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SEPA (Single Euro Payments Area - einheitlicher Euro Zahlungsverkehrsraum) ist ein gesamteuropäisches Projekt und verfolgt das Ziel, den europäischen Zahlungsverkehr zu vereinheitlichen. Primär umfasst SEPA die Länder der Eurozone, aber auch die übrigen Länder der EU, sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz, Monaco und San Marino.

Interaktive SEPA-Checkliste

Mit unserer interaktiven SEPA-Checkliste, zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt welche Vorbereitungen Sie für Ihr Unternehmen im Rahmen der SEPA-Umstellung treffen müssen

Wählen Sie einfach die für Sie relevanten Themen aus und verzweigen Sie bei Bedarf in Detailthemen und -Informationen. Abschließend können Sie Ihr Ergebnis als Checkliste ausdrucken, die als Grundlage für Ihre SEPA-Umstellung im Unternehmen dienen soll.

Ziele von SEPA

Die EU-Verordnung 260/2012 zur Festlegung der technischen Vorschriften für Überweisungen und Lastschriften in Euro gilt seit 31. März 2012.

Ihre wesentlichen Inhalte sind:

  • Die Verordnung gilt für Zahlungen per Überweisung und Lastschrift innerhalb der Europäischen Union und des EWR in der Währung Euro. Sie bezieht sich auf den Massenzahlungsverkehr in Euro. Von der Verordnung nicht betroffen sind u. a. Eilüberweisungen, Schecks, Wechsel, Kartenzahlungen, Zahlungen über Großbetragssysteme oder Zahlungen in anderen Währungen.
  • Mit dem SEPA Migration End Date werden die bisher bestehende Inlandszahlung und EU-Binnenzahlung zwingend auf das SEPA Credit Transfer – Verfahren und das Lastschrifts - / und Einzugsverfahren auf SEPA Direct Debit umgestellt.
  • Danach dürfen Überweisungen und Lastschriften in Euro innerhalb der EU und der EWR-Länder nur noch unter Einhaltung der in der Verordnung festgelegten Vorschriften durchgeführt werden. Das bedeutet unter anderem die verpflichtende Verwendung der IBAN als Kontoidentifikation sowie des ISO-20022-Formats für die elektronische Beauftragung.
  • Zahlungsdienstleister in der EU, die an inländischen Überweisungs- und Lastschriftverfahren teilnehmen, müssen für die jeweiligen SEPA-Verfahren erreichbar sein (für Nicht-Euro-Länder gilt dies erst ab November 2016).
  • Ab 1. Februar 2014 können Inlandszahlungen ohne Angabe des BIC (Bank/Business Identifier Code) beauftragt werden. Ab Februar 2016 gilt dies auch für grenzüberschreitende SEPA-Zahlungen innerhalb der EU.
  • Mandate von bestehenden Einzugsermächtigungen und Lastschriftaufträgen können in ein SEPA-Lastschriftmandat migriert werden.
  • Konsumenten (Verbrauchern) wird bei der SEPA-Lastschrift das Recht eingeräumt, ihr Konto für Lastschriften von bestimmten Zahlungsempfängern zu sperren, nur bestimmte Zahlungsempfänger zuzulassen oder Zahlungen gemäß definierter Kriterien automatisch abzulehnen.
  • Bereits mit der zuvor erlassenen „EU-Preisverordnung“ (EU-Verordnung 924/2009) wurde die Betragsgrenze von EUR 50.000,- aufgehoben.

