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1855-1914

1873 Zusammenbruch der Wiener Börse

Das Ende der Börsenspekulation im Krach der Wiener Börse von 1873 führt zu einem abrupten Ende der Gründungseuphorie in der österreichischen Industrie. Der bestehende Finanzapparat durchlebt einen schmerzlichen Anpassungsprozess. Es folgt der Ruin zahlreicher Banken (1873 existierten in Wien 72 Aktienbanken, 1874 waren es dagegen nur noch 28, 1879 gar nur noch 14). Antikapitalistische Tendenzen nach dem Börsekrach äußern sich in der beginnenden Zurückdrängung der Rolle und Bedeutung der Wiener Börse. Die verbliebenen Banken ziehen sich aus dem Gründungsgeschäft zurück und konzentrieren sich auf den Ausbau regulärer Bankgeschäfte sowie der Begebung von Staatsanleihen. Die dem Krach folgenden Jahre der Depression führen zu einer intensiveren Entwicklung regionaler Institute. Der Sparkassensektor und ihre „financial assets“ wachsen nach der Krise überdurchschnittlich rasch. Genossenschaftliche Kreditinstitute, neben den „Volksbanken“ betrifft dies auch den Raiffeisen-Sektor, gewinnen an Bedeutung.

1867 Gründung von Aktienbanken

In den Jahren zwischen 1867 bis 1873 erfolgt eine Explosion von Aktienbankgründungen, wobei auch der ältere Typ der Escomptegesellschaften teilweise in den Mobiliertyp umgewandelt wird.

1863 Monopolstellung der Credit-Anstalt

Bis 1863 bewahrt die Credit-Anstalt unangefochten ihre Vormachtstellung und kombiniert neben dem Gründungsgeschäft reguläre Bankaufgaben wie Vorschüsse auf Effekten und Waren, Wechselescompte, Depositengeschäfte, Akzept- und Kontokorrentkredite. Später errichtet sie auch eigene Abteilungen zum Verkauf von fungiblen Produkten des Bergbaus und der Industrie aus Konzernunternehmungen. 1864 wird jedoch ihre Monopolstellung durch die "Anglo-Oesterreichische Bank" gebrochen. In den Folgejahren zwischen 1867 bis 1873 erfolgt eine Explosion von Aktienbankgründungen, wobei auch der ältere Typ der Escomptegesellschaften teilweise in den Mobiliertyp umgewandelt wird.

1860 Staatsfinanzdebakel und Korruptionsvorwürfe

Die im Zusammenhang mit der Einschaltung der Credit-Anstalt in die Heereslieferungsgeschäfte des Krieges von 1859 stehenden, haltlos erhobenen Korruptionsvorwürfe gegen CA-Direktor Richter und Finanzminister Bruck führen im April 1860 zu Brucks Freitod.

1857 Weltwirtschaftskrise

Die Krise von 1857 ist die erste Weltwirtschaftskrise. Sie hat ihren Ursprung in New York City am 24. August , als die Bank Ohio Life Insurance Company zahlungsunfähig wird. Die Krise breitet sich in hoher Geschwindigkeit über die gesamte Welt aus und dauert bis 1859. Finanzzentren in Europa und Amerikas sind besonders stark betroffen.

1857 Beginn der Weltwirtschaftskrise

In der schweren Kreditkrise der Jahre 1857/58 ist die Credit-Anstalt als kreditpolitisches Interventionsinstrument für Finanzminister Bruck von strategischer Bedeutung. Durch massenhafte Ankäufe nimmt sie notleidende Aktien der jungen Bahngesellschaften in ihr Portefeuille. Um sich der politischen Einflussnahme des Finanzminitseriums zu entziehen legt sie selbst Anleihen in Lotterie-Form, sogenannte "Credit-Lose" auf.

1856 Gründung von Credit-Anstalt-Filialen

Die CA beginnt bereits in ihrem ersten Geschäftsjahr mit der Gründung von Filialen in der Provinz, in Prag, danach folgten Pest, Brünn, Kronstadt, Lemberg und Triest.

