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CEE-Haushalte stehen vor Herausforderungen
Nach Jahren mit solidem Lohnzuwachs und rasch steigendem Lebensstandard hat sich die Situation der Haushalte in Zentral- und Osteuropa (CEE) in jüngster Zeit merklich verschlechtert. Die Haushalte haben auf die Krise mit rückläufigem Konsum und höherer Sparneigung reagiert, trotz geringerem Sparpotential. Die Krise hat zu Höchstständen bei der Arbeitslosigkeit und verlangsamten Lohn- und Gehaltszuwächsen geführt, was eine temporäre Umkehrung des Verlaufs der Einkommenskonvergenz mit sich brachte.
Die gestiegenen finanziellen Belastungen der CEE-Haushalte haben das Konsumentenvertrauen gedämpft und das Ausgabenverhalten beeinflusst. Nach der Pleite von Lehman Brothers sahen sich die Haushalte gezwungen, ihre Ausgaben an nun wesentlich trübere Wirtschaftsaussichten und steigende Schuldendienstquoten anzupassen. Die ungewisse Gehalts- und Beschäftigungsentwicklung bildet zusammen mit der restriktiveren Kreditvergabe die Hauptfaktoren für die Anpassung des Konsumverhaltens der CEE-Haushalte.
Geringerer Konsum und niedrige Schulden führen zu einer höheren Sparneigung. Trotz einer enttäuschenden Einkommensentwicklung haben sich die Nettofinanzersparnisse nach dem Tiefpunkt im Jahr 2008 im Jahr 2009 wieder erholt, unter anderem auch dank einiger positiver Impulse von den Kapitalmärkten und höherer Einlagenzinsen.
Es wird erwartet, dass sich auf regionaler Ebene die Finanzvermögen der Haushalte im letzten Jahr mit einem Anstieg von über 12% (nach -5,5 % in 2008) erholt haben und 44% des BIP erreichen (2008: 33%). Unterstützt wurde diese Entwicklung durch attraktive Renditen auf Bankeinlagen und die gute Performance der lokalen Anleihenmärkte. Auch die Rallye an den Aktienmärkten hat zum Wertanstieg der CEE-Haushalts-Vermögen beigetragen. Angeführt wurde die Wende von der Türkei und Ungarn, gemeinsam mit Rumänien und der Tschechischen Republik, aber auch die anderen CEE-Finanzmärkte erzielten ein starkes Ergebnis.


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