Vorteile durch SEPA

  • Erhöhte Transparenz und Kundenfreundlichkeit
  • Schnellere Durchführung durch einheitliche Regelungen
  • Schaffung einer Möglichkeit von Lastschriften und Einzügen in 32 Ländern Europas
  • Bei Nichtdurchführbarkeit strenge Regeln für die Rückleitung bzw. Rückabwicklung der Zahlung
  • Garantierte Durchführungsfristen, dadurch bessere Liquiditätsplanung
  • Bei SEPA Firmenlastschriften noch schnellere Durchführung und Sicherung der Finalität der Zahlung
  • Erhöhte Sicherheit basierend auf den neuesten technischen Standards (ISO 20022)

Da die SEPA Vorteile je nach Unternehmen unterschiedlich ausgeprägt sind, beraten wir Sie gerne bei der Optimierung bzw. dem Timing Ihrer individuellen SEPA Umsetzungsstrategien.

SEPA Überweisungen (SEPA Credit Transfer)

  • Überweisungswährung ist Euro
  • Gültigkeitsbereich innerhalb des EWR, technisch auch mit Schweiz und Monaco möglich
  • Bankverbindungen sind ausnahmslos in Form von IBAN (und BIC) anzugeben, wobei hinsichtlich BIC folgendes gilt: Im Inlandszahlungsverkehr ist die Verwendung des BIC für SEPA Credit Transfer optional, für grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb des SEPA-Raums ist der BIC bis 1. 2. 2016 verpflichtend, danach optional.
  • Neue genormte Datenfelder im XML-Format (z.B. Zahlungsreferenz, Verwendungszweck mit einheitlicher Länge von 140 Zeichen)
  • Standardisierte Abwicklung durch einheitliche Formate für nationale und internationale Zahlungen
  • Neuer Zahlungsbeleg (ZAHLUNGSANWEISUNG) mit IBAN (und BIC)
  • Spesenteilung (‚SHA’)– Auftraggeber und Begünstigter tragen ihre eigenen Kosten
  • Garantierte Ausführungszeit: 1 Bankarbeitstag bis zur Bank des Begünstigten
    (bei in Papierform erteilten Überweisungsaufträgen: maximal zwei Bankarbeitstage)
  • Löst spätestens ab SEPA Migration End Date Inlandsüberweisungen, EU-Binnenzahlungen und z.T. Auslandsüberweisungen in Euro innerhalb des EWR ab

SEPA Lastschrift (SEPA Direct Debit Core)

Dieses Verfahren ist sowohl für Verbraucher als auch für Nichtverbraucher verfügbar.

Überblick

  • Einzuziehender Betrag in Euro
  • Gültigkeitsbereich im Inland und grenzüberschreitend innerhalb des EWR, technisch optional auch mit Schweiz und Monaco möglich
  • Bankverbindungen sind ausnahmslos in Form von IBAN (und BIC) anzugeben, wobei hinsichtlich BIC folgendes gilt: Im Inlandszahlungsverkehr ist die Verwendung des BIC für SEPA Credit Transfer optional, für grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb des SEPA-Raums ist der BIC bis 1. 2. 2016 verpflichtend, danach optional.
  • Erweiterter Datenaufbau für Einreichungen und Retouren (CID Creditor Identifikation, Mandatsdaten)
  • Genormter Zeitablauf von der Einreichung bis zur Belastung (zum vorgegebenen Fälligkeitsdatum) des Zahlungspflichtigen
  • Angabe der Fälligkeit (Due Date): am Fälligkeitstag erfolgt sowohl die Belastung auf dem Konto des Zahlungspflichtigen, als auch die Gutschrift auf dem Konto des Zahlungsempfängers
  • Klar definierte, europaweit gültige Prozesse, Fristen und Formvorschriften
  • Einheitliche Abwicklung bei Rückleitungen von SEPA-Lastschriften
  • Rechtssicherheit durch die Payment Services Directive (PSD) - in Österreich durch das ZaDiG umgesetzt
  • Die SEPA Lastschrift löst spätestens ab SEPA Migration End Date die Lastschrift - / und Einzugsverfahren in Euro innerhalb des EWR ab

Die Voraussetzung (für Verbraucher und Nichtverbraucher) für die Durchführung einer SEPA-Lastschrift ist, dass zwischen Zahlungsempfänger (Creditor) und Zahlungspflichtigen (Debtor) ein SEPA-Lastschriftmandat vereinbart wird. Die Inhalte dieses SEPA-Lastschriftmandats sind europaweit einheitlich vereinbart und Bestandteile der Vereinbarung mit dem Zahlungsempfänger, siehe Muster im Download-Bereich.