1856 Einsetzung eines Credit-Anstalt-Dreierdirektoriums

Im Februar 1856 werden Franz Richter (Prager Industrieller), Paul Schiff (Hamburger Kaufmann) und xxx Bauer (Direktor der Niederösterreichischen Escomptebank) zu Direktoren der Credit-Anstalt bestellt. Neben dem laufenden Bankgeschäft wird das Gründungs- und Finanzierungsgeschäft - vorallem jenes, das in allen Teilen der Monarchie auf einen raschen Eisenbahnausbau abzielt - rasch zur wichtigsten Domäne der Banktätigkeit. So ist die Credit-Anstalt im Gründungskonsortium der Westbahn (Kaiserin Elisabeth-Bahn) vertreten. Sie stellte 20 Millionen des 65 Millionen betragenden Aktienkapitals und wird auch mit der Durchführung der Bankgeschäfte der neuen Gesellschaft betraut. Andere Bahnprojekte, an denen die Credit-Anstalt beteiligt ist, sind etwa die Theiß-Bahn (Debreczin - Großwardein/ Oradea Mare - Arad - Kaschau/Kosice), die Carl Ludwig-Bahn, die Ostgalizien mit Wien verbindet, die Süd-Norddeutsche Verbindungsbahn, die das nordböhmische Industriegebiet anbinden soll, die Linie Laibach - Triest und die Südbahn. Neben den Bahnprojekten wird als wichtiger Verkehrsträger auch die Donauschifffahrt finanziert (DDSG).

1855 Gründung der Credit-Anstalt

Als wichtigste Neugründung unter den Wiener Aktienbanken erweist sich die auf Initiative von Finanzminister Karl Ludwig v. Bruck und unter Beteiligung des Hochaldels und einer Reihe von Privatbankiers unter Führung des Bankhauses Rothschild im Jahr 1855 errichtete Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe. Mit einem vorgesehenen Gründungskapital von 100 Mio. Gulden, dann mit 60 Millionen Gulden Kapital ausgestattet, ist die Bank das größte Geldinstitut der Monarchie. Sie ist der österreichische Prototyp einer Universalmobilbank und soll nach Vorstellungen Brucks auch zur Entlastung des Staatshaushaltes und Beschleunigung des Ausbaus der Infrastruktur eingesetzt werden.

1850er Reform im österreichischen Kreditsystem

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert, nach dem Ende der napoleonischen Kriege, entstehen in der Habsburgermonarchie erste Ansätze eines funktionierenden Kapitalmarktes. Das einsetzende Zeitalter des Eisenbahnbaus, die Grundentlastung und die beginnende Industrialisierung erzwingen ab den 1850er Jahren eine durchgreifende Reform des Kreditsystems und führen zur Gründung zahlreicher Banken und Sparkassen. Der bis dahin dominierende Staatseinfluss wird, nach internationalem Vorbild, schrittweise eingeschränkt.

1914 Industriekonzern am Vorabend des Ersten Weltkrieges

Nach dem Einbruch der Geschäfte in den Balkanländern verlegt die Länderbank ihre Haupttätigkeit auf die Finanzierung der heimischen Industrie. Am Vorabend des Ersten Weltkrieges kontrolliert die Länderbank mir ihrem Eigenkapital von 130 Millionen Kronen 141,6 Millionen in der Schwerindustrie, Chemie- und Elektroindustrie und 67 Millionen in der Verbrauchsgüterindustrie (darunter 24,4 Millionen in der Zuckerindustrie), insgesamt 208,3 Millionen Kronen. Wie die Anglo-Oesterreichische Bank oder die Unionbank, die ebenfalls mit dem englischen oder französischen Kapital in Verbindung stehen verfügt die Länderbank über beträchtliche Beteiligungen an den neuen Industrien (Elektroindustrie, Chemie, Automobilindustrie).

