert von 35 Milliarden Kronen gezeichnet.