Der Zahlungsempfänger muss die SEPA-Lastschriftmandate archivieren und die Inhalte mit jeder SEPA-Lastschrift elektronisch übermitteln. Informationen über die teilnehmenden Kreditinstitute am SEPA-Lastschriftsverfahren finden Sie auf der Website des European Payments Council.

SEPA Firmenlastschrift (SEPA Direct Debit B2B)

Dieses Verfahren kann nur für Lastschriften zwischen zwei Vertragspartnern genutzt werden, die beide Nichtverbraucher sind.

Überblick

  • Einzuziehender Betrag in Euro
  • Gültigkeitsbereich im Inland und grenzüberschreitend innerhalb des EWR, technisch optional auch mit Schweiz und Monaco möglich
  • Bankverbindungen sind ausnahmslos in Form von IBAN (und BIC) anzugeben, wobei hinsichtlich BIC folgendes gilt: Im Inlandszahlungsverkehr ist die Verwendung des BIC für SEPA Credit Transfer optional, für grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb des SEPA-Raums ist der BIC bis 1. 2. 2016 verpflichtend, danach optional
  • Erweiterter Datenaufbau für Einreichungen und Retouren (CID Creditor Identifikation, Mandatsdaten)
  • Genormter Zeitablauf von der Einreichung bis zur Belastung (zum vorgegebenen Fälligkeitsdatum) des Zahlungspflichtigen
  • Angabe der Fälligkeit (Due Date): am Fälligkeitstag erfolgt sowohl die Belastung auf dem Konto des Zahlungspflichtigen, als auch die Gutschrift auf dem Konto des Zahlungsempfängers
  • Kürzere Durchlaufzeiten, finale Zahlung gewährleistet (keine Rückleitung auf Kundenwunsch möglich)
  • Klar definierte europaweit gültige Prozesse, Fristen und Formvorschriften
  • Rechtssicherheit durch die Payment Services Directive (PSD) - in Österreich durch das ZaDiG umgesetzt

Die Voraussetzung für die Durchführung einer SEPA-Firmenlastschrift ist, dass zwischen Zahlungsempfänger (Creditor) und Zahlungspflichtigen (Debtor) ein SEPA-Firmenlastschriftmandat vereinbart wird. Die Inhalte dieses  
SEPA-Firmenlastschriftmandats sind europaweit einheitlich vereinbart und sind Bestandteile der Vereinbarung mit dem Zahlungsempfänger, siehe Muster im Download-Bereich.

Der Zahlungspflichtige ist verpflichtet, seinem Kreditinstitut rechtzeitig vor Durchführung der SEPA-Firmenlastschrift die Mandatsdaten (Creditor-ID, Mandatsreferenz) bekanntzugeben. Der Zahlungsempfänger muss die 
SEPA-Firmenlastschriftmandate archivieren und die Inhalte mit jeder
SEPA-Firmenlastschrift elektronisch übermitteln.

Informationen über die teilnehmenden Kreditinstitute am 
SEPA-Lastschriftsverfahren finden Sie auf der Website des European Payments Council. Bitte beachten Sie unbedingt die Erreichbarkeit des Kreditinstituts in Bezug auf das spezifische Produkt SEPA Direct Debit B2B.

SEPA Lastschrift - Creditor Identifikation (CID)

Die Creditor Identifikation ist Teil der EU-weiten SEPA Standardisierung. Da es in Österreich bisher kein entsprechendes nationales Kennzeichen gab, wurde dies in Abstimmung mit den österreichischen Kreditinstituten durch die OeNB eingeführt, die auch die zentrale Ausgabe (kostenpflichtig) und Verwaltung der CID innehat.