1913 Ausländisches Kapital bei Länderbank

Nach den Schätzungen des k.k. Finanzministeriums sind 1913 31,4% der Aktien der Länderbank in französischen und reichtsdeutschen Händen. Der ausländische Anteil ist im Fall der Länderbank also höher als bei anderen Wiener Banken wie etwa bei der Credit-Anstalt (17,8%) oder beim Wiener Bank-Verein (18,3%). Durch die ausländische Beteiligung fließt kurzfristiges Kapital nach Österreich, was sich günstig auf die Liquidität des Geldmarktes auswirkt.

1912 Ausbau des Länderbank-Filialnetzes

Wie alle anderen Banken erlebt die Länderbank in den Vorkriegsjahren die Hinwendung zum industriellen Gründungsgeschäft und den sich stetig verschärfenden Wettbewerb im Einlagengeschäft. Zuvor hatten in erster Linie Sparkassen und Kreditgenossenschaften das Einlagegeschäft betrieben. Nun vertraut die Bevölkerung ihre Ersparnisse in Form von Einlagebüchern zunehmend auch den Großbanken an. Die Banken weitteifern um Kunden mit der Eröffnung von Filialen, Wechselstuben oder Exposituren. 1912 verfügt die Länderbank über insgesamt 31 Zweigniederlassungen, also mehr als die Credit-Anstalt (21), aber weniger als der Wiener Bank-Verein (49). Die meisten Filialen befinden sich in Böhmen (Reichenberg, Prag, Pilsen, Königshof) und im heutigen Österreich (Linz, Innsbruck, Salzburg). Neue Exposituren werden in Wien und Prag gegründet.

1912/13 Balkankriege

Durch die Balkankriege 1912/13 erleidet Österreich-Ungarn in seinen Exporten und Finanzgeschäften schwere Rückschläge. Infolge der Moratorien der kriegsführenden Mächte, werden viele Kredite dubios gestellt. Die österreichischen Banken müssen aufgrund ihrem hohen Engagment in den Balkanländern auf bedeutende Operationen verzichten und zahlreiche Abschreibungen auf die von ihnen gehaltenen Wertpapiere vornehmen.

1908 Länderbank und Gemeinde Wien

Die Länderbank avanciert unter dem Wiener Bürgermeister Karl Lueger zur ersten Bankverbindung der Statd Wien. Sie übernimmt deren Anleihen zu einem günstigen Kurs und veranlagt ab 1910 sämtliche Gemeindegelder der Stad Wien. Diese Vereinbarungen bleiben bis zur Übernahme der Führung durch die Sozialdemokraten im Jahr 1918 aufrecht.

1907 Spekulationen und Verluste bei Länderbank-Filialen

Die ausländischen Länderbank-Filialen betätigten sich an immer größer werdende Finanzierugsgeschäfte und Spekulationen. Die Filiale in Paris verliert bereits 1905 1,5 Mio. Francs mit Spekulationen im Zuckergeschäft. Eine Fehlspekulation in amerikanischen Aktien endet 1907 für die drei Jahre zuvor gegründete Länderbank-Filiale in London mit einem enormen Verlust von 4,74 Mio. Kronen.

1904 Eröffnung der Länderbank-Filiale in London

1904 eröffnt die Länderbank eine Filiale in London und erweitert in den folgenden Jahren ihre Geschäftsbeziehungen im europäischen Raum.

1895 Einstieg der Länderbank in die Zuckerindustrie

Seit Beginn sucht die Länderbank durch ihren Vizepräsidenten Richard Ritter von Skene Verbindungen mit der Zuckerindustrie aufzunehmen. Durch ihre Warenabteilung verkauft die Bank anfangs auch selbst Zucker. Nach einem Assoziierungsvertrag mit der Böhmischen Union-Bank für das Zuckergeschäft gelingt der Länderbank durch ihre Filiale in Prag der direkte Kontakt in die Branche.

