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Der Börsenkommentar ist die Stellungnahme des Researchs der UniCredit Private Banking Division zum Börsengeschehen.
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Monika Rosen, Head of Research der UniCredit Private Banking Division
Ägypten Effekt an den Märkten noch nicht nachhaltig
Das Börsenjahr 2011 hat zunächst mit einer beachtlichen Rallye begonnen, gegen Ende Jänner wurden die geopolitischen Spannungen in Nordafrika (Ägypten) aber verstärkt zum Thema. In Summe bleibt für die meisten Börsen aber eine sehr zufriedenstellende Entwicklung im Jänner übrig.
Im Schatten der Ereignisse in Nordafrika ergibt sich ein Spannungsfeld aus guten Konjunkturdaten und geopolitischen Risken, das die Märkte derzeit in Atem hält. Man gewinnt aber durchaus den Eindruck, dass die guten Fundamentaldaten im Moment die Oberhand behalten. Vor dem Hintergrund der aktuellen Turbulenzen in Ägypten überrascht auch die Tatsache, dass der Goldpreis im Jänner um über 6 % nachgegeben hat.
Noch direkter ist der Zusammenhang zwischen der Ägypten-Krise und dem Ölpreis. Vor allem die in Europa gängige Sorte Brent stand im Fokus, da ein wesentlicher Anteil der in Europa verbrauchten Mengen durch den 192 km langen Suez Kanal transportiert wird. Sollte es im Kanal zu einer Sperre kommen (wie immer wieder spekuliert wird), dann hätte das massive Lieferengpässe zur Folge. Insofern übersprang Brent Ende Jänner die Marke von 100 Dollar je Fass zum ersten Mal seit Herbst 2008. Rohölhändler sorgen sich, die Unruhen könnten nach Tunesien und Ägypten auf ölproduzierende Staaten übergreifen. Die Produktion müsse laut OPEC-Vertreter "aber nicht rasch erhöht werden", weil es "keinen Ölmangel" gebe.
1. Februar 2011
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