Die Creditor Identifikation ist ein unbedingt notwendiger Bestandteil der "Kundenvereinbarung über die Einreichung von SEPA Lastschriften". Für Einreicher, die noch keine CID besitzen kann eine CID bei der Bank Austria beantragt werden. Weitere Informationen sind auf der Website der Österreichischen Nationalbank zu finden.

IBAN/BIC Konvertierungsservice

Alle SEPA-Produkte können nur mit IBAN und BIC durchgeführt werden, daher muss von Ihren Geschäftspartnern der IBAN und BIC eingeholt werden. Wir raten davon ab, IBAN und BIC über das Internet oder sonstigen Anbietern konvertieren zu lassen.

Die Bank Austria bietet ihren Kunden eine bankenübergreifende Lösung zur Ermittlung/Verifizierung von IBAN und BIC für österreichische Kontoverbindungen im Austausch mit Bankleitzahl und Kontonummer an.

SEPA-Gehalts- und Pensionszahlungen

Sie möchten, dass alle Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Gehälter am gleichen Tag erhalten – völlig unabhängig davon, bei welcher Bank sie ihr Konto haben? Und dies mit nur einer einzigen Buchung? Wie bieten die Möglichkeit dazu.

Das Sonderservice der Bank Austria für SEPA-Gehalts- und Pensionszahlungen unterstützt Sie bei der gleichtägigen Verbuchung.

Vorteile:

  • Bei allen Ihren Angestellten werden die Gehälter gleichtägig verbucht, völlig unabhängig ob der Zahlungsempfänger sein Konto bei der Bank Austria führt oder bei einem anderen Kreditinstitut im SEPA-Raum.
  • Sie müssen Ihre Zahlungsaufträge nicht mehr splitten und getrennt versenden.
  • Die Einreichung kann bereits 14 Tage im Voraus für einen bestimmten Ausführungstag vorgenommen werden. Wir kümmern uns darum, dass die Empfänger bei Fremdbanken und bei der Bank Austria die Zahlungen zum gleichen Termin erhalten.
  • Die Belastung am Auftraggeberkonto erfolgt mit der gleichen Wertstellung, mit der auch die Wertstellung bei den Empfängerkonten erfolgt. Für die Zahlungen an Fremdbanken gewinnen Sie somit zusätzlich einen ganzen Valutatag.

FAQ

In welchem Ausmaß betrifft die Einführung des SEPA Euro-Zahlungsverkehrs auch neue EU-Länder?

Grundsätzlich sind alle Mitgliedsstaaten der EU betroffen, die den Euro als Heimatwährung eingeführt haben. Die übrigen Mitgliedsländer der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) können lediglich eingeschränkt (nur bei Euro-Zahlungen) am Verfahren des SEPA Euro-Zahlungsverkehrs teilnehmen.

Erfolgt auch eine Umstellung der lokalen Zahlungsformen  für Wechsel oder Schecks?

Die lokalen beleghaften Zahlungsverfahren für Wechsel und Schecks werden durch SEPA nicht berührt.

Welche Vorteile bringt SEPA meinem Unternehmen?

  • Einheitliche Zahlungsverkehrsinstrumente für alle Transaktionen innerhalb der EU- und EWR-Staaten.
  • Rationalisierungspotenzial durch ein europaweit einheitliches Lastschriftverfahren.
  • Aufgrund der einheitlichen Datensatzformate ermöglicht SEPA eine vom Kreditinstitut und dem Zielort unabhängige Abwicklung von allen inländischen und europäischen Zahlungen.
  • Verbesserung der Liquiditätssteuerung durch Einführung eines Fälligkeitsdatums (Due Date) bei SEPA-Lastschriften.
  • Möglichkeit einer Straffung der EUR-Bankkontenstruktur

Seit wann kann das SEPA-Verfahren genutzt werden?