1894 Eröffnung der Länderbank-Filiale in Prag

Zu Begin besitzt die Länderbank, wie die meisetn Wiener Banken, keine Zweigniederlassungen, sondern pflegt Geschäftsbeziehungen zu anderen Lokalbanken. In Prag, einem wichtigen Finanzmarkt, kooperiert sie etwa eng mit der Böhmischen Union-Bank und eröffnet erst 1894 dort ihre erste Fililae.

1892 Währungsreform

Im Jahr 1892 wird der Gulden durch die Krone zu 100 Heller ersetzt. Der Umrechnungskurs liegt bei zwei Kronen für einen Gulden. Der Gulden darf aber noch bis 1900 parallel zur Kronenwährung verwendet werden.

1890 Eröffnung der Länderbank-Filiale in Paris

Mit den sich intensivierenden Geschäften in den Balkanländern verstärkt sich die Kooperation mit den französischen Banken, Comptoir d’Escompte, Paribas und Banque Ottomane, immer mehr. Im September 1890 eröffnete die Länderbank in Paris ihre erste ausländische Filiale. Die Filiale erhält von der Zentrale ein Kapital von 5 Millionen Francs.

1889 Umstellung des Länderbank-Aktienkapitals auf Gulden

In einer Phase der Konsolidierung und nach Reduktion des Eigenkapitals wird 1889 das Aktienkapital der Länderbank auf österreichische Währung umgestellt.

1884 Länderbank erhält einen neuen Hauptsitz

1884 vollendet Architekt Otto Wagner das neue Hauptgebäude der Länderbank in der Hohenstaufengasse Nr. 3.

1881 Finanzierung und Gründung von Industrieunternehmen

Unter der Patronanz der Länderbank wird der erste österreichische Stahlkonzern, die „Österreichisch Alpine-Montangesellschaft“ gegründet. Der Länderbank gelingt es die bedeutendsten Eisenwerke der Steiermark und Kärntens zu vereinen und unter ihre Kontrolle zu bringen. Graf Wodzicki, Gouverneur der Länderbank, wird zugleich Präsident der neuen Gesellschaft. In den Folgejahren engagiert sich die Länderbank mit Finanzierungen bzw. Gründungen an österreichischen Industrieunternehmen. Darunter befinden sich die Schuckert-Werken, die Pauker AG, die Firma Böhler, die Wiener Lokalbahnen, die Pilsner Brauerei sowie diverse Zuckerfabriken. Sie wirkt bei der Errichtung der Zementwerke Kaltenleutgeben (später Perlmooser Zementwerke AG) mit und den Gründungen der AG R. Ph. Waagner und der Eisengießerei und Brückenbau-Anstalt (später Wagner Biro AG). In der am 19. Dezember stattfindenden außerordentlichen Generalversammlung der Länderbank berichtet Generaldirektor Hahn über einen Reingewinn von 2,7 Millionen Gulden und eine Verzinsung von 15% des Aktienkapitals in den ersten neun Monaten.

1881 Länderbank nimmt Geschäftsbetrieb auf

Die Länderbank eröffnet in der Löwelstraße 18 ihren Geschäftsbetrieb. Erster Gouverneur der Länderbank ist der aus Polen stämmige Präsident des Galizischen Landtags, Ludwig Graf Wodzicki. Als einziger Vertreter des Hochadels gehört Arthur Graf Potocki dem Gremium an. Da Triest ein Hauptzentrum der Geschäfte der Länderbank ist, vertritt Freiherr von Gödel-Lannoy, Präsident der Zentralseebehörde in Triest, den Triester Großhandel. Dem Verwaltungsrat gehören weiters Franz Ringhoffer, Eigentümer der Lokomotiv- und Waggonfabrik in Smichov an und von französischer Seite Bontoux und die Diplomaten Emmanuel d’Harcourt, Sekretär in der Präsidentschaftskanzlei der Republik in Paris und Marquis de Beauvoir, Sekretär an der französischen Gesandschaft in Wien.