Die Einführung der SEPA-Verfahren hat mit 28. Januar 2008 begonnen. Mit diesem Zeitpunkt war es möglich, die SEPA-Überweisung zu nützen, sofern das Kreditinstitut des Zahlungsempfängers an dem neuen Verfahren teilgenommen hat. Die SEPA-Lastschrift ist seit 1. November 2009 verwendbar.  

Muss ich auf die SEPA-Verfahren umsteigen?

Mit dem ‚SEPA Migration End Date’ müssen alle Euro - Überweisungen, Euro- Lastschrifts - / und Einzugszahlungen im Inland und grenzüberschreitend im EWR auf die neuen SEPA – Verfahren (SEPA Credit Transfer, SEPA Direct Debit) umgestellt sein. „Alte“ Zahlungsverkehrsprodukte können bankseitig dann nicht mehr angenommen werden.

Muss ich etwas an meiner Zahlungsverkehrssoftware ändern?

Die aktuellen Softwarelösungen der Bank Austria (z.B. BusinessLine, BusinessNet) können weiterhin verwendet werden, da die heute bestehenden Zahlungsverkehrsverfahren b.a.w. weiterhin angeboten und genutzt werden können. Sobald Sie die von SEPA unterstützten neuen Datenformate (XML-Struktur) in Ihren internen Abläufen verwenden wollen, müssen Sie auch Änderungen Ihrer eigenen Software veranlassen. Überdies ist ein Umstieg auf die aktuellste MBS – Version (6.0) erforderlich, wobei die Aufforderung zum Download separat kommuniziert wird.

Bei Erzeugung elektronischer Auftragsbestände müssen die Auftragsdaten inhaltlich den aktuellsten Rulebook – Versionen entsprechen (siehe Stuzza-Homepage).

Gibt es neue Zahlungsverkehrsvordrucke für SEPA?

Bei den österreichischen Kreditinstituten liegen die neuen Formulare für die beleghafte Beauftragung von SEPA-Zahlungen auf. Die ZAHLUNGSANWEISUNG löst die bestehenden Zahlscheine, Erlagscheine und Überweisungen auf Basis von Kontonummer und Bankleitzahl ab.

Mit der ZAHLUNGSANWEISUNG können von österreichischen Konten unter Angabe der IBAN Euro-Überweisungen ins Inland bzw. mit der zusätzlichen Angabe der BIC auch in alle übrigen europäischen Länder des SEPA-Raums (inkl. Monaco und die Schweiz) beleghaft beauftragt werden.

Mit dem Ende der nationalen Zahlungsverkehrsverfahren verlieren die in Österreich verwendeten Belege (Zahlschein, Erlagschein, Überweisung) mit Bankleitzahl und Kontonummer ihre Gültigkeit, das heißt: Von den österreichischen Kreditinstituten werden Zahlungsverkehrsaufträge dann ausschließlich nur mit dem Formular „ZAHLUNGSANWEISUNG“ (IBAN-Angabe) entgegengenommen.

Im Interesse einer raschen und reibungslosen Umstellung empfehlen wir unseren Firmenkunden, die Zahlungsbelege verwenden, daher dringend, so rasch wie möglich auf die neuen Formulare umzustellen.

Werden elektronische Kontoauszüge im Rahmen von SEPA angepasst?

Auch die elektronischen Kontoinformationen werden in einem SEPA-konformen XML-Format verfügbar sein (camt.52, camt.53, camt.54). Die alten Formate (MT940, MT942, CREMUL, DEBMUL) bleiben parallel dazu bestehen.

Kann ich meine Zahlungen weiterhin im EDIFACT-Format anliefern/abholen?

Bis auf weiteres können Zahlungen weiterhin im EDIFACT – Format angeliefert werden. Bis dahin kann ein Umstieg in das SEPA – Format gleitend geschehen. Ab SEPA Migration End Date müssen Überweisungen und Lastschriften in Euro innerhalb des EWR in den neuen SEPA – konformen Formaten angeliefert werden.

Ändert sich die Valutierung bei eingehenden SEPA-Transaktionen?

An der Valutierung ändert sich durch eine Abwicklung/Anlieferung über SEPA derzeit nichts.

Was ist der Unterschied zwischen ZaDiG, PSD und SEPA?

Das Zahlungsdienstegesetz (ZaDiG) ist die Umsetzung der EU Richtlinie "Payment Services Directive" (PSD) in österreichisches Recht. Die PSD enthält die Grundlagen für die Verwirklichung eines einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrs und gilt für alle Währungen der Mitgliedsstaaten. SEPA betrifft nur EURO Zahlungen der heutigen 18 Euroländer. Zusätzlich werden auch die übrigen 10 EU-Länder plus Norwegen, Island, Liechtenstein, Monaco, Schweiz und San Marino mit ihren Eurozahlungen einbezogen.

Glossar

Acquirer

Ein Acquirer ist ein Dienstleister im (Kredit)kartengeschäft, der mit einem Händler einen Vertrag über die Akzeptanz von Kartenzahlungen abschließt.

AOS, Additional Optional Services

Zusatzdienstleistungen, die im Zusammenhang mit den SEPA Produkten der Banken angeboten werden können

APC, Austrian Payments Council

Das Austrian Payments Council ist das österreichische Pendant zum European Payments Council (EPC). Im APC werden die internationalen Vorgaben geprüft und analysiert, um eine gemeinsame Position zu den Themen im EPC zu finden und eine koordinierte Umsetzung vorzubereiten.

AZV

Auslandszahlungsverkehr

BIC

Bank Identifier Code. Der BIC ist ein 8 oder 11-stelliger alphanumerischer Schlüssel und identifiziert eine Bank oder Filiale einer Bank.

CID

Creditor Identifikation, Creditor-ID. Die Creditor-ID ist ein 18-stelliger alphanumerischer Schlüssel und identifiziert den Einreicher von SEPA-Lastschriften.

EBA, Euro Banking Association

Die EBA betreibt u. a. einen Clearing und Settlement Mechanismus unter der Bezeichnung STEP2 für die Abwicklung innereuropäischer Überweisungen.

EDIFACT, Electronic Data Interchange For Administration Commerce And Transport

EDIFACT ist ein branchenübergreifender, internationaler Standard für das Format elektronischer Daten im Geschäftsverkehr.

EMV-Standard, EuroCard/MasterCard/VISA-Standard

Der EMV-Standard ist eine von MasterCard und VISA geschaffene Norm zur Vereinheitlichung der technischen Standards für Chipkarten und der damit verbundenen Zahlungsabwicklung.

EPC, European Payments Council

Arbeitsplattform von 42 Europäischen Banken inkl. der Europäischen Verbände der Kreditinstitute sowie einiger Zahlungsverkehrs-Dienstleister (EBA).

ESZB, Europäisches System der Zentralbanken

Währungsbehörde, die aus der Europäischen Zentralbank (EZB) und den Zentralbanken aller EU-Mitgliedstaaten besteht. Dem ESZB gehören somit auch die Zentralbanken jener Staaten an, die den Euro zum Beginn der dritten Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion nicht einführten.

Europäische Kommission

Die EU-Kommission ist der politische Motor der Gemeinschaftspolitik und erarbeitet Entwürfe für Richtlinien, Verordnungen und andere Gemeinschaftsrechtsakte. Sie verfügt über das legislative Initiativmonopol, kontrolliert die Einhaltung des Gemeinschaftsrechts und vertritt die Interessen der Gemeinschaft gegenüber nationalen Organisationen und Drittstaaten.