1880 Gründung der Oesterreichischen Länderbank

Paul Eugène Bontoux gründet als Präsident der Banque de l'Union Générale die k.k.privilegierte Oesterreichische Länderbank AG, die mit der Gründungsversammlung am 11. November offiziell ins Leben gerufen wird. Das Kapital ist auf 100 Millionen Francs oder 40 Millionen Gulden in Gold fixiert. Die Hälfte davon übernimmt ein von der Union Générale geführtes Syndikat, die andere Hälfte wird bar eingezahlt. Von den insgesamt 400.000 Aktien sind 350.000 in französischer Hand.

1873 Zusammenbruch der Wiener Börse

Das Ende der Börsenspekulation im Krach der Wiener Börse von 1873 führt zu einem abrupten Ende der Gründungseuphorie in der österreichischen Industrie. Der bestehende Finanzapparat durchlebt einen schmerzlichen Anpassungsprozess. Es folgt der Ruin zahlreicher Banken (1873 existierten in Wien 72 Aktienbanken, 1874 waren es dagegen nur noch 28, 1879 gar nur noch 14). Antikapitalistische Tendenzen nach dem Börsekrach äußern sich in der beginnenden Zurückdrängung der Rolle und Bedeutung der Wiener Börse. Die verbliebenen Banken ziehen sich aus dem Gründungsgeschäft zurück und konzentrieren sich auf den Ausbau regulärer Bankgeschäfte sowie der Begebung von Staatsanleihen. Die dem Krach folgenden Jahre der Depression führen zu einer intensiveren Entwicklung regionaler Institute. Der Sparkassensektor und ihre „financial assets“ wachsen nach der Krise überdurchschnittlich rasch. Genossenschaftliche Kreditinstitute, neben den „Volksbanken“ betrifft dies auch den Raiffeisen-Sektor, gewinnen an Bedeutung.

1867 Gründung von Aktienbanken

In den Jahren zwischen 1867 bis 1873 erfolgt eine Explosion von Aktienbankgründungen, wobei auch der ältere Typ der Escomptegesellschaften teilweise in den Mobiliertyp umgewandelt wird.

1912/13 Balkankriege

Durch die Balkankriege 1912/13 erleidet Österreich-Ungarn in seinen Exporten und Finanzgeschäften schwere Rückschläge. Infolge der Moratorien der kriegsführenden Mächte, werden viele Kredite dubios gestellt. Die österreichischen Banken müssen aufgrund ihrem hohen Engagment in den Balkanländern auf bedeutende Operationen verzichten und zahlreiche Abschreibungen auf die von ihnen gehaltenen Wertpapiere vornehmen.

1907 Zentralsparkasse nimmt Geschäftstätigkeit auf

Die Zentralsparkasse nimmt ihren Geschäftsbetrieb am 2. Jänner 1907 im Alten Rathaus auf und richtet sich im Nachbarhaus 1., Wipplingerstraße 4, auf Dauer ein. Erster Einleger ist Wiens Bürgermeister Karl Lueger. Im ersten Geschäftsjahr werden 30.000 Konten mit einer Einlagensumme von 14,7 Millionen Kronen eröffnet.

1905 Gründung der "Zentral-Sparkasse der Gemeinde Wien"

Am 20. Oktober 1905 fasst der Wiener Gemeinderat unter dem christlichsozialen Bürgermeister Karl Lueger den Beschluss, die Zentralsparkasse der Gemeinde Wien zu errichten. Sie wird nach dem Sparkassengesetz als eigentümerlose, ähnlich einer Stiftung sich selbst gehörende Sparkasse gegründet. Die neue Sparkasse tritt in Wettbewerb zu der seit 1819 in Wien tätigen Ersten österreichischen Spar-Casse. Satzungsgemäß ist die Stadtverwaltung durch den Bürgermeister und andere von ihr nominierte Mitglieder im Aufsichtsgremium vertreteten. Für die Spareinlagen übernimmt die Stadt Wien die Haftung.