EU, Europäische Union - Mitgliedsstaaten

Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern

EURO-Länder

Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Portugal, Österreich, Slowakei, Slowenien, Spanien, Zypern.

EWR, Europäischer Wirtschaftsraum - Mitgliedsstaaten

Neben den EU Mitgliedsstaaten: Norwegen, Island, Liechtenstein

EWWU, Europäische Wirtschafts- und Währungsunion

Die EWWU ist ein wesentlicher Bestandteil der Europäischen Union. Unter anderem hat sie die Einführung des Euro ermöglicht. Ihr gehören alle EU-Länder an.

EZB, Europäische Zentralbank

Die am 1. Juni 1998 als Nachfolgeinstitution des Europäischen Währungsinstitutes gegründete Europäische Zentralbank mit Sitz in Frankfurt gestaltet in der dritten Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion die gemeinsame Währungs- und Geldpolitik im Euro-Währungsgebiet. Die EZB bildet zusammen mit den nationalen Zentralbanken jener Mitgliedstaaten, die den Euro übernommen haben, das Eurosystem.

IBAN, International Bank Account Number

Weltweit genormte eindeutige Angabe einer Kontobeziehung (ISO-Norm). Besteht generell aus einem Ländercode, einem Bankcode (Bankleitzahl), einer Kontonummer und einer Prüfziffer.

IZV

Inlandszahlungsverkehr

Mandat

Als Mandat bezeichnet man grundsätzlich einen Auftrag oder eine Ermächtigung, die jedoch keine genaue Handlungsanweisung beinhaltet.

Mandatsreferenz

Die Mandatsreferenz ist eine vom Zahlungsempfänger individuell vergebene bis zu 35 alphanumerische Stellen umfassende eindeutige Referenznummer.

PACS, Payments Clearing & Settlement

UNIFI (ISO 20022) Formate für die Abwicklung der SEPA-Zahlungstransaktionen zwischen den Banken (Interbankenformat).

PAIN, Payments Standards- Initiation

UNIFI (ISO 20022) Nachrichtentypen für die Kunde-Bank-Beziehung.

PSD, Payment Services Directive

Payment Services Directive sind Richtlinien für den einheitlichen europäischen Rechtsrahmen für den Zahlungsverkehr.

SEPA, Single Euro Payments Area

Einheitlicher Euro Zahlungsverkehrsraum

SEPA Mitgliedsstaaten

Mitgliedsstaaten der EU und des EWR sowie die Schweiz, Monaco und San Marino.

SC, SEPA Cards

SEPA Kartenzahlungen

SCT, SEPA Credit Transfer

SEPA Überweisungen

SDD, SEPA Direct Debit

SEPA Lastschriften

STP, Straight Through Processing

Durchgehende Datenverarbeitung, vollautomatische Verarbeitung von Transaktionen.

SWIFT, Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication

Internationale Genossenschaft der Geldinstitute, die ein Telekommunikationsnetz (SWIFT-Netz) für den Nachrichtenaustausch zwischen diesen unterhält. Diese Genossenschaft leitet Finanztransaktionen zwischen Banken, Brokerhäusern, Börsen und anderen Finanzinstituten weiter.

UNIFI (ISO20022), Universal Financial Industry message scheme

Unter der Bezeichnung UNIFI (ISO 20022) hat die Internationale Organisation für Normierung (ISO) auf der Basis der XML-Syntax eine Bibliothek neuer Nachrichtentypen für die Kreditwirtschaft herausgegeben. Diese Nachrichtentypen sollen die aktuell in der SWIFT Gemeinschaft verwendeten MT-Formate (Message Types (MT)) ablösen. UNIFI-Formate werden mitunter auch als MX-Formate bezeichnet.

XML - Format, Extensible Markup Language

XML ist eine Computersprache für den Datenaustausch. Durch Normierung werden in dieser Sprache Formate für die Übermittlung von Zahlungsverkehrsdaten definiert.

Weiterführende Links